Nur mal so reingeworfen, falls Euch Personen z.B. im Rahmen der Petition etc. mit dem immer wieder aufkommenden Kostenthema konfrontieren:
Wie wissenschaftlich mittlerweile bestätigt, entwickeln viele Betroffene einer Autoimmunerkrankung, sofern die Entzündung über Jahre und Jahrzehnte unbehandelt bleibt, weitere Folge- /Begleiterkrankungen. Wenn man das Thema auf die reinen finanziellen Aspekte beschränken möchte und jegliche ethischen Aspekte mal ausblendet, dann sinkt durch die häufig auftretenden Folgeerkrankungen einerseits die Produktivität der Betroffenen, das heißt sie erwirtschaften weniger und können damit weniger Geld in das Sozialsystem einzahlen und werden im schlimmsten Fall berufsunfähig, also ein teurer Totalausfall. Ich selbst kenne viele Leute die wegen der Erkrankung in psychologischer Behandlung sind, was ebenfalls sehr kostspielig ist und verbranntes Geld, wenn man es stattdessen für eine effektive Behandlung der Erkrankung ausgeben kann. Andererseits ist davon auszugehen, dass die Kosten für die Medikamente zur Behandlung der Alopecia Areata (JAK-Inhibitoren) in den nächsten Jahren erheblich sinken werden. Die generische Version von Olumiant kostet im Ausland gerade einmal ca. 20-30 Euro pro Monat. Diese geringen Kosten stehen in keinem Verhältnis zu der schwere der Erkrankungen. Zuletzt muss ich dennoch nochmal darauf hinweisen, dass alle Autoimmunerkrankungen als solche anzuerkennen sind. Es ist schlichtweg ungerecht dass eine Autoimmunerkrankung schlechter gestellt wird als andere. Fazit: es ist ökonomisch und ethisch falsch, die Kosten für eine frühe und bedarfsgerechte Behandlung nicht zu übernehmen. Die langfristigen Folgekosten werden dabei nicht berücksichtigt.