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Hattingen Hair 4000 FUT + 300 FUE 08 - 09.06.2022 [Beitrag #162529] :: So, 19.06.22 14:43 Zum nächsten Beitrag gehen
Hallo Zusammen,

Hier mein Bericht zu meiner OP am 08/09.06 in Schaffhausen (FUT Max Strip Methode).

Vorgeschichte:

ich bin schon seit längerer Zeit ein stiller Mitleser. Ich bin heute 33 Jahre alt und habe etwa seit ich 25 bin fortschreitende AGA (diffus, aktuell zwischen NW3/4 Ausdünnung geht aber in Richtung NW5 oder NW6).

Mir ist bewusst, dass bei einem diffusen Ausfallmuster Medikamente sehr effektiv sein können. Jedoch ist in der Prioritätenliste meines Lebens Gesundheit an erster Stelle und ich würde im Zweifel mir lieber eine Glatze rasieren und einen langen Bart wachsen lassen (+ die FUT Narbe per FUE bepflanzen), als lebenslang meine Androgene zu senken.

Meine Strategie basiert auf 5 Umständen;

- Dicke Haare
- Viel Bartwuchs & geeignet für BHT laut Dr. Laura Muresanu
- Schmaler Kopf
- Weitere OP's sind OK
- Konservative Haarlinie, Lichtere Tonsur/Dünne Haare im Alter sind OK. In Würde zu Altern mit intaktem Haarrahmen ist für mich ästhetischer als komplett Kahl. Ein gepflegter Vollbart fügt mehr zu meinem Erscheinungsbild hinzu, als eine 100% dichte Tonsur Wink

Ich werde irgendwann wahrscheinlich noch eine OP machen müssen (FUT oder FUE) und hätte dann immernoch FUE Reserven und geeignete Barthaare zum versetzen, falls Humps & Tonsur weiter absinken.

Ursprünglich wollte ich wie alle uninformierten erstmal in die Türkei und es möglichst günstig machen lassen. Nach Recherche hier aber auch über weitere Informationsquellen (Joe Tillmann, Andreas Kramer) sowie eine Vorort Beratung von KÖ-Hair (bieten die Kostenlos an, warum also nicht mal hin und mit denen sprechen) war mir klar, dass ich nicht wirklich ein FUE Kandidat bin und erstmal mit FUT anfangen sollte (und ich mehrere OP’s benötige)

Daher habe ich das Thema erstmal einige Jahre ruhen lassen, bis sich heute meine Haare nicht mehr wirklich gut stylen lassen. Daher habe ich den Schritt umgesetzt und habe einen Termin bei Dr. Muresanu vereinbart, hatte jedoch eine Wartezeit von 6 Monaten.

Warum Hattingen? Ich zitiere mal die HP von Hattingen:

.„Follicular Unit Transplantation ist eine sehr effiziente Methode der Haartransplantation, da man in einer Sitzung bei entsprechenden Kandidaten bis zu 7.000 Follicular Units transplantieren kann. Bei einem Haircount von bereits nur 2,2 sind das schon 15.400 Haare. Unserer Meinung nach, ist der einzige Weg zu natürlichen und ästhetischen Ergebnissen, die Transplantation einer großen Anzahl von Follicular Units bereits bei der ersten Behandlung.“

Darum. Sehe ich genauso. Und für FUT ist Hattingen in Europa meiner Meinung nach ein No-Brainer, da sehe ich nicht viele Alternativen zwecks FUT Strip.

Ich habe mit Dr. Muresanu also per E-Mail kontakt aufgenommen, geskyped und den entsprechenden Termin abgemacht. Muresanu versucht einen nicht zu einer OP zu überreden, im Gegenteil, man solle sich vorher erstmal den Kopf rasieren und schauen ob der Stil einem gefällt etc. Ich habe dann mehrere Terminvorschläge bekommen und nach einer kurzen Bedenkzeit dieses Zeitfenster gewählt.

