Zunächst mal zum sogenannten Öko-Zeug:
KPU ist eine Stoffwechselerkrankung, die mit hohen Vitamin B-Dosierungen und Zink, Magnesium zur Unterstützung der Verstoffwechselung behandelt wird. Die Stoffwechslanomalie besteht darin, daß der Organismus Vitamin B (speziell B6) nicht so verarbeiten kann, wie es normalerweise möglich wäre. Die Folge dieser Nichtverarbeitung ist eine Kettenreaktion, die mit einer Streßinresistenz beginnt und irgendwann bei Haarausfall endet. Die genauen biochemischen Vorgänge habe ich schon x-mal erläutert. Erschöpfung der Nebennierenrinde, Kortisonmangel etc. Das hat nichts mit Öko zu tun, sondern mit Biochemie und die Kenntnis über die Stoffwechselvorgänge.
DCP ist ein Verfahren, was einfach darauf beruht, daß die weißen Blutkörperchen von den Haarwurzeln abgelenkt werden sollen und sich auf das Kontaktexzem konzentrieren sollen. Das gleiche Problem besteht bei künstlicher Kortisonzufuhr. Wenn der Körper vorübergehend nicht in der Lage ist, das Kortison selbst zu produzieren, wird es von außen gegeben. Der Effekt: irgendwann produziert er einfach kein Kortison mehr, auch wenn er es könnte. Über die Nebenwirkungen von künstlichen Kortisongaben schweige ich mich besser aus.
Ich beobachte und betreue seit Jahren AA-Fälle. Ich habe meine AA längst unter Kontrolle (bzw. ich habe keine mehr), ganz ohne Kortison und DCP. Mit ein bißchen Systematik und der Beschäftigung mit den biochemischen Zusammenhängen ist das alles erklärbar. Wer DCP- oder kortisonbelastet ist, und sie wieder ausfallen, wird kaum Chancen haben, die Haare wiederzubekommen.
Eine Bekannte von mir bereut es seit heute, daß sie sich wieder auf Kortison verließ. Es ging zwei oder dreimal gut, und jetzt hat sie den totalen Kahlschlag. DCP-Leute sind kaum noch therapierbar, wenn die DCP-Therapie nicht anschlägt.
Dogbert
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