Thymuskin - Studie Alopecia diffusa

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1. Studie Alopecia diffusa

 

Abschließender Bericht zur Behandlung der Alopecia diffusa bei der Frau mit dem Lokaltherapeutikuro Thymu-Skin

Universitäts-Frauenklinik Heidelberg Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie
Leiter: Prof. Dr. med. B. Runnebaum

1. Einleitung

Im Rahmen einer Therapie der Alopecia diffusa bei der Frau kommen zahlreiche Medikamente (z.B. Cyproteronacetat, Chlormadinonacetat, östrogenhaltiges Haarwasser) und Wirksubstanzen (z.B. Vitamine, Minepalstoffe) zum Einsatz. Da für öst rogenhalt ige Arzneimittel in einigen Fällen Kontraindikationen bestehen und es nicht selten zu Nebenwirkungen kommt, ist das Interesse an wirksamen, leicht anwendbaren und nebenwirkungsarmen bzw. -freien Präparaten groß. Hierzu zählt das Präparat Thymu-Skin, das in einer klinischen Studie bei der Behandlung von Patientinnen mit akutem Haarausfall untersucht wurde.

2. Material und Methoden 2.1 Patientenkollektiv

Patientengut: In einer klinischen Studie wurde die Wirksamkeit von Thymu-Skin bei 28 Patientinnen mit Haarausfall (Alopecia diffusa, female pattern) untersucht. Die jüngste Patientin war 17, die älteste 79 Jahre alt (Mittelwert 31,2 Jahre, Mediän 27 Jahre). Von den 28 Frauen brachen 2 die Behandlung nach 3 Monaten, 5 nach 6 Monaten und 2 nach 9 Monaten ab, so daß bei Abschluß der Studie noch 19 Patientinnen im Kollektiv waren (s. Therapie abbruch und Tabelle 3).

Anamnesedauer: Der Zeitpunkt des Beginns des Haarausfalls lag zwischen 3 Monaten und 14 Jahren vor Therapiebeginn, die mittlere Anamnesedauer betrug 5,6 Jahre.

2.2 Untersuchungsgang

  • Ätiologie:
    Vor Behandlungsbeginn wurden endokrine Funktionsstörungen (Hyperprolaktinämie, Hyperandrogenämie, Schilddrusenfunktionsstörungen), allgemeine Infektionen, Autoimmunerkrankungen sowie Erkrankungen der Kopfhaut, die zu Haarausfall führen können, ausgeschlossen. Bei Patientinnen mit Eisenmangel (N=8) bzw. Zinkmangel (N=9) und bei Patientinnen mit erniedrigtem Ferrit inspiegel (N=3) wurde vor der Anwendung von Thymu-Skin eine entsprechende Substitutionstherapie durchgeführt. Eine medikamentöse oder toxisch bedingte Alopezie lag in keinem der Fälle vor.
  • Haarstatus:
    Eine Einteilung des Haarausfalls in Schweregrade (z.B. nach Ludwig bzw. WHO-Einteilung) erfolgte in diesem Teil der Studie nicht. Vielmehr wurden die Haarfarbe, Haarstruktur, chemische oder mechanische Einflüsse (z.B. Dauerwelle) und der Ausgangsbefund dokumentiert und photographisch festgehalten.

2.3 Beurteilung des Therapieerfolges

Die Patientinnen wurden für die Dauer eines Jahres in Abständen von 3 Monaten zu Kontrolluntersuchungen in die Hormonsprechstunde der Frauenklinik Heidelberg einbestellt. Hier wurden jeweils das Allgemeinbefinden erfragt und der Haarstatus erhoben. Der Therapieerfolg wurde anhand der folgenden Kriterien bewertet.

2.3.1 Objektive Kriterien Quantität des Haarausfalls:

  • Die Zahl der taglich ausgefallenen Haare wurde vor und während der Therapie ermittelt (von den 28 Frauen zählten jedoch nur 19 regelmäßig).
  • Von Haarausfall kann definitionsgemäß erst ab einem täglichen Haarverlust von 100 Haaren und mehr gesprochen werden. Bei Patientinnen mit deutlich gelichtetem Haar im Zentroparietatbereich wurde bereits ein täglicher Haarausfall von 50 Haaren als pathologisch gewertet.
  • Die Patientinnen wurden darauf hingewiesen, daß bei der Haarwäsche normalerweise vermehrt Haare ausgehen. Daher wurde die Zahl der ausfallenden Haare Über einen Zeitraum von ca. 10 "haarwäschefreien" Tagen in jeweils 3 Monaten ermittelt.

