Einstein hat hier ein Thema eröffnet, das vielleicht hätte interessant sein können, durch seine langsam erkennbare Absicht aber zu einer reinen Polemisierung verfällt. Zunächst wird in Frage gestellt, ob die behauptete Transektionsrate von 3 % durch das neue Cole-Instrument gemessen werden kann. Dabei wird aber weder wertend noch behauptend dargelegt, ob diese gut oder schlecht ist (bis auf Prohair, die 3 % als miserabel betrachten).
Die Transsektionsrate zu messen gleicht einer Stecknadel im Heuhaufen zu suchen. Vermutlich sind wir uns da aber einig. Anders User Khan, der zwischen voller und teilweiser Transsektion unterscheidet. @ Khan: Für meine Zwecke ist das völlig unbedeutend, da es hier um die Messbarkeit geht. Ich glaube durchaus, dass die Transektion bei Mikromotoren eine gewichtige Rolle spielt. Aber: Transektierte Follikel, die anwachsen, sind kaum bis gar nicht messbar! Es fällt doch den meisten ohnehin schon schwer, allein die Anwuchsrate bei einer HT zu messen, mit der die Transsektionsrate zuweilen verwechselt wird. Ich weiß bislang nur von Mwamba, dass er im Zweifel Messungen an Patienten ex post durchführt, um die Anwuchsrate zu eruieren wenn einer nicht ganz zufrieden war.
Die zuletzt aufgezählten allgemeinen Umstände für einen erfolgreichen oder schlechten Anwuchs haben doch mit dem Thema PCID überhaupt nichts mehr zu tun. Anfangs eine These aufstellen und anschließend in andere Begrifflichkeiten wechseln, die damit nichts gemein haben, ist nicht gerade seriös. Beweiskräftig schon gar nicht. Beim Thema PCID geht es ausschließlich um Extraktion.
Das Problem bei den Mikromotoren ist doch die (partielle oder vollständige) Zerstörung der Haarfollikel. Entscheidend wird der Erfolg aber mit der Anwuchsrate gemessen. Die Neuartigkeit beim Cole´schen Gerät ist doch gerade, dass die einzelnen Parameter exakt justierbar sind, dass es computergesteuert mit feinster Motorik und schärfsten Schnitten äußerst präzise arbeitet, dass es rotiert, oszilliert und roto-oszilliert, dass keine Hitzeentwicklung erfolgt (!) und dass die Rückkoppelung an den behandelnden Arzt durch den PCID stattfindet, die den Erfolg der Entnahme bestätigen soll. Es ist gegenwärtig das einzige Gerät, dass auch die Komplexität unterschiedlicher Hautstrukturen bei Patienten berücksichtigen kann und somit die Blutgerinnung beeinflusst. Optimale Tiefenkontrolle ist ebenfalls eine sehr entscheidende Voreinstellung, die andere Mikromotoren nicht besitzen. Die permanente Kritik an den Mikromotoren könnte durch diese Neuentwicklung möglicherweise sogar bestätigt werden, weil erstmals auf die zahlreichen Faktoren Wert gelegt wird, die man bislang mit den gewöhnlichen Schnellfeuerwaffen außer Acht gelassen hat.
Wenn man einmal nur endlich von dieser kleinkrämerischen Position Abstand nehmen könnte, jeden Versuch der Verbesserung und Innovation aus Amateurperspektive zu kritisieren. Und wenn man schon Heitmann in den Mund nimmt, dann sollte man sich bitte auch mit seiner Entwicklung auseinandersetzen. Welche Methoden er bislang schon verwendet, welche Erfahrungswerte er bei seiner Gottwerdung gesammelt hat, um nunmehr mit einiger Besessenheit das eigene Handwerk zu vervollkommnen, sollte einen minimalen Eindruck darüber vermitteln, wieso jemand wie er nicht so schnell eine erfolgreiche Arbeitsweise aufgeben wird. Seine bisherigen Ergebnisse sprechen für sich.
Zum Preis ein Wort: das PCID wird ja nicht vom Budget einer Privatperson bezahlt, die sich damit die Nägel schneidet. Vielleicht sollte man sich erst einmal über die Preise bei Geräteanschaffung im Gesundheitssektor informieren. Wer als Biologiestudent einmal die Kosten windiger Laborgeräte kennengelernt hat, erahnt vielleicht, dass man aus so kleingeistiger Froschperspektive kaum eine realitätsnahe Aussage über die Preisbildung abgeben kann. Ich denke da nur an den Laser, den meine Hautärztin zur Haarentfernung besitzt. Von der steuerlichen Abschreibungsmethode will ich gar nicht reden. Ich kann ihn mir nicht leisten, professionelle Ärzte aber schon.