Um das einmal ganz klar und deutlich zu sagen: Berechtigte und seriöse Kritik hat seinen Platz hier. Jeder der aber sein Fall hier vorstellt sollte sich im Klaren sein, dass die Angaben einer gerichtlichen Überprüfung standhalten müssen.
Denn natürlich wird es einem Arzt möglich sein, einen Patient zu identifizieren und den Rechtsanwalt loszuschicken (sofern er wirklich bei ihm war.)
Das ist eigentlich das Hauptproblem hier, dass Bilder hochgeladen werden, und uns keinerlei Möglichkeit besteht nachzuprüfen, ob dies Fake ( auch ein Wettbewerber!) oder eben echt ist.
Im Prinzip gilt hier das gleiche wie bei Leserbriefen in der Zeitung: solange der Autor namentlich unterschreibt oder (was wir dann tun) uns diesen auf Anfrage mitteilt, kann hier Kritik jeder Art und Form untergebracht werden. Eine gegebenenfalls stattfindende gerichtliche Überprüfung wird dann eben bei dem User stattfinden, der natürlich dann auch belegen können sollte, was ihm widerfahren ist.
So auch hier in diesem Beispiel: wir haben den User nach dem Aktenzeichen gefragt, wie er es uns angeboten hatte. Damit wäre auch für uns oder ein Rechtsanwalt eine Überprüfung möglich, dass zumindestens die angedrohten juristischen Schritte gegen diesen Anbieter erfolgt sind. klar ist natürlich dann auch, dass der Autor identifizierbar wird und für seine Äußerungen haften würde, sofern diese eben nicht der Wahrheit entsprechen.
Der Weg im Schutze der Anonymität hier Bilder hoch zu laden und Kritik zu äußern, und zwar egal ob berechtigt oder unberechtigt, ist zumindest im deutschen Rechtswesen etwas schwieriger.
Und noch viel schwieriger wird es, wenn es um Dinge geht wofür es keine Zeugen oder Belege gibt !!
Was geht denn ??
Wer sicher gehen möchte dem bleibt natürlich immer die Möglichkeit, seine Ergebnisse zu veröffentlichen und das zu beschreiben was zu sehen ist. Man kann natürlich auch dazu schreiben, dass man mit dem Ergebnis selber nicht zufrieden war - das Recht auf freie Meinungsäußerung kann niemanden genommen werden.
Also mal ein praktisches Beispiel:
- "wie auf dem Bild zu sehen ist scheinen nach 9 Monaten nur sehr wenige Haare angewachsen zu sein. Ich bin davon sehr enttäuscht"
- "auf dem Foto sieht man sehr gut die Narben von dem Mikromotor. Ich finde das sehr sehr unschön"
- "die Narbe ist sehr groß geworden was haltet Ihr davon?"
Es wird immer dann kritisch, wenn pauschale oder auch sehr gezielte Aussagen über einen bestimmten Arzt oder dessen Arbeitsmethode gewählt werden,die man zwar im Einzelfall auch so erlebt hat, die eben aber dann auch einer wie gesagt gerichtlichen Überprüfung standhalten müssen.
Wer so etwas sagt, sollte seine Aussagen schon gut belegen können ....:
- "dieser Arzt xyz hat keine Ahnung"
- "das Personal ist überhaupt nicht ausgebildet"
- " das Personal hat vorher in der Küche gearbeitet"
Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, dass "üble Nachrede" in Deutschland ein Straftatbestand ist, und jeder sich gut überlegen sollte, ob er nachher den Staatsanwaltschaft samt Hausdurchsuchung und beschlagnahme aller Rechner auf dem Hals haben möchte, und zusätzlich dann noch eine Schadensersatzklage von dem Doktor.
Also: sachlich fundierte Kritik in angemessener Art und Weise ist kein Problem, auch wenn sie dem einen oder anderen Arzt weh tun wird.
Wer so tut, als wenn er seinen Namen wie in der Zeitung drunter setzen würde wird sicherlich den richtigen Weg finden. Und wenn das Ergebnis scheiße war kann man das dann auch sagen ... also zumindest dann, wenn das miese Ergebnis (wie bei vielen Billigmetzgern) auch dem Richter nachher klar zu zeigen ist. Wer aber keine Lust auf einen Gerichtsprozess hat (selbst wenn man dann wohl auch gewinnen wird) sollte aber im Zweifel eben doch lieber vorher ein bisschen überlegen und die Emotionen nicht durchgehen lassen, auch wenn einem danach zu Mute ist.
[Aktualisiert am: Do., 07 Juni 2012 09:27]
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