Startseite » Haarausfall bei Frauen » Forum Frauen » 7 Jahre HA - letzter Ausweg Pille?
Anzeigen: Heutige Beiträge :: Umfragen :: Beitragsnavigator
Zur Baumansicht dieses Themas wechseln Ein neues Thema erstellen Antwort abschicken
7 Jahre HA - letzter Ausweg Pille? [Beitrag #56349] :: Fri, 08.10.21 15:09 Zum nächsten Beitrag gehen
Hallo Mädels,

es tut so gut, einen Ort zu haben, an dem zugehört wird und wo man ernst genommen wird. Seit Langem bin ich schon stille Mitleserin, vor einiger Zeit war ich auch mal etwas aktiver. Dann habe ich mich wieder komplett zurück gezogen und mich mit dem Thema HA nicht mehr beschäftigt.

Jetzt habe ich den Punkt erreicht, an dem ich bereit bin, den Kampf aufzugeben. Sieben Jahre habe ich schon verloren.

Hier meine Geschichte. Mit 19 bekam ich die Valette verschrieben wegen starker Akne. Als Verhütungsmittel habe ich sie nie gebraucht, aber danach hat auch niemand gefragt. Sowieso wurde ich nie über Nutzen vs. Risiken aufgeklärt. Ich habe genetisch bedingt ein erhöhtes Thromboserisiko und hätte eine Pille der 4. Generation eigentlich gar nicht nehmen dürfen.
Geholfen hat sie jedenfalls, die Akne ging zurück, was mich natürlich auch gefreut hat. Wegen leichter Nebenwirkungen (Wassereinlagerungen, ab und an Kopfschmerzen oder leichte Übelkeit) habe ich noch ein paar andere Präparate ausprobiert (NeoEunomin, Nuva Ring), bin aber doch bei der Valette geblieben. Nach keinem Wechsel hatte ich Haarprobleme o.ä..
Mit 23 habe ich dann abgesetzt, weil ich gerade keine Beziehung hatte und sehen wollte, wie es mir ohne ging. Mein Zyklus stellte sich sofort wieder ein, die Akne kehrte mit voller Wucht zurück und dazu bekam ich starken HA. Diagnose: TE. Nach einem halben Jahr war es immer noch nicht besser, also bin ich zurück zur Valette. Rückblickend war das ein gravierender Fehler. Aber der HA hörte auf und die Akne verschwand wieder.
Zwei Jahre später stellte mich meine neue Ärztin auf das Generikum Mayra um. Zunächst hab ich mich natürlich gefreut, weil sie günstiger war. Aber Original und Generikum sind eben doch nicht 100 % identisch. Die Mayra habe ich dann noch knapp 4 Jahre genommen. Mit der Zeit wurden die Nebenwirkungen (ganz langsam, sodass man es kaum bemerkt) immer schlimmer... die Abbruchblutung wurde schwächer und kürzer, ich bekam starke Wassereinlageungen, sehr trockene Haut, Geheimratsecken und strohiges Haar (aber kein HA), Trockenheit und Schmerzen beim GV, depressive Verstimmungen, Müdigkeit, Schwäche... die Liste ist lang.
Also habe ich mich eines Tages entschlossen, wieder abzusetzen. Aber da fing der Horror erst so richtig an. Von einem Tag auf den anderen bekam ich Herzrasen und -stolpern, Panikattacken und Angstzustände, konnte mich nicht mehr konzentrieren, heftiges Schwitzen, Schlaflosigkeit, Müdigkeit und allgemeine Muskelschwäche und, ja, wieder *extremen* HA, dieses Mal mit >> 1000 Haaren pro Tag. Bei jeder Dusche hatte ich ganze Büschel in der Hand. Auch mein Zyklus meldete sich erst nach über 6 Monaten zurück. Aber ich habe mich da durch gekämpft und bin eisern geblieben.

