hallo ihr lieben!
mir ging es ähnlich...im januar bemerkte ich (34) die ersten lichten stellen und habe bis vor einer woche weit über 2 drittel meiner vorher langen, geliebten haare verloren. seit einigen tagen fallen mir nun leider auch wimpern und augenbrauen aus, das ist natürlich der hass...
ich habe erstmal einen haufen ärzte, heilpraktiker und uniklinik abgeklappert und kam zu dem entschluss, dass der ganze hokuspokus nix bringt außer noch mehr stress.
am montag habe ich mir von meinen freundinnen eine glatze rasieren lassen. meine tochter (5) hat vorher mit ihrer bastelschere hand angelegt bei 2 flaschen sekt konnte ich das elend gut ertragen und sogar meinen anblick im spiegel... danach habe ich fotos von dieser aktion bei facebook gepostet, sodass gleich alle meine freunde bescheid wissen. die resonanzen darauf taten mir unheimlich gut und haben mir sehr viel mut gemacht. zu hause laufe ich nun immer "oben ohne" rum und fühle mich sehr befreit. im beruf (reisebüro) trage ich eine perücke, die so aussieht wie früher meine langen haare. allerdings merke ich jetzt schon, dass die perücke (kunsthaar) sich extrem schnell abnutzt und ich werde zum sommer hin wohl auf eine kurzhaarperücke umsteigen. (früher hätte ich für KEIN geld der welt kurze haare getragen) aber so schnell ändern sich die ansichten....
außerdem will ich mir demnächst auch ein permanent makeup machen lassen und mal mit künstlichen wimpern experimentieren. trotz allem bin ich doch sehr eitel und will mich irgendwie auch noch als frau fühlen. könnt ihr mir einen augenbrauenstift bzw schablonen empfehlen? möchte damit auch mal rumprobieren. war nie so der schminkprofi, aber jetzt muss ich ja....
einziges kopfproblem ist für mich mein freund. wir kennen uns erst seit 5 monaten, und das ganze ist eine riesige belastungsprobe für unsere beziehung. ich bin sehr feinfühlig geworden was kritik angeht und schäme mich, früh mit glatze und ohne wimpern neben ihm im bett zu liegen. ich hab aber auch keine lust, das zu verstecken, denn das bin nunmal ich...bin gespannt, ob die beziehung das aushält. aber ich sage mir mittlerweile, wer mich so nicht mag wie ich bin, der hat eben pech
genau wie die meisten von euch bin auch ich immer perfektionist gewesen. war jetzt 2 jahre alleinerziehend und habe immer gedacht, alles alleine schaffen zu müssen und das zu 100%. ich leite ein reisebüro und habe in der betreuung meiner tochter fast keine unterstützung. das hat mich oft sehr zermürbt. sie kommt dieses jahr in die schule und ich habe riesige angst, was mit ihr wird, wenn ich bis um 8 im büro sitze. im oktober 12 habe ich dann plötzlich einen mann kennengelernt, der für mich gedanklich die lösung meiner probleme werden könnte. er kümmerst sich um meine tochter und ich habe endlich mal wieder das gefühl von familie. aber auch er ist ein absoluter perfektionist und natürlich habe ich nun noch mehr angst, selbst nicht allen ansprüchen gerecht zu werden. vorallem optisch. und das wiederum setzt mich erneut unter stress.
meine theorien sind, dass mein auslöser entweder der von mir abgefallene stress ist, endlich einen mann gefunden zu haben, mit dem ich mein leben wieder meistern kann, oder aber mein stress, für ihn perfekt sein zu müssen. tja, aber was macht man da!??! ich denke, es ist wirklich von vorteil, wenn man in sich reinhört und tut, was einem gut tut. ich muss wohl lernen, dass ich nicht everybodys darling sein kann und muss. in 2 wochen beginne ich eine psychotherapie um noch ein bisschen besser mit der krankheit umgehen zu können und vielleicht noch ein paar dinge über mich zu lernen...und vielleicht??!? wächst dann mal wieder was?!?!? aber da will ich mich nciht unter stress setzen...
katja