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Re: Citalopram: Tomtom und Tino
Antwort zu Re: Citalopram: Tomtom und Tino von Lana
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Hallo Lana,

falls Du gesetzlich versichert bist, bin ich mir ziemlich sicher, dass Dir Dein Hausarzt nicht das anbietet, wovon ich geschrieben habe - zumindest nicht auf Kasse...

Zu 5-HTP... es sollte eigentlich den Chemiescheiß von körperzerstörenden Antidepressiva - zumindest versuchsweise - ersetzen, d.h. Du solltest nicht noch ein Jahr in der Weise fortfahren... meine Meinung, natürlich wirst Du selber entscheiden müssen. Da das Citalopram ja ein selektiver Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer ist, und Du damit anscheinend bezüglich der Depression Besserung spürst, hättest Du vielleicht gute Chancen, die gleichen Erfolge mit dem harmlosen 5-HTP zu erzielen, da beide in etwa das gleiche bewirken. Nur auf unterschiedliche Weise. Das Citalopram greift in Deinen Hirnstoffwechsel ein - mit all den möglichen Nebenwirkungen, nur damit das bisschen, was an Serotonin bei Dir vorhanden ist, länger wirken kann... das 5-HTP liefert dem Körper ganz einfach die Bausteine, mehr Serotonin zu bilden, und das für gewöhnlich ohne Nebenwirkungen. Könnte mir vorstellen, dass Dir das 5-HTP hilft. Würdest Du z.B. eher auf Antidepressiva nach anderem Wirkprinzip (MAO-Hemmer, trizyklische, tetrazyklische ADs...) positiv reagieren, könnte ich es mir weniger gut vorstellen.

Viele Grüße
Tomtom


P.S.:

Infos zu 5 HTP:




Produktinformation

5HTP

Durch Erhöhung des Serotoninspiegels werden
Depressionen auf natürliche Art behandelt.






GRUNDLAGEN


Im Laufe des Lebens erkrankt jeder fünfte Mensch an einer Depression. Diese Erkrankungshäufigkeit ist völlig unabhängig vom jeweiligen Lebensstandard und auch vom Land oder der dort vorherrschenden Kultur. Derzeit sind schätzungsweise etwa 8% aller Menschen von dieser Psychose betroffen. Depressionen gehören damit - nach den die Koronararterien betreffenden Herzkrankheiten - zu den häufigsten und somit auch teuersten Erkrankungen.

Depressionen kommen vor allem in den beiden Erscheinungsformen der manischen oder bipolaren Depression sowie der unipolaren oder auch schweren Depression vor. Bei der manischen Depression schwankt die Stimmung des Patienten innerhalb von Wochen zwischen euphorischen und depressiven Phasen, z.T. auch mit schwerwiegenden Folgen für Urteils- und Handlungsvermögen. Bei der anderen, schweren Depression - früher sprach man fälschlich von "endogener Depression" - kommt es vor allem zu Antriebsarmut, Ängstlichkeit, Leere, Hoffnungslosigkeit, Ideen- und Antriebsverlusten. Es ist bisher nicht klar, wie Depressionen neurophysiologisch entstehen, aber in den letzten Jahren wurde deutlich, dass die Neurotransmitter Serotonin und Noradrenalin bei der Krankheitsentstehung eine wichtige Rolle spielen.

WIRKUNGEN


In den Nervenzellen wird aus der essentiellen Aminosäure Tryptophan (essentiell bedeutet, dass der Körper sie nicht selbst produzieren kann) zunächst Tryptamin und anschließend 5-Hydroxytryptophan (5 HTP) gebildet. Daraus entsteht durch Wasserstoffanlagerung und Kohlenstoffabbau schlussendlich 5-Hydroxytryptamin (5 HT)-Serotonin.

Ein Mangel an Serotonin kann Depressionen, Angstzustände und Aggressivität auslösen. Serotonin spielt außerdem eine wichtige Rolle beim Schlafrhythmus, Appetit, Gedächtnis und Lernfähigkeit, der Schmerzkontrolle, bei Entzündungsreaktionen und der Darmperistaltik.

Auch Stress, Suchtverhalten, Übergewicht, Migräneattacken, das prämenstruelle Syndrom und Suizidgedanken sind häufig mit niedrigen Serotoninspiegeln verbunden.

Im Herzkreislaufsystem beeinflusst Serotonin die Kontraktion der Arterien und hilft so bei der Blutdruckkontrolle. In der Skelettmuskulatur erweitert Serotonin die Gefäße, womit die Durchblutung gesteigert wird.

Eine weitere Erkrankung, die mit Serotoninmangel einhergeht, ist Fibromyalgie, ein komplexes Syndrom, das durch heftige Muskelschmerzen, Müdigkeit, Fieber, Schlaflosigkeit, Reizdarmsymptome und geschwollene Lymphknoten gekennzeichnet ist. Die Ursache ist unbekannt, am häufigsten sind Frauen betroffen.

Viele Medikamente, wie Appetitzügler, Cholesterinsenker und auch bestimmte Diäten, hemmen die Serotoninbildung und können ebenfalls Auslöser für Serotoninmangelerscheinungen sein.