Natürlich führte der erste Weg zum Arzt. Schnell habe ich gemerkt, dass einem dort nicht zugehört wird und sie auch gar nicht daran interessiert sind, zu helfen. Nachdem die Werte für Schilddrüse, Eisen, Östradiol und Testosteron in Ordnung waren, wurde ich nur noch belächelt. Eine Dermatologin fuhr sich durchs Haar und meinte "sehen Sie, ich verliere auch Haare". Zwei Gynäkologen sagten wörtlich zu mir: "bekommen Sie doch ein Kind". In einem Zyklus hieß es PCOS (obwohl Hormone i.O, kein Übergewicht, kein Hirsutismus), im nächsten Zyklus nicht mehr. Die meisten waren eh überzeugt, dass die Pille gar nicht der Auslöser gewesen sein KANN (steht ja auch nur aus Spaß im Beipackzettel). Eine andere Gyn wollte mir wieder die Pille verschreiben: die enthielt auch Dienogest, aber mit einem anderen Namen. Auch Endokrinologen und sogar eine Spezialklinik für endokrine Erkrankungen haben mich abgelehnt, "wir wissen ja gar nicht, wo wir anfangen sollen, zu suchen". Man wird mit seinem Leiden komplett allein gelassen.

Selbst habe ich in den vergangenen Jahren alles ausprobiert, was mir möglich war. Von NEMs über Heilkräuter, Homöopathie, Eisen, ja selbst Minoxidil habe ich zwei Jahre lang ausprobiert. Progesteron habe ich 1 Jahr genommen. Nichts hat geholfen, im Schnitt verliere ich noch immer 300 Haare täglich. Auch die übrige Körperbehaarung ist sehr ausgedünnt. Die Akne ist seit dem nicht zurück gekehrt, eher habe ich noch trockene Haut. Libido ist ein Fremdwort, an Beziehung ist nicht einmal zu denken.

Da ich einfach keinen kompetenten Arzt finde, der mit mir gemeinsam die Ursache erforscht, gebe ich jetzt auf. Dieser Zustand ist für mich einfach unerträglich geworden, ich fühle mich schon gar nicht mehr wie eine Frau. Die ständige innere Unruhe, das Schwitzen, Konzentrationsprobleme, der HA. Ich will nur noch, dass es aufhört.

Heute morgen habe ich das Rezept eingelöst, die Packung liegt vor mir auf dem Tisch. Ich sitze davor wie die Katze vor dem Mauseloch.

Es fühlt sich an wie eine vernichtende Niederlage, weil ich nicht einmal weiß, ob es nicht vielleicht schon zu spät ist.

/foren/frauen/index.php/fa/2946/0/


  • Anhang: Cation.jpg
    (Größe: 175.68KB, 614 mal heruntergeladen)

Den Beitrag einem Moderator melden

 Eine private Nachricht an diesen Benutzer verschicken  
 
Aw: 7 Jahre HA - letzter Ausweg Pille? [Beitrag #56350 ist eine Antwort auf Beitrag #56349] :: Wed, 13.10.21 23:42 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Hallo cation ,

Wie sieht denn haarmässig Deine Verwandtschaft so aus?

Sind da noch mehrere, die betroffen sind?
Du sprichst ua von Konzentrationsproblemen etc?
Sind alle anderen Krankheiten schon ausgeschlossen worden?
Wie gehst Du momentan mit der Situation um und stylst Du Deine Haare noch aufwendig oder eher so Zopf und gut is ?!

Schade, dass dieses Forum so dermassen eingeschlafen ist und Schade, dass Du sonst
Noch keine Antworten bekommen hast.

LG

Jolina




Mitte 50, AGA seit 25 Jahren . Massnahmen: , Ell Cranell,, Minox 5 %; gesunde Ernährung, Nichtraucher, wenig Alk, Cyclo -Progynova, , 1 Esslöffel Leinöl pro Tag. Die Dinge, die ich NICHT ändern kann, so annehmen, wie sie sind.!!!!!!!!!

