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follikuläres Targeting [Beitrag #43194] :: Mo., 02 Oktober 2006 22:15 Zum nächsten Beitrag gehen
Ist zwar von Haarerkrankungen.de, aber das ist glaub ich mittelfristig die Zukunft, was Therapieformen der AGA angeht...

Ende März 2006 fand in Aachen das 5. Treffen der Arbeitsgruppe "Dermatologie-Endokrinologie" der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Forschung (ADF e.V.) statt. Dort berichtete Fr. Prof. Ulrike Blume-Peytavi aus Berlin über das Verfahren des "follikulären Targetings" als zukünftigen Ansatz in der Haarbehandlung. Anwendung könnte diese Art der Therapie z.B. in der Behandlung des anlagebedingten Haarausfalls (androgenetische Alopezie, AGA) finden. Eine Zusammenfassung des Vortrages wurde aktuell in der Fachzeitschrift "Der Deutsche Dermatologe" veröffentlicht.

Äusserliche Behandlungen der AGA sind oft dadurch erschwert, dass der Wirkstoff den Haarfollikel in der Tiefe erreichen muss, um auch wirksam zu sein. Gleichzeitig sollen die Wirkstoffmoleküle aber auch nicht zu tief eindringen, damit sie nicht über die Blutbahn im Körper verteilt werden und so unerwünschte Effekt erzielen. "Die Zukunft der Haarforschung gehört dem follikulären Targeting", berichtete Fr. Prof. Blume-Peytavi auf der ADF Tagung. Hinter "follikulärem Targeting" verbirgt sich folgendes Prinzip: Wirkstoffmoleküle werden an kleine Mikropartikel gebunden, die das Arzneimittel als "Träger" direkt in das Zielgebiet im Haarfollikel transportieren. Somit können am Zielort die benötigten Konzentrationen des Wirkstoffes erreicht werden. Erste Untersuchungen belegen, so der Bericht im "Deutschen Dermatologen", dass 0,75 bis 1,5 Mikrometer kleine Partikel bis zu den Stammzellen von Terminalhaarfollikeln gelangen können. 0,04 Mikrometer kleine Teilchen könnten sogar bis hin zu den Stammzellen der feinen Wollhaare (Vellushaare) vordringen.
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