Finasterid (Propecia) auch bei Männern über 40 mit Haarausfall wirksam

Contents[Hide]

Auch Männer jenseits des 40. Lebensjahres mit androgenetischer
Alopezie können mit Finasterid (Propecia) Haarausfall verhindern. Dies belegt eine 2003 in der
internationalen Fachzeitschrift European Journal of Dermatology veröffentlichte Studie.


Die Wirksamkeit von Finasterid bei 18- bis 41-jährigen Männern mit
androgentischer Alopezie steht dank mehrerer klinischer Studien außer Zweifel. In bis zu
fünf Jahre dauernden Studien wurde gezeigt, dass durch eine Behandlung mit Finasterid die
Zahl der Haare zunehmen und sich zugleich das Wachstum der Haare verstärken kann. Einem
weiteren Haarverlust kann durch Finasterid langfristig vorgebeugt werden. Doch auch
ältere Männer mit androgenetischer Alopezie können einer Glatze vorbeugen. Denn wie
eine kontrollierte Multizenterstudie aus den USA zeigt, kann sich Haarausfall mit Hilfe
von Finasterid auch in fortgeschrittenem Lebensalter erfolgreich verhindern lassen.

1. Deutlich höhere Haardichte mit propecia

An der Studie nahmen 424 Männer im Alter von 41 bis 60 Jahren mit
einer androgenetischen Alopezie, überwiegend im Scheitelbereich, teil. Die Patienten
wurden randomisiert und doppelblind mit Finasterid (1 mg) oder mit Plazebo behandelt.
Bereits nach sechs Monaten war der Haarwuchs bei den mit Finasterid behandelten Männern
gegenüber Plazebo signifikant stärker (p<0,001). Wie Übersichtsaufnahmen des
Kopfhaares belegen, nahm die Haardichte unter Finasterid deutlich zu. Bereits nach sechs
Monaten und anhaltend bis zum Studienende waren die Unterschiede signifikant. Je länger
die Behandlung andauerte, umso stärker unterschied sich der Haarwuchs der Patienten der
Verum- und der Plazebogruppen. Nach 24 Monaten wurde das Haarwachstum bei 39% der Männer
der Finasteridgruppe, doch lediglich bei 4% der Männer der Plazebogruppe als gebessert
eingestuft. Analog verschlechterte sich der Haarverlust bei nahezu jedem vierten Mann der
Plazebogruppe (23%), während dies unter der Finasteridbehandlung lediglich bei 6% der
Männer der Fall war.

2. Mit Finasterid behandelte Männer mit sich selbst zufriedener

Eine weitere Bestätigung der guten Wirksamkeit von Finasterid gab
sowohl das subjektive Urteil der Patienten als auch die klinische Bewertung durch die
Ärzte wieder. Bereits zum ersten Messzeitpunkt nach sechs Monaten berichteten die mit
Finasterid behandelten Männer über ein verbessertes Haarwachstum. Außerdem waren die
Männer der Verumgruppe mit ihrem Erscheinungsbild signifikant zufriedener als die
Männer, die Plazebo erhalten hatten (p=0,037).

Auch die behandelnden Ärzte bestätigten, dass die Männer von der
Behandlung mit Finasterid profitierten. So wurde der Haarwuchs am Ende der zweijährigen
Studie von den Experten bei nahezu zwei Drittel der Männer (60%) als verbessert
eingestuft (Plazebo 36%).

Die Behandlung mit Finasterid wurde gut vertragen und die Häufigkeit
von Nebenwirkungen unterschied sich unter Verum nur wenig von Plazebo. Auch die Zahl der
Männer, die die Studie aufgrund von unerwünschten Wirkungen vorzeitig abbrachen, war mit
2,4% unter Finasterid ebenso gering wie unter Plazebo (2,9%).

Quelle: Whiting DA: Efficacy and tolerability of finasteride 1 mg
in men aged 41 to 60 years with male pattern hair loss. European Journal of Dermatology
2003; 13; 150-60.