Den Beitrag einem Moderator melden

 Eine private Nachricht an diesen Benutzer verschicken  
 
Aw: 7 Jahre HA - letzter Ausweg Pille? [Beitrag #56357 ist eine Antwort auf Beitrag #56349] :: Sat, 23.10.21 23:08 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Hallo Jolina,

vielen lieben Dank für Deine Antwort. Ja, es ist sehr schade, dass es hier so ruhig geworden ist. Aber sicher ist es auch schwierig, eine Einschätzung für andere abzugeben, wenn man selbst schon vor einem Rätsel steht.

In meiner Verwandtschaft hat niemand Haarprobleme, nicht die Frauen und ebenso wenig die Männer, nicht einmal im hohen Alter. Meine Schwester hatte selbst nach der Geburt ihres Kindes nur ganz wenig HA, auch meine Mutter hat noch volles Haar. Erbliche Faktoren würde ich also eher ausschließen.

Andere Erkrankungen wurden ebenfalls ausgeschlossen: laut Ärzten bin ich kerngesund. Keine dermatologischen Probleme, kein Eisenmangel, Herz-Kreislauf-System in Ordnung, keine Entzündungsprozesse, Schilddrüse unauffällig, keine Autoimmunerkrankung, kein Ö- oder T-Mangel, ... nur der Progesteronmangel und eine verkürzte 2. ZH. Aber wenn das die Ursache für den HA gewesen wäre, hätte mir Progesteron eigentlich helfen müssen.

Meine Haare behandle ich so schonend wie möglich. Kein aufwendiges Styling, kein Färben oder Glätten, ich verwende nur noch einen groben Kamm. Zopf oder Klammern und fertig. Offen habe ich sie zuletzt vor Jahren getragen.

Ich habe gelesen, dass in ungefähr jedem 3. Fall von CTE keine Ursache gefunden werden kann. Vielleicht ist das bei mir so, auch wenn die Pille damals der Auslöser war.

Liebe Grüße
Cation


Den Beitrag einem Moderator melden

 Eine private Nachricht an diesen Benutzer verschicken  
 
Aw: 7 Jahre HA - letzter Ausweg Pille? [Beitrag #56367 ist eine Antwort auf Beitrag #56357] :: Sat, 06.11.21 14:23 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Hallo Cation

kannst du mal deine Blutwerte einstellen, v.a. dein Östrogenwert wäre interessant. (erste und zweite Zyklushälfte)
Die Praxen müssen dir alle Blutwerte zur Verfügung stellen inkl. Referenzwerte.

Viele Grüße
lala




Alter: 40, HA in Schüben seit ca. 15 Jahren

Regime
Topical: Minox / Voltaren / Sandalore 1 x tägl
Progesteron (Utrogest) in 2ter Zyklushälfte
Estradiol transdermal
DHEA 10 mg / Tag
NEMs

Abgesetzt:
KET
Melatonin
Dutasterid 0,5 mg / alle 2 Tage
Spiro 75 mg / Tag
Pantostin 1 x Tag


Den Beitrag einem Moderator melden

 Eine private Nachricht an diesen Benutzer verschicken  
 
Aw: 7 Jahre HA - letzter Ausweg Pille? [Beitrag #56368 ist eine Antwort auf Beitrag #56349] :: Sun, 07.11.21 13:16 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Ja klar gerne. Dies sind meine aktuellsten Werte:

Bestimmt an Zyklustag 4:
Erythrozyten: 4,2 T/L (3,9 - 5,3)
Leukozyten: 6,6 G/L (4,0 - 9,0)
Thrombozyten: 215 G/L (170 - 394)
Hämoglobin: 13,4 g/dL (12,0 - 16,0)
Hämatokrit: 40,2 % (36 - 47)
MCHC: 33,3 g/dL (30 - 36)
MCH: 32,0 pg (28 - 32)
MCV: 95,9 fl (80 - 96)
Ferritin: 38 µg/L (23 - 110)***
FSH basal: 7,9 IU/L (2,0 - 9,0)
LH basal: 8,6 IU/L (2,4 - 12,6)
DHEA-S: 2054 ng/mL (450 - 2700)
17-ß-Östradiol: 71 ng/L (12,4 - 233,0)
Progesteron: 0,3 µg/L (0,2 - 1,5)
Testosteron gesamt: 0,2 µg/L (0,1 - 0,7)
Androstendion: 2,03 µg/L (0,40 - 3,40)
SHBG: 120 nmol/L (> 25)
FAI: 1,0 (< 5,5)
Prolaktin: 393 mIU/L (100 - 650)
AMH: 3,38 ng/mL (0,22 - 12,0)
TSH basal: 1,02 mU/L (0,27 - 4,20)
fT3: 3,13 ng/L (2,00 - 4,40)
fT4 13,7 ng/L (9,3 - 17,33)

