- UPDATE -
Ich möchte wieder ein kurzes Update posten ud gleichzeitig eine Frage stellen.
Mein Haarausfall besteht weiterhin (wieder ein bisschen mehr, aber nicht mehr als 100 pro Tag), wobei die Haare auch weiterhin nachwachsen. Meiner Psyche geht es immer schlechter - so schlecht, dass ich mir eigentlich vorgenommen habe, keine Updates mehr zu posten, sollte sich nicht etwas Wesentliches tun. Aber nun möchte ich eine Frage stellen.
Ich habe nun alle relevanten Werte nach dreimonatiger Pilleneinnahme erneut testen lassen. Alle meine Androgene (Testosteron, Androstendion, DHEAS) sind niedrig. Das Entscheidende bei mir war ja freies Testosteron, aber durch die Pille ist mein SHBG nun so hoch, dass freies Testosteron laut Ärztin sicher auch niedrig ist (dieser Wert wird erst nächste Woche nachgereicht).
Ich nehme nun rezeptpflichtige Tabletten gegen Zinkmangel und Magnesiummangel. Mein Haarausfall ist zwar mit ziemlicher Sicherheit hormonell bedingt (durch Abesetzen der Pille), aber es kann nicht schaden. Mir ist auch aufgefallen, dass mein Ferritinwert niedrig ist (liegt so bei 40). Meine Eisensättigung, Transferrin und Eisen sehen aber gut aus. Ist nur der Ferritinwert entscheidend oder auch Eisensättigung generell? Meine Ärztin hat mir nicht Eisen verschrieben, sehr wohl aber Zink und Magnesium. Sie ist also schon gewissenhaft. Mich verunsichert aber, dass hier im Forum alle stets nur vom Ferritin sprechen- Was ist der Unterschied?
Ich nehme außerdem seit zwei Tagen Elcranell, und auch wenns für den Haarausfall nichts bringen sollte (Hoffnung stirbt zuletzt), ist es doch wunderbar für meine Haarstruktur. Die Trockenheit ist vollständig weg und meine Haare sind sehr weich und haben trotzdem Volumen und Festigkeit. Wenigstens etwas.
Ich möchte noch etwas über meine seelische Verfassung schreiben. Am Anfang ging es mir noch solala, inzwischen immer und immer schlechter. Am Freitag bei der Ärztin habe ich geweint, sodass sie mich in den Arm genommen hat und gemeint hat, es wird sicher funktionieren, das würde sie am kräftigen Nachwuchs sehen, und ich müsste nun nur noch Geduld haben. Ich weiß, dass es viele Gegenbeispiele gibt. Gleichzeitig gibt es auf der Welt aber gewiss auch tausende Frauen, die nach Absetzen der Pille ein paar Monate Haarausfall hatten und dann nicht mehr. Im Moment bin ich mit meinen (bisschen mehr als) drei Monaten Haarausfall noch im Rahmen.
Ich will es glauben, damit meine Seele zur Ruhe kommen kann. Natürlich, es gibt noch mehr, das man versuchen kann, Androcur, Finasterid, etc, aber ich nehme die Pille gerade mal drei Monate (auf den Tag genau) wieder ein. Ich habe sogar gerechnet, dass der Haarzyklus ungefähr 100 Tage dauert und diese 100 Tage werden bei mir erst in zwei Wochen verstrichen sein. Dementsprechend kann ich mir im Moment kein Wunder erwarten, das weiß ich. Und egal, zu welchem neuen Arzt ich nun auch gehen würde, jeder würde mir ohnehin nur sagen, dass ich zuerst die Mindesteinnahmezeit der Pille durchhalten soll, bevor ich etwas anderes wie Androcur zum Einsaz bringe. Von daher muss ich erst auf die Pille setzen. Gleichzeitig versuche ich, mich wieder auf Normalgewicht hochzuessen und mich gesund zu ernähren, und nehme gleichzeitig die verschriebenen Magnesium- und Zinktabletten.
Wie gesagt: ich will es glauben, um meiner Seele noch eine Chance zu geben. All dieses lange Update, um auszudrücken, dass ich aus Seelenschonungsgründen eigentlich vorläufig keine Updates mehr schreiben wollte. Trotzdem wäre ich sehr dankbar, wenn jemand meine Eisen-Frage beantworten könnte.