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Erfolgreiche Repair-OP bei Dr. Feriduni (FUE Donor Repair) [Beitrag #160369] :: Fr, 21.01.22 18:42 Zum nächsten Beitrag gehen
Hallo zusammen,

ich habe mich neu hier angemeldet um von meiner erfolgreichen Repair-OP bei Dr. Feriduni in Belgien zu berichten. Das besondere an dem Fall ist, dass es sich bei mir um eine Repair-OP im Donor-Bereich handelt. Mit zunehmender Anzahl an FUE-Haartransplantationen nimmt ja bedauerlichereweise auch die Zahl der überstrapazierten Spenderbereiche (FUE-Overharvesting) zu. Zu diesem Thema findet man zwar viele Berichte DASS es vorkommt, aber sehr wenig was man als Betroffener tun kann. Deshalb habe ich mich entschieden, hier von meinen positiven Erfahrungen zu berichten. Aus grundsätzlichen Beweggründen möchte ich KEINE Bilder hochladen und bitte um Verständnis. Aber nun zu meiner Gesichte:

Alles begann vor ca. 6 Jahren. Ich hatte mit Ende 20 eine etwas höhere Stirn und sich abzeichnende Geheimratsecken. Da ich ansonsten volle Haare hatte, störte mich das damals sehr. Ich machte den typischen Anfängerfehler und ging nach kurzer Recherche in eine Praxis um Süddeutschen Raum. Diese ist NICHT für Haartransplantationen (HT) bekannt, es gibt keine Google-Referenzen, aber ich dachte mir - wird schon klappen. Transplantiert wurden mit damals mit FUE 2.200 Grafts. Hierbei wurde nicht nur meine Haarlinie um ca. 1 cm tiefer gesetzt und die Geheimratsecken etwas gefüllt, sondern es wurde auch deutlich in den noch noch dichten Bereich bis zur Kopfmitte hinein transplantiert. Der Vorschlag vom Arzt "Dann brauchen Sie keine 2. OP" erschien mir als uninformierter Patient schlüssig. Zu Beginn war ich mit dem Ergebnis happy. Die neue Haarlinie war nicht zu tief, aggressiv oder auffällig unnatürlich und deshalb ist es wohl auch niemandem aufgefallen. Die ersten Wochen nach der OP blieb ich zuhause (als IT-ler mit Homeoffice kein Problem), sodass ich von niemandem auf meine Haare oder Veränderung angesprochen wurde. Die ersten paar Jahre nach der OP war auch alles gut. Ich war zwar nicht 100%-ig zufrieden, aber die Veränderung war da und auch gut. In dieser Zeit hatte ich eine längere Beziehung die nichts von meiner OP wusste und auch nie auf meine Haare zu sprechen kam. Ich trug die Haare all die Jahre nach der OP auch etwas länger (Slick-Back), sodass mir auch nie aufgefallen war was das eigentliche Thema dieses Berichts ist:

Eines Tages entschied ich mich zu einem Kurzhaarschnitt mit ca. 1,5 cm Haarlänge an den Seiten. Als ich den Spiegel schaute traf es mich wie der Blitz: Der Spenderbereiche am Hinterkopf zeichnet sich deutlich ab. Wenn man bei Google "FUE Donor overharvesting" eingibt findet man viele Beispiele. Ich war zwar kein Härtefall, fühlte mich aber damit sehr unwohl und litt sehr unter den Nachwirkungen der OP. Zunächst einmal konsultierte ich die Praxis, die mich damals behandelte. Vom Arzt fühlte ich mich allerdings abgewimmelt, er sah oder wollte es nicht einsehen dass die OP nicht gut verlaufen ist. Aber vielleicht war es auch gut so ... getreu dem Sprichtwort "Wer ein Problem verursacht ist nicht immer die erste Wahl um es zu lösen".
Ich denke wir sind uns einig, dass 2.200 Grafts nicht wenig, aber auch nicht sehr viel ist und ein durchschnittler Spenderbereich (den ich mind. habe) das locker hergeben sollte um weiterhin die Haare sehr kurz zu schneiden. Nach der damaligen OP war mein Spender auch mehrere Wochen stark gerötet und tat weh, sodass ich überzeugt bin dass der Arzt nicht sauber/ordentlich gearbeitet hat. Aber wie dem auch sei ... ich kann der Praxis keine schlechte "Arbeit" beweisen und will diese deshalb auch nicht namentlich nennen. Ich finde auch sonst keine negativen Berichte über die Praxis und den Arzt, sodass ich vielleicht auch einfach Pech hatte. Wie dem auch sei - den einzigen Tipp den ich geben will: Geht in keine Praxis im süddeutschen Raum, die neben HT's auch mehrere andere Schönheits-Operationen anbietet, sondern geht zu einem Arzt der wirklich auf HT spezialisiert ist. Dann werdet ihr auch nicht an den Arzt geraten bei dem ich war.