*** zum Thema Ferritin: man könnte denken, dass der Wert eher niedrig ist, bei mir ist er aber immer unter 40. Mit viel Mühe habe ich ihn mal bis auf 74 µg/L bekommen, aber es hat am HA rein gar nichts verändert. Eisen liegt bei 119 µg/dL (Norm 37-145) und sieht damit gut aus.

Direkt vor dem Eisprung an ZT 12:
Östradiol: 347 pg/mL (41,0 - 398,0)
Testosteron: 0,3 ng/mL (< 0,6)
Androstendion: 2,5 ng/mL (0,5 - 3,3)

ZT 26 (ca. 8 Tage nach dem Eisprung):
Östradiol: 52 pg/mL (22,3 - 341,0)
Progesteron: 3,1 ng/mL (> 8,0)

Bewertung vom Labor: sehr frühe, sehr späte Lutealphase oder ausgeprägte Lutealschwäche.

Liest sich für mich auch so, alles in der Norm, bis auf Progesteron in der 2. ZH. Ich habe daraufhin 1 Jahr lang Utrogest 200 mg genommen. Meine 2. ZH war bis zu 18 Tage lang, sonst hat sich nichts verändert.


Den Beitrag einem Moderator melden

 Eine private Nachricht an diesen Benutzer verschicken  
 
Aw: 7 Jahre HA - letzter Ausweg Pille? [Beitrag #56369 ist eine Antwort auf Beitrag #56368] :: Sun, 07.11.21 16:36 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Hi

ich würde das Thema Eisen/Ferritin auch nicht zu hoch aufhängen. Mehr wäre besser, aber ich glaube die Ursache liegt eher im Hormonellen.
Das glaube ich bei mir auch.
Aber die Lösung ist auch nicht einfacher.

Dein Östrogenwert ist eigentlich gut, du hast sogar Eisprünge (Sei froh, hab ich durch jahrzehntelange Pilleneinnahme so gut wie nicht mehr. Auch Valette übrigens).

Darf ich fragen wie und ich welcher Form du Progesteron eingenommen hast? Oral/Vaginal? abends die 200 mg? Wie hat sich der Prog.Wert unter der Einnahme entwickelt? Die Gelbkörperschwäche ist ja zumindest eindeutig diagnostiziert.

Dein Testosteron ist auch niedrig - niedriges T soll mit Libidoverlust im Zusammenhang stehen. Nur finde mal jmd, der dir Testosteron verschreibt Wink

Und Minoxidil hat gar keinen Effekt gehabt? Wieviel Prozent und welches Präparat hast du genommen? 1-2mal täglich?

Ich hatte jahrelang mit Estradiopflastern und Utrogest Kapseln einen einigermaßen stabilen Zyklus. Allerdings kämpfe ich nun, selbst unter der Therapie, auch wieder mit niedrigen Östrogenwerten (25, Ref 20 bis 115) und zu niedrigen Prog Werten (6, Ref: > 10) und damit verbunden mit Zwischenblutungen und Haarausfall.
Ich bin 40.

Der Gyn empfiehlt mit eine Pille mit natürlichem Östrogen (Zoely). Aber da ist dann natürlich wieder ein synthetisches Gestagen drin.
Traue mich daher auch nicht dran..

VG
lala









[Aktualisiert am: Sun, 07 November 2021 16:44]




Alter: 40, HA in Schüben seit ca. 15 Jahren

Regime
Topical: Minox / Voltaren / Sandalore 1 x tägl
Progesteron (Utrogest) in 2ter Zyklushälfte
Estradiol transdermal
DHEA 10 mg / Tag
NEMs

Abgesetzt:
KET
Melatonin
Dutasterid 0,5 mg / alle 2 Tage
Spiro 75 mg / Tag
Pantostin 1 x Tag


Den Beitrag einem Moderator melden

 Eine private Nachricht an diesen Benutzer verschicken  
 
Aw: 7 Jahre HA - letzter Ausweg Pille? [Beitrag #56370 ist eine Antwort auf Beitrag #56349] :: Mon, 08.11.21 19:40 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Hallo lala,

so verwirrend und schwierig das Thema ist, am Ende denke ich auch, dass es hormonelle Ursachen hat. Selbst wenn die Werte objektiv gut aussehen, stimmen vielleicht die Verhältnisse nicht. Oder die Werte schwanken so stark, dass der Körper gar nicht mehr ins natürliche Gleichgewicht zurück findet. Bemerkenswert finde ich aber, wie häufig Betroffene die Valette genommen haben, oft jahrelang. Ich denke, dieses Gestagen richtet bei vielen einen bleibenden Schaden an.

Das Progesteron habe ich erst oral eingenommen, aber davon bekam ich Sehprobleme und Schwindel. Habe es dann die meiste Zeit vaginal genommen (abends), damit ging es besser. Mein Progesteronwert wurde nur 1x kontrolliert (um jeden Wert musste ich die Ärzte regelrecht anbetteln): an ZT 4 lag er bei 0,6 ng/mL, also doppelt so hoch wie vor der Therapie. Aber selbst bei einer Verdopplung hätte ich in der 2. Zyklushälfte noch einen Mangel gehabt. Die Ursache für eine Gelbkörperschwäche soll auch in einer gestörten Follikelreifung liegen, also wäre das Problem eher in der 1. ZH zu suchen.

Ja das T ist eher niedrig. Vielleicht müsste es höher sein? Selbst wenn es 3x so hoch wäre, läge der Wert noch in der Norm. Dazu passt auch, dass ich früher Akne hatte, jetzt gar nicht und dazu noch eher trockene Haut. Vielleicht ist das ein Faktor? Testosteron ist ja wichtig, damit aus feinen Vellushaaren dicke Terminalhaare gebildet werden. Aber man weiß es nicht, weil vor Beginn der Pilleneinnahme kein Hormonstatus gemacht wird.

Unter Minoxidil (ich habe den Schaum 1x am Abend aufgetragen, bin aber gerade nicht mehr sicher, ob 2% oder 5%) hatte ich ein ganz heftiges Shedding, das ungefähr 8 Wochen anhielt. Danach kamen die Haare, die ausgefallen waren, wieder, aber die Gesamtsituation verbesserte sich nicht, d.h. alle neuen Haare fielen viel zu früh aus. Mein Problem ist nicht, dass keine neuen Haare gebildet werden, sondern dass nur ein Teil davon terminal wird und diese zu früh ausfallen. Nach einem Jahr bekam ich dann trockene, juckende Kopfhaut und nach dem Auftragen schmerzende Augen, also habe ich es wieder abgesetzt.

Bei dir liest es sich so, als würde dein Körper durch die jahrelange Einnahme künstlicher Hormone von allein nicht mehr genug produzieren. Wie steht es denn um deinen T-Wert? Die Zoely wurde mir auch mal empfohlen. Aber das natürliche Östrogen soll gar nicht so gut vertragen werden, wie behauptet wird, und das Thromboserisiko ist ungeklärt bzw. steht im Verdacht, hoch zu sein, deswegen war das für mich auch keine Option.

