Aw: Hilfe. Jemand da? [Beitrag #224049 ist eine Antwort auf Beitrag #224048] :: Mo., 19 März 2012 03:10 
Hi,
ad A: Nein, ein seborrhoisches Ekzem verursacht normalerweise keinen relevanten Haarausfall, schon gar keine Kahlheit.
ad B: beim anlagebedingten Haarausfall ist ges umgekehrt gerade typisch, dass die Haare an den Seiten verschont bleiben, wohingegen sie am Oberkopf ausfallen. Das heisst aber nicht, dass nicht zeigleich zum erblichen Haarausfall auch ein diffuser Haarausfall vorliegen kann, welcher das gesamte Kopfhaar betrifft.
ad C: man kann es nur im Allgemeinen therapieren, so dass es verschwindet oder sich stark vermindert, ein einfluss auf Haarausfall ist damit dann nicht mehr gegeben, aber ohnehin gering. Mittel der Wahl: ein topisches Antimykotikum wie Ketokonazol in Shampooform, oder auch Ciclopiroxolamin wie in Stieproxal, oder Zinkpyrithion wie in Head & Shoulders. In ausgeprägten oder hartnäckigen Fällen kann eine topische Kortisonbehandlung notwendig werden.
ad D: Da muss ich persönlich passen. Ich habe ein seborrhoisches Ekzem (hartnäckig seit Jahren) oder aber eine Psoriasis, es ist nicht sicher, aber ausser trockener Schuppung, Rötung und Juckreiz kenne ich keine Deiner Symptome.
ad E: Siehe oben. Nach gesicherter Diagnose mit einem topischen Antimykotikum behandeln, nach 2 Wochen sollten alle Symptome weg oder gemildert sein.
ad F: Zuerst gehört sich eine vernünftige Diagnostik. Ist ein seborrhoisches Ekzem sicher diagnostiziert? Erzähle mal mehr vom Haarausfall, sind Geheimratsecken vorhanden, Tonsur eventuell, Haare im Frontbereich dünner?
Gruß
Andy
ad A: Nein, ein seborrhoisches Ekzem verursacht normalerweise keinen relevanten Haarausfall, schon gar keine Kahlheit.
ad B: beim anlagebedingten Haarausfall ist ges umgekehrt gerade typisch, dass die Haare an den Seiten verschont bleiben, wohingegen sie am Oberkopf ausfallen. Das heisst aber nicht, dass nicht zeigleich zum erblichen Haarausfall auch ein diffuser Haarausfall vorliegen kann, welcher das gesamte Kopfhaar betrifft.
ad C: man kann es nur im Allgemeinen therapieren, so dass es verschwindet oder sich stark vermindert, ein einfluss auf Haarausfall ist damit dann nicht mehr gegeben, aber ohnehin gering. Mittel der Wahl: ein topisches Antimykotikum wie Ketokonazol in Shampooform, oder auch Ciclopiroxolamin wie in Stieproxal, oder Zinkpyrithion wie in Head & Shoulders. In ausgeprägten oder hartnäckigen Fällen kann eine topische Kortisonbehandlung notwendig werden.
ad D: Da muss ich persönlich passen. Ich habe ein seborrhoisches Ekzem (hartnäckig seit Jahren) oder aber eine Psoriasis, es ist nicht sicher, aber ausser trockener Schuppung, Rötung und Juckreiz kenne ich keine Deiner Symptome.
ad E: Siehe oben. Nach gesicherter Diagnose mit einem topischen Antimykotikum behandeln, nach 2 Wochen sollten alle Symptome weg oder gemildert sein.
ad F: Zuerst gehört sich eine vernünftige Diagnostik. Ist ein seborrhoisches Ekzem sicher diagnostiziert? Erzähle mal mehr vom Haarausfall, sind Geheimratsecken vorhanden, Tonsur eventuell, Haare im Frontbereich dünner?
Gruß
Andy
[Aktualisiert am: Mo., 19 März 2012 03:12] vom Moderator
Aw: Hilfe. Jemand da? [Beitrag #224052 ist eine Antwort auf Beitrag #224048] :: Mo., 19 März 2012 09:43 
Aw: Hilfe. Jemand da? [Beitrag #224135 ist eine Antwort auf Beitrag #224049] :: Di., 20 März 2012 00:01 
Aw: Hilfe. Jemand da? [Beitrag #224136 ist eine Antwort auf Beitrag #224052] :: Di., 20 März 2012 00:08 
Aw: Hilfe. Jemand da? [Beitrag #224139 ist eine Antwort auf Beitrag #224048] :: Di., 20 März 2012 00:47 
Hi,
zumindest der erbliche Haarausfall ist beim Mann im Grunde eine reine Blickdiagnose, und die ist auch zuverlässig, jedenfalls beim häufigsten Lichtungsmuster nach Norwood, zu diesem gehörst nach Deinen Schilderungen auch Du. Weiterhin kann ein Trichogramm oder moderner ein Trichoscan Aufschluss darüber geben, ob im Betroffenen Bereich tatsächlicher ein erhöhter Haarausfall/Haarwechsel stattfindet, bzw. wie ausgeprägt er schon ist. Das erkennt man Anhand der Verteilung von Haaren in der Anagen (?Wachstums) und Telegon(Ruhe/Ausfallphase)-phase. Hieraus lässt sich dann ungefähr der Verlauf in den nächsten Monaten abschätzen. Aber wie gesagt, Blickdiagnose genügt, der Nutzen eines Trichogramms ist IMHO zweifelhaft, denn was nützt einem in der Praxis diese Erkenntnis?
