Ich gehe jetzt nicht auf jeden einzelen Beitrag ein, sondern versuche zusammenfassend zu antworten.
Eines sollte ohnehin klar sein: die Panik sitzt im Nacken. Das ist völlig normal. Daß man verschiedene Richtungen ausprobiert, ist auch normal. Nur sollte man nicht unbedacht mit Medikamenten hantieren. Daß die meisten Ärzte nichts wissen, zumindest auf so komplexen Gebieten wie Stoffwechsel und verwandte Disziplinen, sollte auch langsam klar sein.
Die oben erwähnten acht Leute sind vom Fach und dementsprechend war auch das Niveau und die Besucheranzahl im Forum. Es wurden regelmäßig Werte im Rahmen des Machbaren gedeutet. Bei zeitweilig acht Leuten läßt sich diese Arbeit auch leichter verteilen.
Ein Anspruchsdenken kam erst gar nicht auf. Irgendwer hatte schon reagiert. Dann kam eine bestimmte Person, die damals nur die Diagnose "AGA" kannte und dazu "passende" Medikamente vorstellte (natürlich ohne Hinweis auf Nebenwirkungen). Irgendwo greifen sich dann Leute, die wirklich täglich damit zu tun haben, am Kopf, wenn sie dann mitlesen müssen, wie die Meute auf diese Person anspringt. SD-Werte-Deuten konnte diese Person nicht, und wenn, waren die Deutungen noch unzureichend bis falsch. Da ist doch verständlich, daß die Leute, die wirklich Bescheid wissen, sich die Augen verdrehen und sich denken... "Na, macht mal weiter ." Die höchstwahrscheinlichste und meist richtige Diagnose hatten wir längst. Aber nein... da werden munter irgendwelche obskuren Smarties weitergeschluckt, und als gar nichts mehr ging, kommen sie mitunter mit neuem Nicknamen reumütig zu denen gekrochen, die von Anfang an recht hatten. Damit konnte man aufgrund der Menge der Bescheidwissenden aber gut leben. Leute, die von Erfolgen berichten konnten, wurden so zur Sau gemacht, daß sie sich kaum noch trauten, davon zu berichten.
Heute sieht das hier ganz anders aus. Es gab eine globale Aufforderung, einfach mal die Werte einzustellen. Daraus entwickelte sich ein Anspruchsdenken.
Vorher lief das anders ab:
Man kannte die Vorgeschichten, kannte auch einigermaßen die Leute, ihren Allgemeinzustand, Lebensgewohnheiten, und wenn dann ein Verdacht aufkam, wurde darum gebeten, die Laborwerte einzustellen. Die Werte für sich alleine lassen bis auf wenige Ausnahmen keine Rückschlüsse zu. Wenn ein Wert aus dem Referenzbereich fällt und der damit korrelierende Wert auch, ist das kein Drama. Es gibt genetisch bedingte Faktoren, die einfach so sind, ohne daß sie behandlungsbedürftig wären. Erst der Zusammnenhang läßt erkennen, wo die Schwachpunkte liegen. Aus dem Grunde ist die Ausschlußdiagnostik so wichtig.
Beispiel KPU.
KPU-ler haben in den meisten Fällen auch SD-Störungs-Symptome. Die Frage ist jetzt: ist es wirklich die SD oder ist eine Folge einer möglicherweise vorhandenden KPU? Gleiches gilt für PCO, Adipositas etc. pp. Speziell bei Adipositas denkt man an die SD und liegt damit fast immer richtig.
Der Haarausfall kann ein Begleitsymptom sein, aber niemals die Ursache selbst. Es macht somit keinen Sinn, da Medikamenten zu suchen, die dem Haarausfall direkt bekämpfen könnten. Bei Propecia (Finasterid) handelt es sich um ein Prostatamedikament, mit der Nebenwirkung Haarwuchs.
Patienten, die Finasterid über einen längeren Zeitraum einnahmen, berichteten vereinzelt über erhöhte Werte des Leberenzyms Gamma-GT. Im Rahmen narzisstischer Persönlichkeitsstörungen (Dorian-Gray-Syndrom) kann das Verlangen nach Finasterid und die mit der Einnahme verbundenen Hoffnungen übersteigert sein, und ist in diesem Falle lediglich Symptom der zugrundeliegenden Störung. Das Dorian-Gray-Syndrom bezeichnet eine Zeiterscheinung, die durch die seelische Unfähigkeit zu altern und zu reifen, durch Ablehnung der eigenen Gestalt (Dysmorphophobie) und durch exzessiven Gebrauch sogenannter Lifestyle-Angebote der Medizin gekennzeichnet ist. Man sollte vorsichtig sein, Rat von bekennenden Narzissten anzunehmen. Näheres kann man bei wikipedia erfahren.