Liebe Grüße
Cation


Den Beitrag einem Moderator melden

 Eine private Nachricht an diesen Benutzer verschicken  
 
Aw: 7 Jahre HA - letzter Ausweg Pille? [Beitrag #56372 ist eine Antwort auf Beitrag #56349] :: Tue, 23.11.21 17:08 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Meine Ärztin hat noch ein paar zusätzliche Werte bestimmen lassen, diesmal an Zyklustag 1:

FSH basal: 6,1 IU/L (3,5 - 12,5)
LH basal: 3,1 IU/L (2,4 - 12,6)
17-b-Östradiol: 39 ng/L (12,4 - 233,0)
Testosteron gesamt: 0,15 µg/L (0,10 - 0,70)
FAI: < 1,0 (< 5,5)
17-OH-Progesteron: 0,53 µg/L (0,3 - 1,5)
Prolaktin: 14,0 (4,7 - 30,6)
SHBG: 132 (32 - 128)
DHEA-S: 4,95 µmol/L (1,644-9,099)
Androstendion: 0,94 ng/mL (0,28 - 2,07)
ACTH: 9,3 ng/L (7,2 - 63,3)
Cortisol: 85 µg/L (48 - 195)
HGH basal: 2,3 µg/L (< 10)
IGF-1: 201 µg/L (68 - 225)
Inhibin B: 73 ng/L (10 - 250)
Insulin basal: 4,8 mU/L (5,0 - 30,0)

GPT: 11 U/L (< 35)
GOT: 19 U/L (< 35)
Gamma-GT: 15 U/L (< 40)
Alk. Phosphatase: 61 U/L (35 - 104)
Natrium: 141 mmol/L (133 - 150)
Kalium: 4,3 mmol/L (3,4 - 5,1)
Calcium: 2,4 mmol/L (2,0 - 2,6)
Phosphor anorg.: 1,23 mmol/L (0,80 - 1,60)
Zink: 0,8 mg/L (0,6 - 1,5)

25-OH-Vitamin D: 57 nmol/L (50 - 117,5)
Holo-TC: 80 pmol/L (> 50 = Vitamin B12-Mangel unwahrscheinlich. Aber - eine renale Dysfunktion (erhöhter Kreatininwert) kann zu falsch hohen Holo-TC-Werten führen)
Kreatinin: 0,8 mg/dL (< 0,9) und damit in der Norm, eher hoch
Vitamin B12: 624 pmol/L (145 - 569)


Im Gegensatz zu den letzten Messungen waren Ö+T noch niedriger (Tag 1 vs. Tag 4).
SHBG erhöht, jetzt sogar über der Norm.
Ich frage mich, ob es daran liegen könnte... SHBG muss runter, aber wie?

B12 erhöht. Ich nehme manchmal ein Multivitaminpräparat, jedoch nicht vor der Blutabnahme.
Meine Ärztin beurteilte alle Werte als in Ordnung und empfahl nur die Einnahme von Zink und Vitamin D.
Ansonsten sei sie ratlos und könne keine Ursache für den HA finden, dabei ist der gesamte Körper betroffen.

Bleibt wohl wirklich nur der Versuch mit der Pille, wenn ein Arzt nach dem anderen aufgibt Sad


Den Beitrag einem Moderator melden

 Eine private Nachricht an diesen Benutzer verschicken  
 
Aw: 7 Jahre HA - letzter Ausweg Pille? [Beitrag #56373 ist eine Antwort auf Beitrag #56372] :: Tue, 23.11.21 21:32 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Hi Cation

hmmmm.

Also Tag 1 ist wahrscheinlich nicht der optimale Zyklustag zum Testen. Bzw. Da läuft es ja erst an mit der Östrogen-Produktion...

Ich finde dein E2 (zumindest im Vgl. zu meinem Wert) nicht so schlecht. Aber wie du schon sagst, es kann ja sein, dass dein Körper einen höheren Spiegel "braucht".

Zum SHBG:
ich verstehe den ersten Wert nicht bzw. den Referenzwert (SHBG: 120 nmol/L (> 25)) da fehlt ja die Grenze nach oben ??
Hohes SHBG geht offenbar mit zu niedrigem Testosteron einher, was bei dir ja tatsächlich so ist.