Ankunft in Schaffhausen & Reiseplanung:

Mir war wichtig, dass ich noch länger Vor Ort bin, falls was schief läuft. Daher habe ich geplant vom 07-13.06 in Schaffhausen zu bleiben (ich konnte hier täglich, sogar am Sonntag zu Hattingen zur Haarwäsche). Ich wollte ursprünglich ein Hotel buchen. Hr. Muresanu empfiehlt jedoch AirBnB, da man mit einer eigenen Küche nicht die horrenden Restaurantpreise in der Schweiz bezahlen muss. Wobei selbst die normalen Lebensmittelpreise mehr als doppelt so hoch sind wie in Deutschland. Ich habe YFOOD (Astronautennahrung bzw. Shakes) mitgenommen und kann dies nur empfehlen. Wesentlich günstiger und während der OP Tage vermeidet man das etwas schmerzhafte Kauen. Jedoch hatte ich nicht genug für die Ganze Woche dabei.

Ich habe dann zwischen einer WG und einer eigenen Wohnung für mich abgewogen auf Air-BNB und mich am Ende für die WG von Janine M. entschieden (2 Km Entfernung von der Klinik) und es war die richtige Entscheidung. Janine ist eine sehr nette Frau die ihre Gäste sehr stark umsorgt. Sie holt sogar manchmal Gäste direkt vom Züricher Flughafen ab und ist nach der OP für mich einkaufen gegangen. Gegen einen Aufpreis macht Sie Frühstück und leistet einem gerne Gesellschaft. Das ist meiner Meinung nach genau das Richtige, da man so von dem ganzen Prozedere abgelenkt wird und die Anspannung sinkt. Alleine in einem Hotel nur vor dem Bildschirm zu hocken (und sich auf die Wunde zu konzentrieren) ist hier eine denkbar schlechte Idee.

Falls Interesse besteht hier die E-Mail von Janine: janine.meloni@gmail.com

Durchführung der OP:

Ich stand um 06.30 bei Hattingen auf der Matte. Ursprünglich war 07.00 Uhr geplant, jedoch hatte mich Dr. Muresanu um einen gefallen gebeten ob ich nicht 30 Min vorher da sein könnte, da es organisatorisch besser passe. Hatte ich kein Problem mit, außerdem dachte ich, kann es nicht schaden, wenn man bei dem Mann der mit dem Skalpell hinter einem stehen wird, einen gut hat. Ich hatte ehrlicherweise Anfangs nach Ankunft in der Praxis ein etwas mulmiges Gefühl, da hier keine große auffällige Klinik oder eine typische Arztpraxis, wie man sie aus Deutschland kennt, erwartet. Es war vielmehr ein modernes Gebäude in einer normlalen gehobenen Wohngegend. Ich dachte erst, dass es sich um das private Haus der Muresanus handelt und ich gleich im Keller oder im Arbeitszimmer operiert werde Smile
Dem war aber nicht so. Als die Tür sich öffnete kam einem der typische Ärzte-Geruch (Desinfektionsmittel?) entgegen und es erwartete mich ein eingespieltes Team und eine schöne moderne Praxis. Ich wurde in Empfang genommen und habe mich erstmal eine halbe Stunde mit Herrn Dr. Muresanu unterhalten, davon jedoch die wenigste Zeit über Haarausfall oder die HT sondern eher über Gott und die Welt. Das meisste zwecks Vorgehensweise hatten wir jedoch während der Skype-session Besprochen und durch meine ganze "Vorbildung" hatte ich eigentlich keine Fragen mehr. Das einzige was mich interesiert hat bezüglich der OP war die Haarlinie, die wollte ich zwar Konservativ aber keine Stirnglatze.

