Guten Tag zusammen,
auch ich möchte euch meinen Eindruck des FUE Kongresses schildern.
Da ich schon die Eine oder Andere große Veranstaltung ausgerichtet habe weiß ich , wieviel Arbeit und Energie
die Organisation beinhaltet. Hierfür zunächst herzlichen Dank an die Veranstalter.
Ich habe diesen Kongress mit meinem Sohn besucht, um für uns einfach mal festzustellen, wo wir international mit unseren Leistungen stehen. Das Ergebnis läßt uns sehr ruhig schlafen. Aus Deutschland gab es neben uns noch ein Ärztepaar aus Oldenburg, die gern mit der Transplantation beginnen möchten und einen Arzt , der an einem Genforschungsprogramm teil nimmt.
Die überwiegende Zahl der vortragenden Ärzte schienen aus dem Hause Dr Bisanga zu kommen, der es anscheinend gut versteht, medizinische Leistung mit einem guten Marketingkonzept in Form von Arztbindung im internationalen Frynchisesystem zu verbinden. Dies meine ich anerkennend.
Zunächst zum internationalen Standard:
1.Entnahme im Wesentlichen mit Micromotor(dem Arzt überlassen)
2. Sortierung der Grafts nach 1er/2er/3er usw Grafts möglichst mit microsopischer Unterstützung
3. Entnahme bei Bedarf durch unterschiedlich lange Hohlbohrer
4. Transplantation im Ansatz mit 1er Grafts in einem bis zu 20 Grad Winkel, dahiner 2 und 3 er Grafts in einem 35 Grad Winkel eingesetzt.
Auch spezielle Aufbewahrungsformen der entnommenen Grafts mit entsprechenden Temperaturen wurden empfohlen.
Alles nicht unbedingt NEU.
Neben einigen Leistungsnachweisen in Form von vorher/nachher Bildern (hier hätte ich mir mehr Beispiele gewünscht, insbesondere von Problemfällen die eigentlich immer auf Kongressen vorgestellt werden) gab es einige sinnvolle Informationen für uns.
Am Meisten interessiert haben mich die Vorträge von Dr Jeffrey Eppstein aus Miami und New York. Er hat anhand von Dokumentationen ein größeres Wachstum von Haaren nach Eingenfettunterspritzung nachgewiesen und ist hier auf einen Zuwachs von 17 % gekommen.
Auch seine Ergebnisse von Augenbrauentransplantationen fanden wir sehr beeindruckend.
Ebenfalls interssant sind die einhelligen Meinungen mittlerweile über sie Anwendung von PRP, diese vorwiegend auch direkt nach der Transplantation und auch Preoperativ. Hier wurde über eine Studie ein Mehrwachstum von bis zu 15 % ermittelt. Werte, die man nicht außer Acht lassen kann. Es wurden 5 Präparate aufgeführt , die sinnvoll erscheinen. Unser Produkt Regenlab steht an zweiter Stelle.
Ebenfalls ist auf die vorteilhafte Auswirkung von Nahrungsergänzungsmitteln hingewiesen worden und auch auf die Einnahme von Medikamenten. (Hier hat Stefan schon ausführlich berichtet.
Hochinteressant war ein Vortrag von Dr Cole, der die FUE Transplantation ohne Rasur , mit langen Haaren vorgestellt hat. Er hat zwar "nur " an einem Tag etwa 1500 Grafts versetzen können ich bin aber der Meinung,daß diese Behandlungsform für einige Patienten da unsichtbar, sehr gut infrage kommt. Perfekt finde ich die Behandlung bei einer Repair mit kleinen Ergänzungen von etwa 300 - 500 Grafts. Hier hat der Patient kaum Arbeitsausfälle.
Man benötigt hierfür einen speziellen Punch von dem Dr Cole und Dr Umar sich wohl nicht einig sind, wer diesen zuerst erfunden hat.
Überhaupt fand ich Dr Cole sehr marketingorientiert.
Er widmete dem Programmprospekt eine ganze Werbeseite mit Ausführungen , was von ihm als erstes weltweit erfunden oder umgesetzt wurde. Z. B. erste FUe Klinik in den USA, erste Vorführung in Europa usw usw.
Das ist zumindest für Ärzte sehr ungewöhnlich finde ich, da Alleinstellungsaussagen immer zu negativen Diskussionen im Ärztekreis führen, die man in der Regel gern vermeidet.
Mal sehen , ob er diese Aussagen auch auf dem Weltkongress in USA bewirbt. Wir werden da sein.
Ansonsten war die Stimmung sehr angenehm und die Informationen befriedigend. Ich habe einen angenehmen Austausch mit Stefan gehabt, da wir ja nicht immer einer Meinung sind und ich habe Herrn Dr. Muntesanu als sehr angenehmen Gesprächspartner kennengelernt.
Ansonsten gibt es von Arzt zu Arzt unterschiedliche Aussagen zum Behandlungsablauf und Risiko. Wo der Eine nur etwa 25 % des Donors entnehmen möchte, entnimmt der Andere auch erfolgreich wesentlich mehr.
Wo die Masse der Ärzte mit mehr oder weniger Personal arbeitet , ist der Andere allein.
Das soll jeder entscheiden, wie es für seine Ergebnisse das Beste ist. Ich finde wer wen ausgebildet hat, spielt überhaupt keine Rolle. Oft sind die Schüler besser als die Lehrer. Es zählen die gegenwärtigen Ergebnisse.
Weitere Infos sind auf unserer Homepage zu finden.
In diesem Sinne werden wir das Beste aus diesem Kongress für unsere Patienten übernehmen und umsetzen.
Beste Grüße
Johannes weiand