Vielleicht sollte ich zu meinem Beitrag noch folgendes ergänzen.
Niemals werde ich die Zeit vergessen, als ich mir die Haare so vom Kopf ziehen konnte. Sie sind mir regelrecht beim Essen auf den Teller gefallen. Ich bin in dieser Zeit in ein tiefes Loch gefallen, ich war verzweifelt, aber ich habe nie die Hoffnung aufgegeben.
Wichtig ist vor allem, man sollte sich nicht aus Verzweiflung irgendwelche Mittel auf den Kopf schmieren oder gar einnehmen. Auch nicht auf gut Glück z. B. Nahrungsergänzungsmittel, wenn man nicht weiß, ob auch tatsächlich ein Mangel. vorliegt. Nahrungsergänzungsmittel können den Körper ziemlich durcheinander bringen, da einige (Eisen, Kupfer, Magnesium usw.) Gegenspieler untereinander sind.
Ich weiß, wie schwer das ist, ich habe die pure Verzweiflung ja selbst erlebt und stand auch mit einem Rezept für Regaine in der Apotheke.
Amalgamplomben sollten niemals entfernt werden, wenn sie in Ordnung sind. Erst wenn sie defekt sind, sollte man diese durch anderes Material ersetzen. Die Entfernung sollte fachgerecht erfolgen. Ich habe sie entfernen lassen, weil sich feinste Partikel beim Kauen abgelöst hatten.
Ich war in einer Uniklinik, spezialisiert für Haarausfall. Ohne mich mit Ruhm bekleckern zu wollen, aber die Ärztin, die mich untersuchte, hatte weniger Ahnung als ich. Sie kannte noch nicht mal Trichoscan. Ihre Diagnose: androgenetischer Haarausfall. Klar, war ja auch am einfachsten.
Vorletztes Jahr plagte mich irgendwie Müdigkeit. Naja, ich werde auch nicht jünger, dachte ich. Ende letzten Jahres hatte ich dann einen Lagerungsschwindel. Die Ärzte im Krankenhaus erkannten das sofort und gaben mir Übungen (Befreiungsmanöver) mit nach Hause. Der Drehschwindel verschwand nach den Übungen, doch mir ging es in den kommenden Monaten immer schlechter. Ich hatte ständig das Gefühl, als wenn ich ein Auto wäre, was anstelle Diesel Super getankt hätte, es lief irgendwie nicht mehr rund bei mir. Auch hier das gleiche. Ich war bei zig Ärzten, zweimal ging es mir so schlecht, dass ich stationär behandelt werden musste. Einige MRTs und Blutuntersuchungen weiter, gefunden wurde nichts. Die Ärzte meinten schließlich, das es "Restsymptome" vom Lagerungsschwindel wären.
Ich bekam Missempfindungen, erst in den Füßen, dann in den Händen, schließlich am ganzen Körper. Ich hatte keinen klaren Kopf, ständig diese Benommenheit, mir ging's einfach schlecht.
Kein Arzt konnte mir helfen. Ich bekam Angst, dass ich an MS erkrankt sein könnte. Schließlich wurden mir schwere Psychopharmaka verschrieben, die ich aber nicht nahm. Ich war nicht bekloppt, ich wusste, ich hatte diese Missempfindungen, ständig dieses Benommenheitsgefühl, ich hatte irgendwie immer eine Matschhirn.
Ich fing an, nach Erkrankungen zu googeln, die Missempfindungen auslösen. U. a. stieß ich auf Vitamin B 12 Mangel. Laut Blutuntersuchung hatte ich einen guten Wert. Heute weiß ich, dass der Blutwert keinerlei Bedeutung für einen tatsächlichen Mangel hat. Ich suchte mir ein Labor und schickte meinen Urin ein. Bei einem Vitamin B 12 Mangel hat man eine erhöhte Ausscheidung von Methylmalonsäure (MMA). Obwohl ich Wochen vorher einige Vitamin-B-Komplex Spritzen wegen meiner Müdigkeit bekommen hatte, war der Wert zwar noch im grünen Bereich, aber knapp vor dem roten Bereich. Wie konnte das sein? Der Wert hätte sehr viel niedriger sein müssen. Ich googelte weiter und bestellte mir Vitamin B12, das über die Mundschleimhaut aufgenommen wird, den Magen/Darm also umgeht. 2 Monate nahm ich tägl. 2000 Mikrogramm. Nach 2 Monaten war der Wert um 1,0 gesunken. Ich hatte plötzlich wieder einen klaren Kopf. Meine Benommenheit und Müdigkeit waren weg, jedoch die Missempfindungen nicht.
Ich setzte B 12 wieder ab, nahm es nur noch hin und wieder. Meine Missempfindungen wurden stärker, mir wurde wieder so matschig im Kopf. 3 ½ Monate später machte ich wieder den Urintest. Mein MMA-Wert war um das 3fache gestiegen. Ich hatte einen schweren Vitamin-B 12 Mangel, daher auch die Missempfindungen.
Warum mein Körper kein Vitamin B-12 mehr verwerten/aufnehmen kann, weiß ich noch nicht, aber ich habe die Ursache für meine Missempfindungen und mein Benommenheitsgefühl gefunden. Ich lasse mir jetzt regelmäßig biologisches Vitamin b-12 Spritzen und es geht mir wieder richtig gut. Die Missempfindungen sind noch nicht komplett weg, aber Nerven brauchen tlw. bis zu 2 Jahren, bis sie sich wieder regeneriert haben.
Fazit: Vertraue zwar deinem Arzt, aber behalte die Augen auf. Wenn dir nicht geholfen wird oder werden kann, dann musst du dir selber helfen, so ist das leider. Mir wurde von Ärzten gesagt, dass ein Vitamin-B-Mangel hier in Deutschland nahezu ausgeschlossen sei, und außerdem wäre ich ja auch kein Vegetarier. Ja, so können Ärzte irren.....
Viele Grüße
Mupfel
[Aktualisiert am: Sa., 21 März 2015 23:10]
Mupfel