SHBG ist bei mir schon lang nicht mehr untersucht worden, aber wenn, war es auch hoch oder zu hoch.

Ansonsten alles zu niedrig: E2, Prog, T,...

Ich nehme schon seit Jahren DHEA ein, weil DHEA als Vorstufe für die Testosteron- und Östrogensynthese dient.
Mein Wert ist zwar seit der Einnahme gut, auf mein E oder T hat es sich aber nicht ausgewirkt.

Der hohe SHBG Wert ist vllt ein Pillendauerschaden? I don't know.

Mich entließ die Gyn auch nur mit einem Schulterzucken mit meinen Werten. Die Werte waren zuletzt gar nicht wg. des Haarausfalls genommen worden, sondern weil ich immer schlimmer werdende Zyklusstörungen habe. Trotz Prog ab Zyklustag 11 setzen ab TZ 20 oder 21 Schmierblutungen ein und der Zyklus bricht zusammen.

Die Super Idee der Gyn war dann: ich solle die Östrogen-Pflaster mal ganz sein lassen. Ich Depp habe das befolgt. Folge: 4 Wochen später wieder mords Haarausfall (inkl. Wimpern) und natürlich keinerlei Besserung der Zyklusstörungen. Im Gegenteil.

Ich sollte dann zur Gebärmutterspiegelung / Ausschabung - um die Zwischenblutungen abzuklären.
Auf dem Überweisungsscheint steht: ...prämature Ovarialinsuffizienz. (schön, das mal zu erfahren).
Habe keinen Termin gemacht.

Stattdessen und statt das Rezept für die Pille einzulösen, habe ich diesen Zyklus folgendes im Eigenversuch gemacht:
Ich habe meine Östrogenzufuhr verdoppelt (zwei statt ein 50 µg Pflaster) und statt 2 x 200 mg Prog vaginal auf 2 x 200 mg vaginal PLUS 1 x 200 mg oral erhöht.

Und was soll ich sagen: ich hatte nun erstmals seit Anfang des Jahres einen Zyklus von 30 Tagen.

Ich mache damit jetzt weiter und schaue, was es mit den Haaren macht.

Ich hatte übrigens auch Schwindel und Übelkeit von Prog oral, aber ich nehme die orale jetzt unmittelbar vor dem Einschlafen und so geht es.

Also ist dein Prog-Wert unter vaginaler Einnahme kontrolliert worden? Ich frage mich, wie er bei oraler Einnahme gewesen wäre.
Ich werde meinen Anfang nächsten Jahres nochmal kontrollieren lassen.
Bei vaginaler Einnahme bin ich mit meinem Prog in der zweiten Zyklushälfte auch nie besonders viel höher gekommen. Aber wenigstens mal 9 oder so (jetzt 6).

Ich hatte seit Anfang 20 nur ein einziges Mal super Hormonwerte und länger keinen Haarausfall und das war während der Kinderwunschbehandlung.
Medikamente: Clomifen zur Eizellreifung und dann Ovitrell zum Auslösen des Eisprungs. Progesteronwert 23! E2 bei 297.

VG lala


















Alter: 40, HA in Schüben seit ca. 15 Jahren

Regime
Topical: Minox / Voltaren / Sandalore 1 x tägl
Progesteron (Utrogest) in 2ter Zyklushälfte
Estradiol transdermal
DHEA 10 mg / Tag
NEMs

Abgesetzt:
KET
Melatonin
Dutasterid 0,5 mg / alle 2 Tage
Spiro 75 mg / Tag
Pantostin 1 x Tag


Den Beitrag einem Moderator melden

 Eine private Nachricht an diesen Benutzer verschicken  
 
Aw: 7 Jahre HA - letzter Ausweg Pille? [Beitrag #56375 ist eine Antwort auf Beitrag #56373] :: Thu, 25.11.21 17:27 Zum vorherigen Beitrag gehen
Zitat:
Also Tag 1 ist wahrscheinlich nicht der optimale Zyklustag zum Testen. Bzw. Da läuft es ja erst an mit der Östrogen-Produktion...

