Hallo Padme,
hast Du auch A. areata? Es gibt auch a. areata diffusa, oft der Vorläufer einer drohenden A. areata. Geht oft damit im Übergang einher, daß die Haare "ergrauen", sprich die pigmentierten Haare fallen aus. In der Folgezeit fallen sie jenach Art binnen zwei Wochen und vier Monaten mehr oder weniger vollständig aus.
Was die Werte angeht, bin ich nicht der Experte. Da haben strike & Co. mehr Erfahrung. Katjuscha aus dem A.areata-Forum hat auch ganz guten Durchblick. Zur Not müßte man sich im Hashimoto-Forum einmal vorstellen.
A. areata und Verwandte sind eine Fehlreaktion des Immunsystems.
Ich kopiere mal der Einfachheit halber einen meiner Beiträge zum Thema A. areata aus dem A. areata-Forum hierher:
"es ist einfach so: wir müssen wirklich vorsichtig sein, wenn wir von Heilung sprechen. Ich habe dazu schon an verschiedenen Stellen hier geschrieben. Es gibt keine Heilung bei Autoimmunerkrankungen auf topischer Basis. Der Grund ist einfach der, daß die Irritation des Immunsystems entweder durch eine Mutation oder Fehlverstoffwechselung ausgelöst wird. Dazu zählen im übrigen auch Streßsituationen, wobei ich hier nicht von normalen Alltagsstreß spreche, sondern klinisch relevantem Streß (langhaltende Anspannung, Schock, Unfall, Narkose). Je nach Streßresistenzfähigkeit ist der eine anfälliger als der andere. Die genetische Präposition ist dabei nicht ganz zu vernachlässigen.
Bei einer Autoimmunreaktion ist es zunächst unerheblich, welche Organe betroffen werden. Ich kenne einige Autoimmunler, die AA, Hashimoto (Schilddrüsengewebsauflösung), Rheuma, Psoriasis, Weißfleckenkrankheit (ist eine Pigmentstörung), MS, Morbus Crohn, Morbus Basedow, Neurodermitis, Allergiker allgemein u. v m. mehr haben. Wenn man Pech hat, bekommt man mehrere nacheinander. Die einen sind noch kontrollierbar, die anderen weniger.
Wenn Du Dir mal aliki's Beiträge angesehen hast, wirst Du feststellen, daß die AA noch zu den kleineren Übeln gehört. Dafür ist sie jedoch auch zugegebenermaßen auch die unter kosmetischen Aspekten betrachtet ie Unangenehmste, weil zu wenig öffentliche Aufklärung betrieben wird und sie äußerlich am ehesten erkennbar ist. Zudem ist der Umgang damit psych. nicht einfach zu bewältigen, zumal man sich schließlich binnen weniger Wochen an ein anderes Erscheinungsbild gewöhnen muß.
Um überhaupt eine Linderung auf kosmetischer Ebene zu erreichen, müssen einige Basisparameter berücksichtigt werden. Der Wichtigste dürfte der Zeitpunkt des Erstausbruches sein. Die anderen zähle ich hier nicht weiter auf. Ohne eine Anamnese (dazu gehören auch Fragen nach Hephatitis-B- Impfungen, Frühgeburt etc., sonstige Medikamente) läßt sich keine Prognose treffen. Von daher ist es unseriös, zu versprechen, daß man etwas gefunden habe, was allen helfen würde.
Ich habe auch ein Mittel gefunden, was helfen könnte, aber eben nicht allen. Deswegen gehe ich nicht hausieren, sondern kann nur sagen: bei diesen Symptomen (die erst abgeklopft werden müssen), könnte man es über ein paar Monate probieren. Wenn es nicht hilft, muß man andere Wege beschreiten. Übrigens basieren diese Mittel nicht auf topischer Basis, sondern fallen in die Reihe der NEM's.
Was die Selbsthilfegruppe Berlin betrifft, kenne ich natürlich den "harten" Kern, zumal ich dort von 2002 bis Herbst 2004 aktiv war. Aus räumlichen und zeitlichen Gründen konnte ich nicht mehr alle Termine wahrnehmen. Ich bin dann nur noch nach Bedarf erschienen. Zuletzt im Zusammenhang mit der Ivantschev-Thematik im November letzten Jahres, wobei allerdings nicht viel herauskam, außer daß eine seiner Probandinnen nicht gerade glücklich wirkte. Wie sich die Sache dann weiterentwickelte, kann ich nicht sagen, da ich nicht mehr auf dem Laufenden bin. In der Regel reagiere ich nur noch auf eMail-Anfragen, da ich dann auch individueller und diskreter darauf eingehen kann. Grundvoraussetzung ist, daß man sich erstmal überhaupt mit der AA abgefunden oder arrangiert hat. Ich muß dabei sachlich bleiben und wenn jemand mit der Tour kommt....... "Wenn Du nicht dafür sorgst, daß ich nächste Woche 120 cm lange Haare habe, fahre ich gegen den nächsten Baum oder Brückenfeiler.", ist er bei mir an der falschen Adresse und sollte sich besser darüber Gedanken machen, wie harmlos seine Krankheit im Vergleich zu anderen Erkrankungen ist. Sicherlich ist es anfänglich schwierig, mit sowas umzugehen.
Ich gebe zu, daß ich inzwischen so viele AA-ler kenne, die sich einfach keinen Kopf mehr um die AA machen und das ist Kopfarbeit ihrerseits. Als wissenschaftlich orientierter Mensch halte ich mich nicht gerne mit Äußerlichkeiten auf, sondern befasse mich mit primär der Ursachenforschung.
Die meisten haben andere Probleme als sich ständig mit ihrer Kahlköpfigkeit zu beschäftigen. Abgesehen davon sind die Voraussetzungen, das Immunsystem zu normalisieren, besser, wenn man nicht weiter daran denkt. Im Rahmen meiner klientenorientierten Gesprächesführung stellte sich heraus, daß die AA eine Folge extremer psych. Belastungen oder Medikamentenunverträglichkeiten war.
Sicherlich mag eine topische Therapie einen Auslösemechanismus im Gang setzen, der die Haare wieder sprießen läßt (sogenannte Reiztherapie), nur ist das für sich noch lange keine Heilung, allenfalls eine kosmetische Besserung. Ohne die Beseitigung der Ursache muß man immer mit einem Rückfall rechnen.
Das vordergründige Wirkprinzip einer topischen Therapie ist nichts anderes, als Reizungen zu erzeugen, um die weißen Blutkörperchen von den Haarfollikeln abzulenken. Der Neuwuchs führt zu einer psych. Beruhigung und kann damit natürlich dazu beitragen, das Immunsystem einigermaßen zu stabilisieren. Ich sage ausdrücklich "kann". Man sollte die Psyche bei Erkrankungen dieser Art nicht unterschätzen. Deswegen ist es so wichtig, daß man sich überhaupt erstmal mit der Situation, wie sie ist, arrangiert, bevor man weitere Schritte in die kosmetische Linderung einleitet.
Das Thema ist weitaus komplexer als daß man sagen kann... ich habe hier ein Mittel, was allen hilft.
Es gibt einige Spurenelemente und Vitamine, die nachweisbar den Haarwuchs oder besser das Immunsystem stabilisieren. Deswegen ist es wichtig, neben der Anamneseerhebung die Inhaltsstoffe und Wirkungsmechanismen zu kennen."