Studien zeigten, dass die Zufuhr von 5 HTP, der Vorläufersubstanz von Serotonin den Serotoninspiegel deutlich anhebt. Leider ist 5 HTP in der typischen, eher einseitigen westlichen Diät nicht in genügendem Ausmaß enthalten. Auch die Zufuhr von Nahrungsmitteln, die Tryptophan enthalten, steigert den Serotoninspiegel nicht wesentlich. Die Zufuhr von Serotonin selbst ist nicht möglich, da es abgebaut wird, bevor es seine Wirkung entfalten kann.

Die Pharmaindustrie hat die Bedeutung von Serotonin schon länger erkannt. Seit einigen Jahren sind Medikamente auf dem Markt, die die Wiederaufnahme von Serotonin in die Zellen hemmen, sogenannte Serotonin- Reuptake-Hemmer (SSRI´s). Durch diese Substanzen bleiben die Serotoninspiegel erhöht. Einsatzgebiete sind vor allem Antidepressiva. Leider sind viele dieser Medikamente mit nicht unerheblichen Nebenwirkungen verbunden. Da 5 HTP nicht patentierbar ist, ist das Interesse der Pharmafirmen an einer kommerziellen Vermarktung naturgemäß eher gering.

INDIKATIONEN


Depressionen: Dr. W. Pöldinger, Psychiatrische Universitätsklinik Basel, konnte bereits 1991 zeigen, dass 5 HTP bei der Behandlung von Depressionen zumindest genauso wirksam war wie gebräuchliche Antidepressiva - bei weniger Nebenwirkungen. 5 HTP gleicht Stimmungsschwankungen aus (vor allem bei bipolaren Depressionen) und senkt das Aggressionspotential. Weiters werden auch Angstattacken reduziert.

Migräne: Migräne wird unter anderem durch eine abnorme Serotoninfunktion in den Blutgefäßen ausgelöst. 5 HTP kann diese Funktionsstörung normalisieren helfen.

Schlafstörungen: 5 HTP verkürzte in Versuchen die Einschlafzeit um die Hälfte, ohne die Schlafmuster zu stören. Außerdem wird ein schnellerer konzentrierter Wachzustand erreicht. Die Ursache liegt in der Interaktion mit Melatonin, das ein Stoffwechselprodukt der Serotoninproduktion ist und durch erhöhte Serotoninspiegel ebenfalls gesteigert wird.

Appetit und Gewichtsverlust: 5 HTP senkt erwiesenermaßen den Appetit und kann so zu einer ausgeprägten Gewichtsreduktion bereits nach relativ kurzer Zeit führen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Appetitzüglern ist 5 HTP sehr verträglich und sicher.

Herz-Kreislauferkrankungen: 5 HTP hat aufgrund seiner angstlösenden und aggressionshemmenden Wirkungen einen direkt positiven Einfluss auf das Herz-Kreislaufsystem, da es vor zuviel Adrenalinausschüttung schützt.

Fibromyalgie: Die Erhöhung des Serotoninspiegels über die Zufuhr von 5 HTP bewirkt eine Erleichterung vieler Fibromyalgiesymptome, einschließlich Schmerzen, Gelenksteife und Schlafstörungen.

ZUSAMMENSETZUNG


1 Kapsel 5 HTP enthält 25 mg, 50 mg oder 100 mg reines pharmazeutisches 5 HTP in einer hypoallergenen Reisstärke-Basis.

DOSIERUNG


Depressionen: 300 bis 400 mg täglich
Migräne: 400 bis 600 mg täglich
Schlafstörungen: 100 bis 300 mg täglich
Fibromyalgie: 300 mg täglich
Appetitzügelung: 600 bis 900 mg täglich
Zur allgemeinen Steigerung des Wohlbefindens und einer ausgeglichenen Stimmung sollten 100 bis 200 mg täglich eingenommen werden.

NEBENWIRKUNGEN/KONTRAINDIKATIONEN


Sehr selten und nur bei Einnahme großer Mengen treten Kopfschmerzen, Darmbeschwerden, Schlaflosigkeit und Muskelschmerzen auf.

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie vor Autofahrten und Tätigkeiten, die eine hohe Konzentration erfordern, darf 5 HTP nicht eingenommen werden.

Vorsicht ist bei Lebererkrankungen geboten, da 5 HTP sonst unerwünscht stark wirken könnte.

HINWEISE


5 HTP sollte 2 Stunden vor oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden.
Die Einnahme sollte zusammen mit einem kohlehydratreichen Snack oder mit Flüssigkeit erfolgen (Orangensaft). Proteinreiche Mahlzeiten nach der Einnahme sollten vermieden werden, um die Aufnahme in die Blutbahn zu maximieren.
Zur optimalen Wirkungsentfaltung sollten Vitamin B3, Vitamin C, B6, und Magnesium ebenfalls zugeführt werden.

Prinzipiell sollte jede Einnahme und vor allem auch die Dosierung mit einem Arzt abgesprochen werden, dies gilt vor allem bei der gleichzeitigen Einnahme von anderen Antidepressiva.




verfasst von:
Tomtom ®
10/25/2004, 01:41:35


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