Tag 1-4 wird in der Regel angegeben, um die Hormonwerte in der Follikelphase zu bestimmen. Das ist in Ordnung denke ich. So habe ich auch mal einen Vergleich zu Tag 4, an dem sonst immer getestet wurde. Es liegt kein absoluter Hormonmangel vor, E2 und T sind immer in der Norm, das ist schon mal viel wert.


Zitat:
Zum SHBG: ich verstehe den ersten Wert nicht bzw. den Referenzwert (SHBG: 120 nmol/L (> 25)) da fehlt ja die Grenze nach oben ??

Einige Labore haben nur einen unteren Grenzwert. Damals war ich noch bei einer anderen Gyn, meine Ärztin jetzt nutzt ein anderes Labor.
Ich habe viele Ärzte (inkl. Experten, die darüber publiziert haben) zum SHBG gefragt und alle sagten, dass ein hoher Wert nicht schädlich sei und auch keinen Haarausfall verursache. Aber ist das wirklich so? Warum dann der Normbereich? Und kann nicht jeder Wert potenziell schädlich sein? So wie niedriger Blutdruck besser ist als hoher - aber zu niedrig verursacht Probleme.
Allgemein gilt doch: niedrige Hormonwerte + viel Transportprotein = zu wenig freies Hormon wirkt im Zielorgan?


Zitat:
Ich nehme schon seit Jahren DHEA ein, weil DHEA als Vorstufe für die Testosteron- und Östrogensynthese dient.
Mein Wert ist zwar seit der Einnahme gut, auf mein E oder T hat es sich aber nicht ausgewirkt.

Hast du es mal mit Mönchspfeffer versucht? Der hat bei mir E und T angehoben und den Zyklus harmonisiert. Der HA blieb immerhin stabil und wurde nicht schlimmer. Nur für den Progesteronwert hilft DHEA auch nicht.


Zitat:
Der hohe SHBG Wert ist vllt ein Pillendauerschaden? I don't know.

Davon bin ich überzeugt: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16409223/


Zitat:
Ich habe meine Östrogenzufuhr verdoppelt (zwei statt ein 50 µg Pflaster) und statt 2 x 200 mg Prog vaginal auf 2 x 200 mg vaginal PLUS 1 x 200 mg oral erhöht.
Und was soll ich sagen: ich hatte nun erstmals seit Anfang des Jahres einen Zyklus von 30 Tagen.

Das ist doch schon mal ein Erfolg! Damit würde ich auch weitermachen und schauen, wie es sich entwickelt. Wir müssen uns am Ende leider selbst helfen.


Zitat:
Also ist dein Prog-Wert unter vaginaler Einnahme kontrolliert worden? Ich frage mich, wie er bei oraler Einnahme gewesen wäre.

Ja so war es, ich habe es ja nur ca. zwei Wochen oral eingenommen


Den Beitrag einem Moderator melden

 Eine private Nachricht an diesen Benutzer verschicken  
 
Zur Baumansicht dieses Themas wechseln Ein neues Thema erstellen Antwort abschicken
Vorheriges Thema: Erfahrung PRP-Behandlung bei beginnendem Haarausfall
Nächstes Thema: Umfassende Informationen für alle "Neuen" von Angie65 und Claudi
Gehe zum Forum:
  



Haarverlust bei Frauen: 3 wichtige Regeln
Auch wenn der Haarverlust nervt - Es gibt so viele schöne Dinge im Leben und viel schlimmere Sachen.


Die Wissenschaft und Medizin kann das Problem heute in den meisten Fällen NICHT wirklich lösen. Aufgeben gibt es nicht, denn ein bischen Glück gehört dazu - und die Chance auf eine Heilung wächst jeden Tag. Never give up.


Informiere Dich ! Dann bist Du ein respektierter Partner und Gesprächspartner für Deinen Arzt. Glaube nicht er weiss alles - aber trau auch nicht jedem Wort aus dem Internet. Unsere ausführlichen Beiträge findest Du unter Frauen Haarausfall Infos