So, weiter im Programm. Ich entschied mich dass ich diesmal zu einem Arzt gehe der auf HT spezialisiert ist, Referenzen hat und der auch Korrektureingriffe, sgt. Repair-OP's macht. So kontaktierte ich die Praxis von Dr. Feriduni. Über das Formular übersandte ich ein paar Bilder und erhielt schnell einen Beratungstermin. Auch ich kann bestätigen ... das Team und Dr. Feriduni sind super, ich fühlte mich sehr wohl und als ich Dr. Feriduni von meinem Leid berichtete merkte ich, dass er genau versteht was mein Problem ist. Ich teilte Dr. Feriduni mit dass ich aufgrund meiner negativen ersten Erfahrung mit dem Thema Haartransplantation abschließen möchte und mein Ziel ist, die natürliche Haarlinie wieder herzustellen und insbesondere den Donor-Bereich zu "reparieren". Dann untersuchte Dr. Feriduni meinen Kopf und den Spenderbereich und bestätigte mir, dass mein Haarausfall fortschreitet und inzwischen auch meine Tensur dünner wird. Vermutlich bekomme ich keine Vollglatze, aber werde sukzessive Haare verlieren sodass eines Tages der "Buzzcut" mit 1 cm Länge wohl die beste Lösung ist. Ich nehme keine Medikamente wie Finasterid und möchte das auch nicht.

Nach Abschluss der Untersuchung fiel mir ein großer Stein vom Herzen, als Dr. Feriduni sagte "Das ist nicht so schlimm, Sie sind kein Härtefall, das bekommen wir hin!".

Anschließend vereinbarte ich einen Termin. Das ging auch relativ schnell. Dr. Feriduni war gut ausgebucht, aber eine Wartezeit von 3-6 Monaten war für mich kein Problem, sodass ich zusagte.

Die Repair-OP verlief wie folgt. Zunächst einmal zeichnete Dr. Feriduni meine neue Haarlinie ein, die in meinem Fall natürlich höher liegt als die zuvor transplantierte. Interessant ist, dass diese nicht wirklich höher ist als damals bei der ersten HT. Anscheinen ist meine Haarlinie nicht/kaum weiter gewandert. Anschließend wurden die Seiten abrasiert, das Deckhaar ließen wir lang. Ich erhielt also einen "Undercut". Auch die zu entferenden Grafts unterhalt der natürlichen Haarlinie wurden kurz rasiert. Dann ging es in den OP, wo Dr. Feriduni nach der Betäubung alle Grafts unterhalb der Haarlinie via FUE entfernte. Anschließend ging es für mich auf die Bauchlage und Dr. Feriduni setzte im Donor-Bereich die sgt. "Slits". Nachdem er fertig war konnte er beziffern, wie viele Grafts insgesamt den Donor zurücktransplantiert werden müssen, um den "Schaden" zu reparieren. Da die zuvor entfernten Grafts aus der Haarlinie nicht ausreichten, extrahierten dann 2 Mitarbeiterinnen um den Bereich des alten Donors herum großflächig weitere Grafts. Das hat sicherlich auch den Vorteil, dass der Übergang zum Donor homogenisiert wird. In einem letzten Schritt setzten die Mitarbeiterinnen alle Grafts (auch die aus der Haarlinie) in den Donor-Bereich ein. Die ganze OP dauerte ca. 8 Stunden und es wurden ca. 1.200 Grafts in den Donor implantiert. Grob gerechnet wanderte also die Hälfte der Haare, die vor ein paar Jahren entommen wurden, zurück Smile. Der hohe Zeitansatz zeigt mir, dass Dr. Feriduni und das Team sehr gründlich arbeiteten.