Photodokumentation

Es wurden bei jeder Kontrolluntersuchung (d.h. im Abstand von 3 Monten) Aufnahmen der folgenden Regionen des Kopfes gemacht:

  • Stirn-Haar-Grenze
  • Zentroparietalbereich (Scheitelregion)
  • Schläfenregion (Geheimratsecken)
  • Ggf. Nackenregion und andere Bezirke

2.3.2 Subjektive Kriterien

Subjektives Empfinden der Patientin und Beurteilung durch den Untersueher;

  • Besserung
  • Keine Veränderung
  • Verschlechterung

3. Ergebnisse

Angaben zur Quantität des täglichen Haarverlustes lagen vor Therapiebeginn nur bei 19 Patientinnen vor. Daher wurde die Beurteilung des Therapieerfolges zum einen anhand subjektiver Kriterien (Tab. 2), zum anderen anhand der Anzahl der täglich ausgefallenen Haare ermittelt (Tab. l).

Tabelle 1: Behandlung von diffuser Alopezie bei der Frau mit Thymu-Skin Haarshampoo und Haarkur: durch quantitative Erfassung des Haarausfalls (jeweils In Bezug auf den Ausgangswert) ermittelter Therapieerfolg bei 19 Patientinnen nach drei- bis 12monatiger Behandlungsdauer.

Behandlungsdauer
Therapieerfolg 3 Monate 6 Monate 9 Monate 12 Monate
Besserung 12/19 16/18 10/15 12/14
Keine Besserung 5/19 2/18 2/15 1/14
Verschlechterung 2/19 - 3/15 1/14

 

Tabelle 2: Behandlung von diffuser Alopezie bei der Frau mit Thymu-Skin Haarshampoo und Haarkur: anhand subjektiver Kriterien ermittelter Therapieerfolg bei 28 Patientinnen.

  Behandlungsdauer

Gesamt-
erfolg

Therapieerfolg 3
Monate
6 Monate 9 Monate 12
Monate
Besserung 19/28 19/26 15/21 17/19 20/28
Keine Besserung 6/28 5/26 3/21 1/19 7/28
Verschlechterung 3/28 2/26 3/21 1/19 1/28

Nebenwirkungen:

Während der Anwendung von Thymu-Skin kam es bei zwei Patientinnen zu einer Seborrhoe, die nach 3 Monaten zu einem Absetzen des Präparates führten.

Therapieabbruch: (s. Tabelle 3)

Von insgesamt 28 Patientinnen, die in die Studie aufgenommen wurden, brachen 2 die Behandlung wegen einer Seborrhoe mit Schuppenbildung nach 3 Monaten ab (bei einer der beiden Patientinnen war bereits eine Besserung des Haarausfalls eingetreten). Nach 6 Monaten unterbrachen weitere 5 Patientinnen die Studie, da sie entweder keinen zufriedenstellenden Erfolg sahen (N=3) bzw. ihnen die Anwendung des Präparates zu aufwendig erschien (N=2). Wiederum 2 Patientinnen stellten sich zur 4. Kontrolluntersuchung nach 12 Monaten nicht mehr vor, da der Anfahrtsweg für sie zu weit war. Somit haben 5 von 9 Patientinnen die Therapie frühzeitig abgebrochen, obwohl es zu einer Besserung des Haarausfalls durch Thymu-Skin gekommen war.

Tabelle 3: Behandlung von diffuser Alopezie bei der Frau mit Thymu-Skin Haarshampoo und Haarkur: anhand subjektiver Kriterien ermittelter Therapieerfolg bei 9 Patientinnen, die die Behandlung frühzeitig abgebrochen haben.

Behandlungsdauer      

Gesamt-
erfolg
Therapieerfolg 3 Monate 6 Monate 9 Monate
12 Monate
Besserung 1/2 2/5 2/2   5/9
Keine Besserung 1/2 3/2 - - 4/9
Verschlechterung - - - - -

 

4. Zusammenfassung

Thymu-Skin hat sich als wirksames Präparat bei der Behandlung der Alopecia diffusa bewährt. Ein Therapieerfolg im Sinne einer Normalisierung des vermehrten Haarausfalls konnte durch die Anwendung von Thymu-Skin Haarshampoo und Haarkur bei 71% der Patientinnen verzeichnet werden. 25% der Frauen gaben keine nennenswerte Veränderung an, und bei einer Patientin (4%) kam es zu einer Verschlechterung des Haarausfalls.