Mir ist noch etwas eingefallen. Da bei unserer Tochter die Schübe immer den Jahreszeiten entsprechend verlaufen, haben wir dieses Jahr versucht, uns sehr gut über das Sonnenlicht zu informieren. Dabei ist folgendes Interessantes herausgekommen: UVA-Strahlung = entzündungshemmend, UVB-Strahlung = Vitamin D Produktion. Wenn der Körper in Badekleidung ohne Sonnenschutz der Sonne zur Mittagszeit im Sommer ausgesetzt wird, so werden extrem hohe I.E. Vitamin D produziert (10000 I.E. und mehr). Man muss natürlich immer die Eigenschutzzeit der Haut berücksichtigen, damit man keinen Sonnenbrand bekommt. An den Haarfollikeln finden sich Vitamin-D-Rezeptoren. Diese Rezeptoren müssen versorgt werden, damit die Haare überhaupt wachsen können. Weiters ist Vitamin D in hohen Dosen stark entzündungshemmend. Mit so hohen gebildeten Einheiten kann der Körper aus dem Vollen schöpfen. Da es aber natürlich über das Sonnenlicht gebildet wird, schadet es dem Körper auch in dieser Menge nicht. Die Vitamin D Produktion hängt stark mit der Jahreszeit (UV-Index) zusammen. Im Herbst fällt diese Möglichkeit der Vitamin D Produktion stark ab und im Winter geht gar nichts mehr, der Körper lebt von den im Sommer angelegten Reserven. Wenn ich meinem Kind diese hohen I.E. Vitamin während des Herbstes bzw. Winters geben wollte, so würde sie davon krank werden, da Vitamin D ein fettlösliches Vitamin ist. Es ist für uns schon eigenartig, dass bei unserem Kind die Haare immer im Sommer wachsen, sobald solch hohe Einheiten durch den Körper selbst gebildet werden können. Wenn ich heute daran zurückdenke, wie wir, als unsere Tochter klein war, mit der Sonne umgingen, so kann ich nur sagen: wir waren übertrieben vorsichtig. Nackenschutzmütze hier, Sonnenschutz-T-Shirt da und natürlich Sonnencreme bis zu den Ohrenspitzen (eine Sonnencreme von LSF 8 nimmt 92,5% der Vitamin-Produktion weg). Selbst im April wurde bereits der Sonnenschirm aufgespannt (bloß kein Sonnenbrand). Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Alopecia areata unserer Tochter mit diesem "Übervorsichtigsein" etwas zu tun hat. Ganz interessant ist dazu auch eine Veröffentlichung im Internet vom 7. Welt Kongress für Haarerkrankungen, P023, unter www.nature.com/jid/journal/v133/n5/full/jid2013110a.html in welchem ein möglicher Zusammenhang zum 25-OH-D angesprochen wird, und einer Endokrinologin zu einem Vitamin D Mangel bedingten Haarausfall unter www.frauenaerztin-gruber.at. Jedenfalls glaube ich, dass bei unserem Kind im Sommer die Haare wieder wachsen werden. Ich weiß aber nicht, wie ich diese Rückschläge im Herbst/Winter durchbrechen soll. Wir können ja nicht nach Australien auswandern. Alles Gute für alle - eine verzweifelte Mutter