Am nächsten Tag erfolgte in der Praxis eine Haarwäsche, Nachuntersuchung und ich fuhr mit dem Auto nach Hause. Die erste Woche musste ich auf dem Bauch schlafen, um den Donor am Hinterkopf zu schonen und keine Grafts zu verlieren. Danach konnte ich normal auf dem Rücken schlafen. Nach 3 Wochen war der Donor so gut verheilt dass nichts mehr vom Eingriff erkennbar war. Auf der Stirn waren die runden "Punches" der entnommenen Grafts für ein paar Wochen sichtbar, es wurde aber täglich besser. Lässt man die Haare etwas ins Gesicht fallen, dann fällt es keinem auf. Nach ca. 2 Monaten waren auch die letzten Rötungen weg und auch meine Stirn war komplett verheilt. Man sieht heute NICHTS mehr von den entnommenen Grafts, keine punktförmigen Narben, einfach NICHTS. Klasse! Die neuen Haare im Donor wuchsen recht schnell an, dass nach ca. 5-6 Monaten auch hier eine enorme Verbesserung erkennbar war. Selbst bei ca. 8 mm Haarlänge sehe ich fast gar nichts und jeder andere vermutlich überhaupt nicht dass hier "Haare fehlen". Die angestrebte Anwuchsrate im Donor hat also definitiv funktioniert.

Dr. Feriduni ist ein Vollprofi und kann auch "Donor-Repairs"!

Mein Plan ist, jetzt entspannt abzuwarten wie sich mein Haarausfall weiter entwickelt und irgendwann wohl auf den Buzzcut – der Dank Feriduni jetzt wieder möglich ist – zurückzugreifen. Vielleicht müssen irgendwann noch ein paar Grafts entfernt werden, sollte meine Haarlinie weiter zurückweichen und nur noch die transplantierten übrig bleiben. Aber jetzt weiß ich ja was hier getan werden kann und dass es spurlos entfernt werden kann.

Was möchte ich anderen Betroffenen mit auf den Weg geben: Ich habe Lehrgeld gezahlt, kann mit weniger/kurzen Haaren aber inzwischen sehr gut leben und konnte mit dem Thema abschließen. Wenn auch Ihr Opfer einer schlechten HT wurdet und einen überstrapazierten Donor-Bereich habt - es gibt eine Lösung - auch wenn man zu dem Thema kaum Erfahrungsberichte findet. Die Kosten für die OP lagen übrigens im üblichen Bereich bei Dr. Feriduni und waren mir jeden Cent wert.

PS: Sicherlich hätte man den Donor auch mit dieser Haarpigmentierung verbessern können. Aber ich wollte es schon mit echten Haaren haben Smile


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Aw: Erfolgreiche Repair-OP bei Dr. Feriduni (FUE Donor Repair) [Beitrag #160382 ist eine Antwort auf Beitrag #160369] :: Sa, 22.01.22 20:24 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Hallo zusammen,

noch eine Ergänzung zu meinem Threat. Ihr sehr ganz klar, dass sich der Bericht an Leute richtet die mit dem Ergebnis Ihrer FUE-Haartransplantation nicht zufrieden UND sich die Sache anders überlegt haben.

Es kommt durchaus vor, dass Patienten den Eingriff bereuen (warum auch immer) und die ihre Haartransplantation rückgängig machen wollen. Wäre mein erster Eingriff besser verlaufen, wäre meine Einstelung vielleicht eine andere.

Wie ich lernen durfte, kann man hier viel erreichen. Dr. Feriduni erzählte mir im Gespräch, dass er auch schon Patienten hatte bei denen deutlich mehr Grafts wieder entfernt wurden als bei mir. Ich war also sicherlich nicht der erste, dem er geholfen hat.

Ich finde es wichtig und gut, dass es auch Ärzte gibt die Haartransplantationen möglichst rückgänig machen können und dies anbieten. Sicherlich bin ich nicht der einzige, der so darunter leidet dass das Geld sekundär wird...

Eines kann ich Euch sagen - wenn man mit dem Ergebnis der HT unzufrieden ist sehnt man sich den Tag zurück, der vor der OP lag - um dann abzusagen Shocked

Mit zunehmender Zahl an durchgeführten OP's steigt sicherlich auch die Zahl der Patienten mit schlechten Ergebnissen. Da scheint es mir nur logisch, dass es auch in Zukunft mehr Ärzte gibt die Repair-OP's anbieten, getreu dem Motto: "Bereuen auch Sie den Eingriff - bei uns wird Ihnen geholfen". Wir werden sehen, wohin die Reise geht.

Macht's gut!


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Aw: Erfolgreiche Repair-OP bei Dr. Feriduni (FUE Donor Repair) [Beitrag #160666 ist eine Antwort auf Beitrag #160369] :: Fr, 11.02.22 17:17 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Danke für deinen Bericht.
Sicherlich für einige sehr interessant und hilfreich.


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Aw: Erfolgreiche Repair-OP bei Dr. Feriduni (FUE Donor Repair) [Beitrag #163830 ist eine Antwort auf Beitrag #160382] :: Do, 29.09.22 12:15 Zum vorherigen Beitrag gehen
Danke für den Beitrag
Hättest du eventuell. Auch fotos ?
Liebe Grüße


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