Weiterhin kann man diverse Blutwerte untersuchen um der Ursache eines diffusen Haarausfalls auf die Spur zu kommen (Eisen, Zink, etc., das müsste der Arzt wissen).
Ja, Du kannst Dir alle diese Mittel rezeptfrei in der Apotheke kaufen, bis auf Kortisonzubereitungen, die sind rezeptpflichtig, jedenfalls die, die was bringen
Du hast, wenn es sich wirklich um ein seborrhoisches Ekzem handelt, eine grosse Chance auf völlige Heilung, in der Regel aber auf jeden Fall eine deutliche Minderung. Aber Du wirst es dauerhaft behandeln müssen, damit es nicht wieder aufflammt.
Nein, das kann man meiner Meinung nach nicht, auch ein geübter Arzt kann z.B. ein seborrhoisches Ekzem mit einer Psoriasis verwechseln. Da sollte noch mehr gemacht werden, z.B. mal die Schüppchen unter dem Mikroskop betrachten. Aber genau kenne ich mich da in der Diagnostik nicht aus. Blickdiagnose ist jedenfalls zu wenig. Hat er Dir auch mal auf die Kniescheiben, die Gesässfalte und die Ellbogen geschaut? Sind die auch betroffen oder gerötet etc.? Dann kann es eine Psoriasis sein, und die spricht auf Antimykotika kaum an.
So wie Du es schilderst, hast Du erblichen Haarausfall im Anfangstadium,das heist, Du wanderst langsam von Norwood 1 (volles Haar, "juveniler Haaransatz" in Richtung Norwood 2 oder 3.
Finasterid 1 mg oral eventuell kombiniert mit Minoxidil 5 % topisch ist jetzt das Mittel der Wahl, um weitere Rezession zu verhindern.
Gruß
Andy
zumindest der erbliche Haarausfall ist beim Mann im Grunde eine reine Blickdiagnose, und die ist auch zuverlässig, jedenfalls beim häufigsten Lichtungsmuster nach Norwood, zu diesem gehörst nach Deinen Schilderungen auch Du. Weiterhin kann ein Trichogramm oder moderner ein Trichoscan Aufschluss darüber geben, ob im Betroffenen Bereich tatsächlicher ein erhöhter Haarausfall/Haarwechsel stattfindet, bzw. wie ausgeprägt er schon ist. Das erkennt man Anhand der Verteilung von Haaren in der Anagen (?Wachstums) und Telegon(Ruhe/Ausfallphase)-phase. Hieraus lässt sich dann ungefähr der Verlauf in den nächsten Monaten abschätzen. Aber wie gesagt, Blickdiagnose genügt, der Nutzen eines Trichogramms ist IMHO zweifelhaft, denn was nützt einem in der Praxis diese Erkenntnis?
Weiterhin kann man diverse Blutwerte untersuchen um der Ursache eines diffusen Haarausfalls auf die Spur zu kommen (Eisen, Zink, etc., das müsste der Arzt wissen).
Ja, Du kannst Dir alle diese Mittel rezeptfrei in der Apotheke kaufen, bis auf Kortisonzubereitungen, die sind rezeptpflichtig, jedenfalls die, die was bringen
Du hast, wenn es sich wirklich um ein seborrhoisches Ekzem handelt, eine grosse Chance auf völlige Heilung, in der Regel aber auf jeden Fall eine deutliche Minderung. Aber Du wirst es dauerhaft behandeln müssen, damit es nicht wieder aufflammt.
Nein, das kann man meiner Meinung nach nicht, auch ein geübter Arzt kann z.B. ein seborrhoisches Ekzem mit einer Psoriasis verwechseln. Da sollte noch mehr gemacht werden, z.B. mal die Schüppchen unter dem Mikroskop betrachten. Aber genau kenne ich mich da in der Diagnostik nicht aus. Blickdiagnose ist jedenfalls zu wenig. Hat er Dir auch mal auf die Kniescheiben, die Gesässfalte und die Ellbogen geschaut? Sind die auch betroffen oder gerötet etc.? Dann kann es eine Psoriasis sein, und die spricht auf Antimykotika kaum an.
So wie Du es schilderst, hast Du erblichen Haarausfall im Anfangstadium,das heist, Du wanderst langsam von Norwood 1 (volles Haar, "juveniler Haaransatz" in Richtung Norwood 2 oder 3.
Finasterid 1 mg oral eventuell kombiniert mit Minoxidil 5 % topisch ist jetzt das Mittel der Wahl, um weitere Rezession zu verhindern.
Gruß
Andy
Aw: Hilfe. Jemand da? [Beitrag #224154 ist eine Antwort auf Beitrag #224136] :: Di., 20 März 2012 10:40 
Aw: Hilfe. Jemand da? [Beitrag #224813 ist eine Antwort auf Beitrag #224139] :: Di., 27 März 2012 15:12 
Aw: Hilfe. Jemand da? [Beitrag #224818 ist eine Antwort auf Beitrag #224048] :: Di., 27 März 2012 15:47 
Aw: Hilfe. Jemand da? [Beitrag #225173 ist eine Antwort auf Beitrag #224818] :: Fr., 30 März 2012 02:54
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