Hallo Christin, hallo Meal,
DANKE für Eure Worte! Das tut sooo gut! Wie schön, dass es Euch gibt!
Ja, heute war psychisch für mich einer der schlimmsten Tage. Hab gleich ganzen Nachmittag geschlafen, um alles zu vergessen... Mein Mann tut mir soo leid, muss sich das pausenlos anhören. Ich rede ja nur noch von nichts anderem als von den Haaren. Ich soll mir nicht so viel antun, sagt er immer und beteuert, für ihn trotzdem die Schönste zu sein... Das hilft zwar ein wenig, aber was weiß man, ob ein Partner das endlos vertragen kann. Also dann wieder zusammenreißen...
Zu Euren Fragen:
Ja, ich meine das Natriumselenit, was Anais empfiehlt. Hab mir schon die Testbox für die Blutabnahme bei der Fa. Biosyn bestellt. Hoffe, das kommt bald.
Ja, die AA verläuft bei mir immer schubweise. Und, soweit ich das verfolgen konnte, immer nach größerem Stress. Das vorletzte Mal nach einem Magenschutzpräparat, das ich nach einer Operation einnehmen musste.
Es begann vor 11 Jahren zuerst mit einer hühnereigroßen kahlen Stelle hinter dem linken Ohr. Dann Kortisontinktur und durchblutungsfördernde Tinktur vom Hautarzt + Beneuran (=Vit B Komplex). Nach einem Monat alles wieder nachgewachsen. Ein Jahr später wieder an der selben Stelle kahl und zusätzlich gegengleich hinter dem rechten Ohr. Dann die vorhin beschriebene Therapie nur noch bei der neuen Stelle geholfen, auf der anderen Seite, die nun schon zum zweiten Mal kahl wurde, nicht mehr. Seitdem ist diese Stelle kahl, dh, schon seit 10 Jahren. Dann im Laufe der Jahre zusätzlich eine neue hühnereigroße kahle Stelle, diesmal am Hinterkopf unten mittig. Ab da an half nichts mehr.
Konnte bis dahin alles gut kaschieren, dh Haare schulterlang und hinter die Ohren gekämmt. So waren zumindest die Stellen hinter den Ohren gut verdeckt. Außerdem sieht man die kahlen Stellen bei hellen Haaren wahrscheinlich nicht so stark durchschimmern, wie bei dünkleren oder schwarzen Haaren. Denke ich jetzt einmal.
In den letzten Monaten, wie gesagt, massive Verschlechterung. Im Laufe der 11 Jahre schon hunderte Ärzte, Heilpraktiker usw. aufgesucht, alles erfolglos, tausende Euro ausgegeben. Vor einem Monat noch einmal die beschriebene Therapie probiert – wohl aus Verzweiflung. Mit dem Ergebnis, dass es jetzt so schlimm ist wie nie zuvor ist.
Zur Perücke:
Habe sie mir bereits vor einem Jahr, vor dem vorletzten Schub besorgt. Wollte einfach für den Fall gerüstet sein. Habe eine von der Stange, aber davon die beste (und teuerste) genommen. Dh, nicht auf meinen Kopf und nicht nach meinen Wünschen individuell angefertigt. Sondern eine bereits lagernde Perücke gleich vom Geschäft mitgenommen. Sie ist von „Gisela Mayer Hair Collection“ und hat ca € 600,-- gekostet. Damals, als ich sie mir aussuchte, war das auch die einzige Perückenfirma, die ich kannte (auf Hinweis meiner Frisörin). Hab nach anderen Herstellern auch nicht gesucht, da ich ja noch keine in absehbarer Zeit brauchte. Und ich muss sagen, sie ist nahezu perfekt. Und ich bin sehr anspruchsvoll in dieser Hinsicht (wer wohl nicht in unserer Situation!?). Und es war wohl die Beratung in diesem Geschäft: Die Beraterin hat sich meine Frisur angeschaut und dann aus hunderten fertigen Perücken ganz gezielt nach einer einzigen gegriffen. Und die wars. Entspricht zu fast 100% meiner bisherigen Frisur und zu 90% meiner Haarfarbe. Sodass man wirklich auf den ersten Blick ganz sicher nichts merkt. Hab dann zwar auch noch andere Modelle dort probiert, die haben aber bei weitem nicht entsprochen. Der einzige Nachteil ist vielleicht, dass sie – weil Kunsthaar – im Sommer ziemlich warm sein wird. Aber das kann ich noch nicht beurteilen, weil ich sie bisher ja nur probeweise getragen habe.
Soweit ich hier im Forum aber gelesen habe, gibt es viele andere Perücken-Firmen auch. Auch welche mit Echthaar und individueller Anfertigung. Diese sind aber angeblich dreimal so teuer und sehr empfindlich hinsichtlich Pflege. Und halten auch nicht länger. Aber wie gesagt, da kenne ich mich noch nicht so aus. Ich bin mit meiner fürs erste sehr zufrieden, weil sie fast genau meiner Frisur und Haarfarbe entspricht. Und man sieht auch nicht wirklich dass es Kunsthaar ist. Außerdem ist sie sehr pflegeleicht.
Wenn Ihr mich fragt, kann ich Euch nur raten: Bitte schaut Euch rechtzeitig nach einer Perücke um. Falls Ihr sie dann nicht braucht und vielleicht auch nicht brauchen werdet (positiv denken!) – umso besser!!! Und Ihr braucht sie ja auch nicht gleich kaufen so wie ich, aber einmal aussuchen. Außerdem geht man viel entspannter in ein Perückengeschäft, wenn man sie noch nicht braucht und nicht unter Zeitdruck steht, sich sofort für ein Modell entscheiden zu müssen. Auch kann man sich wenn man sie schon zu Hause liegen hat, langsam mit ihr „anfreunden“ …
Also, danke noch mal für Eure aufmunternden Worte! Stimmt, es ist gut zu wissen, dass man in dieser Hinsicht nicht alleine ist. Und geteiltes Leid ist bekanntlich nur noch halbes Leid.
In diesem Sinne,
umarme Euch!
Nina
[Aktualisiert am: So., 29 April 2007 21:48]