Ich hatte vorgeschlagen meine alte Haarlinie zu übernehmen. Er hatte jedoch einen Gegenvorschlag und wollte die Haarlinie einen halben Centimeter weiter oben ansetzen, da gemäß des goldenen Schnittes, meine Haarlinie aktuell etwas zu tief wäre. Er hat sich recht viel Zeitgenommen um meine Haar zu zeichnen, hier habe ich Qualität wahrgenommen. Mit der gezeichneten Haarlinie war ich dann schnell einverstanden. Ich bin sowieso der Meinung, dass die Dichte mehr zum Erscheinungsbild beiträgt, als die exakte Position der Haarlinie.

Danach ging alles sehr schnell. Ich habe noch meine Sorgen gegenüber den Spritzen Kundgetan. Hier hatte Frau Dr. Muresanu jedoch so eine Art elektrischen Massage-Stachelball - dieser hat (ähnlich wie Akkupunktur) viele leichte Nadelstiche gleichzeitig am Bereich der Einstichstelle gesetzt (es ist eher wie eine Massage), daher war man von der Spritze abgelenkt und hat diese kaum gemerkt! Fand ich natürlich super.

Zusammen mit den Beruhigungsmitteln und der Betäubung bekommt man vom Rest nicht allzuviel mehr mit. Das Schneiden an der Kopfhaut kann man zwar wahrnehmen/leise hören, wenn man sich darauf konzentriert, aber es interessiert einen aufgrund der Beruhigungsmittel nicht und natürlich spürt man es nicht.

Danach kamen noch die Slits von Frau Dr. Muresanu (ähnliches geräusch) und die Assistentinnen haben die Haare unter den Mikroskopen präpariert. Hier kamen unterschiedliche Techniken zum Einsatz. Teilweise hat Frau Dr. Muresanu Slits für den nächsten Tag "vorgebohrt". Auf meine Frage, ob diese nicht am nächsten Tag zuwachsen, wurde mir die Antwort gegeben, dass die Slits am nächsten Tag "reaktiviert" werden und man gute Erfahrungen mit dieser Methode gemacht hat.

Danach gab es Mittagessen (Kann das Risotto empfehlen) und eine Bannane (die sollte es ab jetzt häufiger geben, da ich ja täglich zur Haarwäsche bin). Beim Mittagessen gab es erneut Beruhigungspillen und es wurde weitergemacht mit dem Einsetzen der Grafts. Gegen 16 Uhr war alles vorbei - ich bekam einen Verband, Kompressoren und ein Dreieckstuch (Piratentuch) und dann wieder zur Wohnung von Janine mithilfe des Buses.

Die erste Nacht verlief erstaunlich gut - dies führe ich auf 3 Faktoren zurück.

1. Ich habe ein Sitzkeil-Kissen bekommen von Janine

2. Ich hatte ein Nacken-Hörnchen von KÖ-Hair ! Dieses ist sehr weich und das schlafen auf der Narbe bereitet keine schmerzen. Bei einem handelsüblichen Nackenkissen jedoch schon!

3. Betäubungsspritze nochmal zum Ende der OP + Tramal und weitere Schmerzmedikamente

Der nächste Tag begann um 7 Uhr und verlief ähnlich, jetzt wurden die Hautstreifen am seitlichen Kopf entnommen und dasselbe Prozedere wie am Tag davor began.

Hier ist noch ein Umstand hervorzuheben: Während der OP kam heraus, dass es wohl nur 4000 statt der vereinbaren 4500 Grafts werden und die Haare am Haarstreifen waren alle zu Dick um eine feine Haarlinie transplantieren zu können.
Daraufhin haben die Muresanus mir vorgeschlagen per FUE nochmal 300-400 Grafts zu entnehmen am Nacken bzw. unteren Rand der Kopfhaare, da ich hier genug feine Haare hätte. Ich habe zugestimmt und die Muresanus haben mir die Mehrkosten (FUE Grafts sind teurer) erlassen - Fand ich sehr Fair ! Jede Billig klinik (oder auch teure Deutsche FUT Klinik) hätte einfach aus den vorhandenen Haarstreifen die Haarlinie geformt und das Ergebnis konnten wir im Forum oft genug beobachten, borstiger look in der Haarlinie.
Aus diesen feineren Haaren wurde dann die Haarlinie geformt und der rest dann an weiteren Stellen (Tonsur) verballert per Stick and Place.


