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meine Fin Geschichte [Beitrag #462313] :: Wed, 07 April 2021 18:00
Guten Tag alle zusammen. Nach einigen Monaten des Mitlesens wollte ich nun selber mal einen etwas zum Forum beitragen und zwar meine Fin Geschichte. Voraus bitte ich um Entschuldigung, ich habe etwas Mühe mich kurz zu fassen. Wink

Angefangen hat es mit etwa 21. Nicht allzu lange nach meinem damaligen Sprachaufenthalt in England bemerkte ich wie mein Haar sich im Bereich der Tonsur und des Scheitels auf einmal zu lichten begann. Das belastete mich natürlich sehr, weil ich schon immer jemand war dem sein jugendliches Aussehen am Herzen lag. Auch die Sprüche die man dann ab und zu hört konnte ich nur schwer ertragen.

Dementsprechend suchte ich einen Dermatologen auf der ziemlich bekannt und eine Kapazität auf seinem Gebiet zu sein schien. Nach entsprechenden Tests diagnostizierte er AGA und verschrieb mir sogleich Propecia. Das Medikament schlug bezüglich der Haare gut an…aber leider löste es auch heftigste Akne aus, weswegen ich ab dann auch Dauergast in der Praxis des besagten Arztes war, um mir immer wieder neue riesige Pusteln professionell entfernen zu lassen. Der Arzt schloss hartnäckig jeden Zusammenhang mit Fin aus, trotzdem setzte ich dann nach ca. 2-3 Jahren ab und siehe da, die Haut erholte sich wieder spürbar.

Dann nach einiger Zeit begann dann der Haarausfall von neuem und ich war hin- und hergerissen Fin nochmals eine Chance zu geben. Dies machte ich dann mit 27 im 2005 durch einen neuen Dermatologen – und zu meiner grossen Freude bekam ich dieses Mal keine Akne mehr wobei die Wirkung auf die Haare wiederum sehr gut war. Ich war super happy und seit diesem Zeitpunkt, also seit über 15 Jahren nun, nehme ich Finasterid ununterbrochen. Anfangs noch die originalen 1 mg Tabletten und bald dann auch gevierteltes Proscar. Ich denke wie bei vielen gab es bei mir dann auch einen Peak wo die Wirkung am besten war, so nach ca. 2 Jahren würde ich sagen. Danach liess es wieder etwas nach, aber natürlich immer noch viel besser als ohne Fin, davon bin ich überzeugt. Ich bin bezüglich meines eigenen Haarstatus wohl ziemlich heikel und daher fing ich irgendwann vor etwa 10 Jahren schon damit an, mir meine Haare kurz bis sehr kurz (ohne Aufsatz) zu rasieren. Ich dachte bei mir ist frisurentechnisch nicht mehr viel Anderes möglich ohne dass es schlecht aussieht. Mittlerweile hat sich dies jedoch geändert; nachdem ich eine Zeit lang zu faul war um nachzurasieren ging ich dann mal wieder zu einem Friseur und war erstaunt welche vermeintliche Fülle sich mit entsprechenden Stylingprodukten herbeizaubern lässt. Damit meine ich Haarwasser, föhnen und matte Pomade. Ich wurde in letzter Zeit auch vor allem von weiblichen Freunden immer wieder explizit auf meine «vollen» Haare angesprochen und dass ich wohl auch nie eine Glatze bekommen würde….

Jedoch; vor ziemlich genau 6 Jahren, lustigerweise war es nach einer sehr durchzechten Nacht, fühlte ich mich aufs Mal nicht mehr so gut wie vorhin. Also vom einen Tag auf den andern. Ich hatte plötzlich ein dauerndes Druckgefühl im Kopf, fühlte mich immer schlapp und antriebslos, beim Sport schnell kalter Schweiss, Schwindel, Konzentrationsprobleme und auch beim Autofahren fühlte ich mich nicht mehr so wohl. Ich hatte natürlich keine Ahnung an was das alles lag und machte diverse Checks bei verschiedenen Ärzten, bis hin zu einem CT des Schädels um einen Tumor auszuschliessen. Nie wäre ich darauf gekommen dass dies alles was mit Fin zu tun haben könnte, schliesslich nahm ich das Medikament seit 15 Jahren ohne gefühlte Nebenwirkungen. Dies änderte sich als ich eines Tages dann doch auf diesen Gedanken kam und anfing zu googeln und später auch auf dieses Forum stiess. In gewissen Beiträgen erkannte ich mich wirklich wieder. Man muss sagen dass sich das mit den Nebenwirkungen ab Herbst 2020 noch intensiviert hat; Kopfweh wurde schlimmer, Schwindel auch – und mit der Konzentration hatte ich grösste Probleme, stand einfach dauernd total neben den Schuhen. Ich habe dann ziemlich mit mir gerungen aber kam zum Entschluss dass sich da nun wirklich was ändern muss und es so nicht mehr weitergehen kann. Dies alles schlägt auch ziemlich auf die Psyche weil die Lebensqualität echt leidet. Man fühlt sich für nichts mehr bereit und fit genug. Seit Mitte Dezember habe nun angefangen die Dosis zu reduzieren bzw. auszuschleichen. Zuerst 0.5 und seit anfangs Februar nehme ich noch 0.25 mg täglich und muss sagen die meisten der NW’s sind mittlerweile zwar noch vorhanden aber nicht mehr so stark. Wieder der Alte bin noch nicht aber es fühlt sich zumindest an als wäre ich auf dem richtigen Weg.

Abgesehen von der Sorge um die Haare beschäftigt mich natürlich auch die Möglichkeit PFS zu bekommen, obwohl ich diese doch für ziemlich klein halte. Immerhin hatte ich es schon früher mal ohne Probleme abgesetzt und damals sogar kalt. Mal schauen wie sichs weiter entwickelt wenn ich nun immer weiter reduziere. Ich weiss auch noch nicht was ich allenfalls mache wenn mir die Haare dann wieder anfangen auszufallen. Andere Medikamente möchte ich lieber nicht mehr nehmen und sonst gibt’s ja nicht viel das wirklich hilft. Habe mich auch schon damit auseinandergesetzt allenfalls dann einfach SMP zu machen und gut ist….

So, danke vielmals fürs Lesen, vielleicht haben ja einige von Euch ähnliches erlebt. Im Nachhinein stellt sich natürlich die Frage ob es gescheit war überhaupt jemals mit Fin anzufangen.


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