Hallo.
Hier nun der Bericht vom Treffen mit Andreas Krämer.
Muss mich etwas kürzer fassen. Bin im Moment nicht frei von zeitlichen Restriktionen.
Kurz und knapp:
Herr Krämer rät mir generell nicht zu einer HT, da ich voraussichtlich NW7- Anwärter bin und mir dafür zu wenig Grafts zur Verfügung stehen.
Herr Krämer vermaß meinen Kopf und kam auf ca. 3000 Grafts Spenderkapazität. Damit könnte man zwar was machen. Da man jedoch davon ausgehen muss, dass sich mein Haarkranz weiter absenkt, würde das langfristige Erscheinungsbild nach einer zeitnahen HT wahrscheinlich unzufriedenstellender sein als ohne selbige.
Das Gespräch verlief,trotz der für mich sicher zunächst unangenehmen Quintessenz, sehr angenehm.
Herr Krämer beriet mich absolut objektiv und verdeutlichte, dass ich ,hinsichtlich meiner aktuellen Situation und der damit verbundenen Zukunftsprognose, ungeeignet für eine baldige HT bin.
Er unterstützte mich zudem in meiner Ansicht, dass ich, wenn überhaupt, eher FUE- Kandidat wäre - meine Haare sind dermaßen dünn, dass eine Stripnarbe selbst bei verhältnismäßig langen Haaren zu sehen wäre.
Übrigens ist meine Donor- Kapazität, wie es bereits Dr. Finner erwähnte, nicht das Problem. Ich hatte eine durchweg konstatnte ca. 80er Dichte. Allerdings könne man, aufgrund der angesprochenen Konsistenz, nicht mehr als 20% entnehmen, was in meinem Fall etwa 3000 Grafts entspreche.
Ich werde nun versuchen, meinen Stand mit den bekannten Medikamenten so gut wie möglich zu halten, um dann zu sehen, wie sich die Sache entwickelt. Vielleicht habe ich ja doch Glück, und der HA hört "früher" als jetzt prognostiziert ganz auf, sodass ich evtl. NW 5 bleibe, und mich mit meinen Donor- Reserven auf diese Fläche konzentrieren könnte. Vielleicht wäre BHT eine unterstützende Alternative. Ich denke auch, dass es bei mir schwer vorherzusagen ist, wie mein Donor nach 3000 entnommenen Grafts aussieht. Insgeheim vermute ich ja, dass man evtl. auch (ein wenig) mehr ernten könnte ,da ich generell ja ziemlich "licht bin" und so evtl. ein lichterer Donor nicht derart arg ins Auge fallen würde, wie es bei anderen Ausgangsituationen der Fall wäre.
Wie ihr wahrscheinlich bemerkt, so ganz habe ich noch nicht mit dem Thema abgeschlossen. Letztendlich wäre mir auch ein "zerflückter" Donor lieber, als oben NW 5/7.
Zunächst bleibt jedoch nur Abwarten.
Abschließend kann ich sagen, dass das Ergebnis der objektiven Einschätzungen zwar sicher zunächst enttäuschesnd war. Im Endeffekt kann ich Herrn Krämer und Dr. Finner jedoch nur für ihre Beratungen danken, denn ohne selbige hätte ich ohne wichtige Faktoren wie u.a. Zukunftsprognose etc. zu berücksichtigen, eine Menge Geld ausgegben, und wäre evtl. unglücklich mit dem (langfristigen) Ergebnis.
Ich werde natürlich (in angemessenen Abständen) berichten, ob/ wie sich meine Situation mit Min, Fin und Ket entwickelt.
Zum Schluss: Vielen Dank für eure Meinungen und Tips. Noch einmal: Gut, dass es dieses Forum mit engagierten Usern gibt.
Bis bald.
[Aktualisiert am: Mi., 22 Juli 2009 11:42]