Auch die zweite Nacht verlief ganz gut, da ich kaum schmerzen hatte (und nur eine Beule an der Rechten Wange bzw. eine leichte Schwellung), dachte ich, ich lasse am 3ten Tag (Nach dem ersten OP Tag) die Schmerzmittel - das war noch etwas zu früh und am Abend hatte ich ein unwohlsein und schmerzen. Nach einem Abendessen und der Einnahme der Schmerzmittel war aber 1-2 Stunden später alles wieder erträglich.

Als ich am 3ten Tag zur Haarwäsche kam und ich Herrn Dr. Muresanu gesagt habe, dass ich gut geschlafen habe, dachte er, ich wollte ihn veräppeln. Aber es war tatsächlich so. Ich möchte die Zeit nach dem Eingriff nicht schönreden, aber ich glaube ich habe es mir einfach soviel schlimmer vorgestellt, dass es am Ende eben doch halb so Wild war. Der einzige Tag wo ich schlecht geschlafen habe, war der Tag vor der OP (zwecks Aufregung).

Die nächsten Tage ist nichts aufälliges passiert, ich bin täglich zur Haarwäsche (die war durchaus etwas schmerzhaft, hier empfehle ich vorher eine Ibuprofen/Paracetamol einzuwerfen), bin aber froh es getan zu haben. Die Damen waschen die Narbe doch sehr gründlich aus und "polieren" die Narbe regelrecht mit einem Wattestäbchen - so gründlich würde keiner von uns nach der OP die Narbe auswaschen. Von daher denke ich, sollte es da die nächsten Tage keine Komplikationen geben. Den Rest des Tages bin ich entweder spazieren gegangen, habe mir filme angeschaut oder mit den Mitbewohnern des Hauses gequatscht. Am Montag bin ich dann morgens zur letzten Haarwäsche, habe die letzte Bannane bekommen und bin dann gegen Mittag zurück nach Deutschland geflogen.

Fazit

Durchaus empfehlenswertes Vorgehen. Ich denke, ich habe hier von der Vorgehensweise einiges richtig gemacht. So eine lange aufenthaltsdauer muss es zwar nicht sein, aber ich würde durchaus wieder 2 Tage extra vor Ort bleiben um zumindest die ersten zwei Haarwäschen mitzunehmen durch die Hattinger.

Unten meine Bilder vor der OP

Die offiziellen Bilder, die Dr. Muresanu stets macht, reiche ich nach, sobald ich diese erhalten habe genauso wie die exakten Zahlen bzgl. Grafts / Haare.

Hoffe, dass dieser Bericht irgendwem weiterhilft =)

[Aktualisiert am: So, 19 Juni 2022 14:51]


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Aw: Hattingen Hair 4000 FUT + 300 FUE 08 - 09.06.2022 [Beitrag #162530 ist eine Antwort auf Beitrag #162529] :: So, 19.06.22 14:54 Zum vorherigen Beitrag gehen
Hier mal zwei Bilder von mir, eines während der OP und ein Bild etwa 3 Tage nach der OP (mitterweile habe ich aber keinen Schorf mehr):

Hervorzuheben ist, dass die Hattinger die Strategie verfolgen, durch permanentes Feuchthalten des Oberkopfes (Piratentuch + Feuchte Kompressoren) möglichst wenig Krusten entstehen zu lassen. Auch während bzw. nach der Haarwäsche entfernen die Damen die Krusten.

Das ist ganz anders, als bei Elit Hair und Co. wo die Krusten in Ruhe gelasen werden und erst nach Tag X abgeschrubbt werden sollen.


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