Hey immermehrhaare!
die gleichen Erfahrungen habe ich auch gemacht. Bei mir ging es genau vor einem Jahr los. Ich bin von Hautarzt zu Hautarzt gezogen bis hin zur Uniklinik. Überall ratlose Gesichter und Empfehlungen wie Kortisonlösung, Abwarten etc. Auf MEINEN Wunsch hin wurde eine Biopsie der Kopfhaut und ein umfangreiches Blutbild gemacht, wo ich auch die Bestimmung der Vitamin D Wertes bezahlte. Das alles ergab leider nichts.
Daraufhin konsultierte ich wieder auf EIGENE Initiative Heilpraktiker, Gynäkologe, Psychotherapie, Allgemeinarzt und Endokrinologen. Wieder ohne Ergebnisse. Aber keiner hat wirklich Interesse daran gehabt, obwohl ich ALLE Haare innerhalb von 6 Wochen von Kopf bis Fuß verloren habe. Im Juli 2013 ging es dann weiter, dass meine Fingernägel starke Psoriasis entwickelten. Wieder zum Hautarzt. Wieder ohne Ergebnis.
Nun habe ich natürlich Angst, dass mein Immunsystem immer mehr kaputt macht. Also bin ich wieder in EIGENREGIE zum Rheumatologen. Das große Blutbild ergab schlechte Rheuma- und Nierenwerte und ich bekam eine Einweisung ins Krankenhaus. Da ich alleinerziehend bin, gehe ich nun in den Februarferien für eine Woche. Es sollen Magen- und Darm gespiegelt werden, Roentgen und CT. Denn laut dem Rheumatologen kann es so viele Auslöser geben, die er vorher alle abgeklärt haben möchte.
Endlich mal jemand, der Interesse zeigt und ich hoffe sehr, dass der Feind endlich einen Namen bekommt und meine Angst wieder etwas gelindert wird.
Alles Wissen über unsere Krankheit habe ich mir selbst über Internet, Foren etc angeeignet, von Ärzten habe ich NICHTS erfahren. Es ist ein Trauerspiel!
Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass Stress eine große Rolle bei mir spielte, und die Angst die ich nun habe, die Unsicherheit über die ganze Krankheit, trägt dazu bei, dass ich immer mehr neue Symptome entwickle. Ich bin gerade dabei mein Leben etwas umzukrempeln, esse keine entzündungsfördernden Lebensmittel (Fleisch, Zucker, Weißmehl) mehr, versuche Stress so gut es eben geht zu vermeiden, habe gelernt auch mal NEIN zu sagen und an mich zu denken. Und ob es jetzt bei der Krankheit hilft oder nicht - schaden kann es jedenfalls nicht....
Die Sendung im WDR habe ich auch geschaut. Ich habe nicht wirklich viele Neuigkeiten erwartet. Als Perückenwerbung habe ich es allerdings auch nicht empfunden, da Jenny Latz ja eine konsequente Glatzenträgerin ist und auch keine Hersteller etc erwähnt wurden. Aber der ganze Beitrag schürfte nur an der Oberfläche...für die Allgemeinheit ist dieses Thema eben auch nicht so interessant...
Ich habe auch schon nachgedacht, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Aber wie gesagt, das wird die Allgemeinheit nicht großartig interessieren...
Kennst du die Facebook-Gruppe "Haarlos und Glücklich"? Das ist die Plattform, wo du von sehr vielen Betroffenen die meisten Infos bekommen und dich austauschen kannst.
Viel Glück weiter bei Deiner Heilung. Ich freue mich immer, wenn ich zwischen all den negativen auch mal positive Erfahrungen lesen kann!!!!!!!!!!!
LG Katja