Hallo Leute!
Wie versprochen, die Schilderung der Vorgänge rund um meine "Garantie" im Sommer 2014. Anwesend waren Hr. Moser, Dr. Hygenot, meine Frau und ich. Meine Frau hat nur zugehört und mir danach geholfen, ein Gedächtnisprotokoll anzufertigen. P = Patient (ich), M = Moser Medical.
Aus meiner Sicht und Meinung ist das Gespräch wie folgt verlaufen, wobei ich die Argumentation von MM hier wiedergebe, wie wir (meine Frau und ich) sie in Erinnerung haben. Die vielen Wiederholungen der Argumente habe ich weggelassen und manche Antworten von MM dem Sinn nach gekürzt, weil sie zur Lösung nichts beigetragen haben. Das Gespräch hat ca. 20 Minuten gedauert und sich mehrmals im Kreis bewegt. Die Begrüßung lasse ich aus.
P: Ich möchte, dass Sie meinen Haarstatus mit dem vor der Op vergleichen und mir auf den mitgebrachten Bildern die ca. 2000 implantierten Haare zeigen.
M: Meine OP sei im Jahr 2010 gewesen und jetzt komme ich und sage, dass ich nicht zufrieden bin, das könne ja jeder behaupten.
P: Ich habe sehr lange auf die mir von der Betreuerin Fr. Weisi versprochene Einladung zur Zählung gewartet. Außer Werbematerial ist bei mir nichts angekommen. Selbst auf den heutigen Termin habe ich lange warten müssen. Auch meine ersten Mails kurz nach der Op wurden nie schriftlich beantwortet. Ich kann sie ihnen zeigen.
M: Man habe sich nichts vorzuwerfen, da hätte ich früher kommen müssen. Nach 4 Jahren? Das sei nicht mein Ernst, da könne ja jeder kommen.
P: Ich habe ja eine lebenslange Garantie erhalten, in der Sie mir die Nachbesserung oder einen finanziellen Ausgleich anbieten. Was mich in diesem Zusammenhang irritiert, ist die Tatsache, dass ich gefragt wurde, ob ich die Garantie schriftlich haben will - finde ich eigenartig.
M: Lebenslange Garantien dürfe man nicht mehr ausstellen, das habe ihnen die Ärztekammer untersagt.
P: Das Verbot setzt nun meine Garantie außer Kraft, oder wie darf ich mir das vorstellen.
M: Zählung? Wie ich mir eine Zählung vorstelle, wurde ich gefragt, das funktioniere nicht. Man könne die verpflanzen und die eigenen Haare/das Resthaar nicht unterscheiden.
P: Ja, so wie ich das mit meiner Frau gemacht habe. Wir haben alle - auch die Eigenen in der Spenderregion - gezählt. Das braucht natürlich seine Zeit, aber das war mir die Mühe wert. Wie gehen Sie vor, wenn jemand seine Garantie einlösen will? Hat das noch niemand probiert - keine Reklamationen .....Hat das noch niemand in Anspruch nhemen wollen? Es gab zu keiner Zeit jemals Reklamationen?
M: Das habe noch niemand gemacht, das höre man zum ersten Mal.
Im weiteren Verlauf des Gesprächs habe ich keine befriedigende Antwort darauf erhalten, nach welcher Methode „verlorene Grafts" abgerechnet werden. So versuchte ich aufgrund des Bildmaterials der ersten post-OP-Nacht, welches die Menge meiner alleine während dieser Nacht verlorenen Grafts darstellt, eine entsprechende Rückvergütung von etwa 50 € zu erhalten. Aber auch da hatte keine Chance. Herr Moser verließ das Büro und zeigte mir am PC eine Zeichnung mit den Transplantaten. Aber das nach der OP aufgenommene Foto konnte ich auch auf Nachfrage hin nicht einsehen.
P: Ich habe Fotos mitgebracht. Wenn Sie die auf die Zeichnung darüberlegen und die Transparenz (PS) verringern, kann man den Erfolg gut vergleichen. Ich will sie nicht betrügen, ich will bekommen, wofür ich bezahlt habe. Nicht mehr und nicht weniger.
M: Das könne man so nicht vergleichen. Mit zunehmendem Alter verliere man ohnehin Haare und auch die Haare im Spenderbereich würden dünner werden.
P: Wenn Sie das alles wissen, wieso stellen Sie lebenslange Garantien aus? Wieso interessieren Sie die mitgebrachten Fotos nicht Und warum interessieren Sie sich nicht für meine mitgebrachten Fotos?
M: Die Antworten fielen aus, wie bereits zuvor: "Ärztekammer...", "nach 4 Jahren...", etc...
P: Die Unterhaltung wurde mir langsam zu anstrengend, so dass ich zu meiner Frau sagte: O.k., ich nehme zur Kenntnis, dass man mir hier keinen Millimeter entgegenkommen will, also lass' uns gehen.
Zum Abschied wurde uns noch ein Kaffee angeboten, den wir jedoch dankend abgelehnt haben. Wie die MM ihre Garantien abwickelt, haben wir trotz des recht langen Gesprächs nicht in Erfahrung bringen können, dafür "durften" wir aber eine unseres Erachtens seltsame, aber auch "lehrreiche" Erfahrung mitnehmen. Ich würde Angebote der MM nie mehr in Anspruch nehmen.