Hallo zusammen,
Da ich (32) mich vor meiner HT auch auf dieser Website über Ärzte / Risiken etc. informiert habe, gebe ich meine eigene Erfahrung an euch weiter. Ich bin weder von meinem Arzt gesponsert, noch arbeite ich für irgend eine Lobbying Firma.
Vor 3 Wochen habe ich eine FUE HT bei Dr. von Albertini in Zürich durchführen lassen (2000 Grafts). Für mich war von Anfang an klar, die HT in meiner näheren Umgebung und nur von einem Spezialisten durchführen zu lassen, der auf dem HT Gebiet sehr erfahren ist, eine medizinische Grundausbildung mitbringt und die HT grösstenteils selbst durchführt und nicht an AssistentInnen weiter delegiert. In der Deutschschweiz kommen hierfür anscheinend nur er sowie Dr. Heitmann in Frage. Beide kosten gleichviel (CHF 6.- pro Graft). Mir hat Dr. von Albertini im Beratungsgespräch einen sehr guten Eindruck gemacht, daher mein Entscheid für ihn.
Die OP verlief problemlos und mit Ausnahme der Spritzen schmerzfrei. Ich war von morgens 08:00 bis Abends um 18:30h in der Praxis. Die OP wurde von ihm durchgeführt, unterstützt durch zwei Assistentinnen. Etwa 80% der Arbeit am Kopf hat Dr. von Albertini selbst gemacht, den Rest seine Assistentinnen.
Die Zeit nach der OP war wie erwartet: Schwellung im Stirnbereich, Juckreiz am Hinterkopf (Entnahmegebiet), Krustenbildung im transplantierten Bereich etc. Cold-Packs sind auf jeden Fall hilfreich. Ich kann auf jeden Fall empfehlen, sich 2 Wochen eher zu Hause aufzuhalten (Home Office) und die nächsten 2 Wochen ausserhalb vom Zuhause mit einer Baseballkappe rumzulaufen, um die Haut vor Sonneneinstrahlung zu schützen. Jetzt nach 3 Wochen fallen die letzten Krusten im transplantieren Bereich ab und die Haut ist dort noch etwas gerötet.
1 Woche nach der OP war ich mit der Einnahme der verschriebenen Medikamente durch (Antibiotika, Schmerzmittel etc). und habe dann mit täglich 1.25mg Finasterid angefangen, um den erblich bedingten Haarausfall zu stoppen. Ich habe mich intensiv mit dem Medikament auseinandergesetzt (Studien gelesen, mögliche Nebenwirkungen in Betracht gezogen, sogar mit einem Urologen gesprochen). Zumindest kurzfristig kann ich bei mir keine Nebenwirkungen feststellen und werde das Medikament daher weiterhin nehmen.
Ich werde mich in ein paar Monaten wieder hier melden. Am Ende des Tages muss sich jeder selbst für einen HT Schritt, bei welchem Doc auch immer, entscheiden. Ich bin, zumindest bis jetzt, mit meiner Entscheidung zufrieden.
Anonymer Gruss aus der Schweiz