Hallo, nachdem ich mich in letzter Zeit mit einigen Forumsmitgliedern primär privat ausgetauscht habe, kommt nun mein Update bzgl. meiner Haartransplantation.
Am 26.06 und 27.06 war es dann endlich so weit und ich habe meine Haartransplantation gehabt,
Mein Beratungstermin war Anfang März und im April und Mai war ich zur PRP Behandlung vor Ort.
Zur PRP Behandlung: ich selber konnte noch keine positiven Effekte feststellen, aber laut Internet sind diese (bei den Patient*innen die darauf ansprechen) auch erst nach 2-3 Monaten zu bemerken. Dr. Ayoub teilte mir im Nachgespräch zur Operation, dass er bei meinen entnommenen Grafts aufgrund der Dicke und eines frischen Glanzes von einem positiven Effekt auszugeht, weswegen ich in ca. vier bis sechs Wochen eine weitere PRP Behandlung in Anspruch nehmen werde und die weitere Entwicklung dann beurteilen werde.
Am 26.06 war ich morgen gegen 8:00 Uhr in der Praxis und es wurde quasi ohne Wartezeit alles in die Wege geleitet. Direkt umziehen, Aufklärungsgespräch und dann die Haarlinie setzen.
Leider hat sich mein Haarausfall in den letzten drei Monaten nochmal verschlechtert. Es musste also von ursprünglichen Plan ein wenig abgerückt werden. Der Ansatz vorne ist konservativer gesetzt worden, als ursprünglich angedacht und nach hinten raus, musste eine wesentlich größere Fläche verfüllt werden, als geplant.
Hier kann ich vorab aber schon mal sagen, dass Dr. Ayoub mich gut beraten hat und nicht nur ein gutes Ergebnis erzwingen wollte, sondern auch die zukünftige Entwicklung meines Haarstatus im Blick hatte. Großartig!
Es gab noch ein Mittel zur Beruhigung und dann ging es los. Die Betäubungsspritzen sind aushaltbar, wenn auch für einen Spritzenphobiker wie ich einer bin, nicht nett. Insbesondere die zwei Injektionen in die Augenlider sind gruselig (aber nicht schmerzhafter oder schlimmer als die anderen).
Die Entnahme der Grafts erfolgte komplett schmerzfrei bzw. aufkommender Schmerz wurde betäubt. Ungewohnt und für mich unangenehm ist das lange und vor allem Stille liegen auf dem Bauch gewesen. Die einzunehmenden Positionen können auf Dauer schon recht unbequem sein (vor allem da wo das Gesicht auf der Liege aufliegt), aber die Entnahme der Grafts ist natürlich nicht anders möglich.
Die Arbeitsatmosphäre ist sehr ruhig und konzentriert. Pausen gibt es im Grunde keine (bis auf Mittags) - ich habe aber auch keine eingefordert, da ich den Flow nicht unterbrechen und den Eingriff hinter mich bringen wollte.
Ab dem Teil an dem ich mich zum setzen der Schnitte und des Einsetzens der Grafts auf den Rücken drehen konnte, wurde es auch schon viel bequemer.
Zwischendurch bin ich an beiden Tagen immer mal wieder für ein paar Minuten (vielleicht auch weniger?) eingeschlafen und durch mein Schnarchen wieder wach geworden.
Dr. Ayoub hat mir zwei (vielleicht auch drei, das habe ich nicht genau mitbekommen) Assistentinnen gearbeitet. Alle relevanten Aufgaben hat er selber erledigt und die Schritte, die durch die Assistentinnen gemacht wurden, wurden gegengeprüft. Man merkt, dass hier ein gut eingespieltes Team zusammenarbeitet, da die Kommunikation mit wenigen Worten funktioniert und man das Gefühl hat, von einem gut laufenden Uhrwerk umgeben zu sein.
Insgesamt wurden 3175 Grafts verpflanzt und damit mehr als die 3000 angestrebten.
Das weitere Vorgehen: Erste Tage überstehen, PRP Behandlung in einigen Wochen. Minoxidil in Tablettenform (leider nicht lieferbar und die empfohlene günstigere Apotheke aus Belgien, liefert nicht nach Deutschland - zumindest nicht zu Privatkunden wie es aussieht). In einigen Wochen dann Wechsel auf den Minoxidil-Schaum. In 12 Monaten mit Dr. Ayoub auf das Ergebnis schauen und überlegen ob und wie die weitere Behandlung bearbeitet wird.
Bilder direkt nach der Operation bzw. den ersten Tag danach hier: