Hallo.
Nun bin ich 17 Monate Post Op und alles ist ohne nennenswerte Komplikationen verlaufen.
Rogaine Foam habe ich nur noch einmal täglich bzw. aller zwei Tage verwendet. Inzwischen ist es mir ausgegangen, was aber unproblematisch ist, da in drei Wochen die 2.HT stattfindet und ich es demzufolge eh hätte absetzen müssen. Ich hatte mir in den Staaten wieder ein paar Flaschen bestellt, welche aber diesmal vom Zoll eingezogen wurden. Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz. Jetzt werde ich es wohl zukünftig etwas teurer aus England beziehen müssen. Falls jemand eine Idee hat, wo man es in Europa sonst noch günstig erwerben kann, bin ich gern für Hinweise dankbar.
Das Shedding hat sich mittlerweile völlig eingestellt. Im August war ich beim Friseur und hatte die Haare kurz schneiden lassen (siehe Bilder). Mittlerweile sind sie wieder ziemlich lang (ca. 6 bis 7 cm) was aber durch die Locken nicht wirklich erkennbar ist. Ist inzwischen eine ziemliche „Matte". Ich werde sie bis zur 2.HT aber nicht mehr schneiden, da sie dann eh abrasiert werden. Gelegentlich fallen noch transplantierte Haare (vor allem Barthaare in der Tonsur) aus.
Nach 6 und 12 Monaten war das Ergebnis zwar auch schon sehr gut, aber ich denke, erst jetzt nach 17 Monaten kann man abschließend den Erfolg der HT beurteilen und auch eine 2. HT etwas genauer planen.
Für die 2. HT ist vor allem die Tonsur geplant. Daneben möchte ich im vorderen Bereich auf der rechten Seite in der Haarlinie sowie auf der linken Seite hinter der Haarlinie noch etwas verdichten lassen. Gemessen an der hohen Anzahl der transplantierten Grafts sind diese Korrekturen aber durchaus vertretbar. Genau planen wir das aber vor Ort, wenn die Haare wieder abrasiert sind.
Die jetzige Länge würde ich zukünftig nach Möglichkeit gern beibehalten. Die größte Herausforderung wird daher nun sein, den Donor so zu ernten, dass das Gesamtbild auch weiterhin stimmt. Momentan ist die Dichte im Donor noch eine höhere als auf dem Oberkopf (rein optisch gesehen). Eine Verteilung nach oben wäre demnach (optisch gesehen) noch möglich. Geplant sind 1.500 bis 2.000 Grafts. Da sich die Tonsur mit den Barthaaren und auch der Haarstatus insgesamt mit Hilfe von Minoxidil und Finasterid wirklich sehr verbessert hat, könnte man meines Erachtens bei der Entnahme von Grafts möglicherweise etwas sparsamer vorgehen. Abschließend wird sich das aber erst vor Ort beurteilen lassen. Ob ich wieder Barthaare entnehmen lasse, um den Donor zu schonen, entscheide ich auch erst wieder vor Ort.
Insgesamt haben Dr. Özgür und Dr. Akin wirklich sehr gute Arbeit geleistet. Ich hoffe, dass die 2.HT ebenso gut verläuft. Verdichtung ohne Shockloss ist ja nicht ganz unproblematisch. Hier vertrau ich aber wieder ganz auf die beiden Experten wie schon bei der Transplantation der Barthaare. Aufgrund der Verwendung von sehr geringen Nadelgrößen ist alles gut gegangen und kein Shockloss eingetreten. Dr. Keser wollte die Tonsur wegen möglichem Shockloss nicht verdichten.
Ich habe als Anlage wieder ein paar Bilder der letzten drei Monate sowie als Vergleich zwei (leider etwas unscharfe) Bilder aus dem Jahr 2008 beigefügt. Ich denke aber, dass der Unterschied wirklich nicht zu übersehen ist. Auf den letzten beiden Bildern im November sind die Haare ungestylt . So schaut es halt aus wenn man Locken ausbürstet. Ich habe sie so gekämmt, damit man die Haarlinie erkennen kann. Auf dem ersten Bild im Oktober sind sie auch ausgebürstet. Alle anderen Bilder zeigen meine tägliche Frisur. Die Locken habe ich meistens nach dem Haare waschen. Keine Ahnung warum die sich dann immer so eindrehen.
Ich melde mich nach der 2.HT wieder.
Viele Grüße
[Aktualisiert am: Sa., 26 November 2011 16:55]