Sorry, ich habe den folgenden Text gerade in einem Thread gepostet, der womöglich - aufgrund seines zu allgemeinen Titels - untergeht.
Ich denke hier macht das mehr Sinn. Wenn es die Admins stört, kann einer der beiden Posts gerne gelöscht werden. Aber es geht ja hauptsächlich um Informations-Streuung. Daher:
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So ich muss dann auch mal meinen Senf dazu beitragen.
Ich lese schon lange hier mit, habe mein "Problem" auch bereits in einem anderen Thread mit Bildern geschildert.
Lange Rede kurzer Sinn: Ich war Mitte Februar bei Phönix in Dortmund.
Warum? Ich weiss, man soll nicht nur an das Geld denken etc. Aber mal Hand aufs Herz, die wenigsten haben mal eben 8.000 - 10.000 EUR übrig. Auch wenn man dies hätte, wäre es für mich persönlich ein zu großer Haufen Geld (ich müsste dafür SEHR lange sparen).
Grundsätzlich möchte ich anmerken, dass ich diese Preise (8.000 EUR und aufwärts) auch für etwas überteuert halte. Es entstehen so gut wie keine Materialkosten, pro Tag können 1-2 OPs durchgeführt werden. Auch nach Abzug der Personalkosten dürfte die Gewinnspanne RIESIG sein. Aber das ist meine persönlich Meinung und das kann jeder sehen wie er will.
Also: Ich war bei den verschiedensten Anbietern vor Ort vorstellig und habe mich in Beratungsgesprächen informiert. Das schlimmste Gespräch fand in Düsseldorf statt, dass war wirklich unglaublich. Ich will gar nicht näher drauf eingehen. Unter anderem bin ich auch bei Phönix gelandet und es war das erste Gespräch, dass mir ein gewisses "Wohlgefühl" vermittelt hat.
Ich konnte direkt mit dem Arzt und den Damen die die Verpflanzung vornehmen sprechen. Das war sehr menschlich und beruhigend.
Leider tun sich die Damen mit der deutschen Sprache schwer (das könnte man von mir wahrscheinlich auch annehmen, wenn man diesen Thread hier ließt Laughing ). Eine Kommunikation auf Englisch ist jedoch ohne Probleme möglich.
Nachdem ich ein paar Tage drüber nachgedacht habe, habe ich mich dazu entschlossen, den Eingriff durchzuführen.
Einen Termin konnte ich relativ zeitig bekommen, die Wartezeit betrug etwa 2 Monate.
Die Praxis ist sehr schön an einem attraktivem See gelegen, auch die Räumlichkeiten sind sehr schön (darum sollte es hier allerdings nicht gehen).
Ein Kritikpunkt:
Mir wurde im Beratungsgespräch gesagt, dass es genüge, wenn ich meine Haare auf 1 cm runtertrimme. Gesagt getan.
Am OP-Tag wollte man davon scheinbar nichts mehr wissen, so dass dann meine Tonsur (nur darum ging es bei dem Eingriff) quasi komplett auf 1 Millimeter runtergetrimmt wurde, der Rest blieb auf meine vorher geschorenen 1 cm (somit sah ich erstmal aus wie Bruder Tack Rolling Eyes )
Danach wurde ich auf eine Liege gelegt und der Donor wurde betäubt (sehr schmerzhaft, aber man kann es überstehen).
Die Prozedur dauerte insgesamt ca. 6 Stunden (es waren nur 1.700 Grafts). Während des Eingriffs unterhielten sich die Damen offensichtlich privat auf Türkisch, aber das war mir auch lieber als peinliches Schweigen. Also soweit so gut.
Gegen Mittag hat die Belegschaft für sich und die Patienten (neben mir wurde ein weiterer Herr behandelt) bestellt. Das Essen war quasi inbegriffen, ich musste also nichts dafür zahlen (ich hatte es aber angeboten).
Als alles vorbei war, erhielt ich einen Verband und schriftliche Instruktionen für die kommenden Tage.
Ich sollte (wie jeder Kunde dort) zwei Tage später zum ersten Waschen wieder kommen. Hierzu sollte ich Sebamed Lotion und Sebamed Shampoo mitbringen. Dies wurde nicht von der Klinik gestellt. Allerdings befindet sich im Gebäudekomplex auch eine Apotheke. Wenn man da mit Verband reinkommt wissen die schon Bescheid Laughing Kostenpunkt: Ca. 8 EUR.
Fazit:
Nun ist fast ein Monat rum (befinde mich in der vierten Woche), dass Ergebnis ist soweit gut (da wo vorher fast nichts war sprießen jetzt Mini-Haare Shocked .). Bilder gibt es gerne per PM. Die Bilder haben leider nur mittlere Qualität, da ich noch ein Urgestein-Handy besitze. Aber sie reichen aus um sich einen Eindruck zu verschaffen. Wenn ich bedenke, dass ich gut 3000 - 7000 EUR gespart habe - und das ich von dieser Ersparnis theoretisch 2 weitere Eingriffe vornehmen lassen könnte - bin ich echt happy.
Die ersten beiden Nächte waren etwas unangenehm, da ich - wie empfohlen) mit einem Nackenhörnchen geschlafen habe, was ziemlich auf den Donor gedrückt hat.
Nach ca. 10 Tagen waren die Krusten ab, ab Tag Nr. 8 habe ich auch bei der Waschung durch ganz leichtes Massieren nachgeholfen. Leider waren an einigen Krusten viele Haare dran, aber das ist ja - nach allem was ich hier im Forum gelesen habe - auch normal.
Der Donor sah nach ca. 7 Tagen aus als wäre nichts gewesen. Selbst meine Frau (eine der wenigen Eingeweihten) kann mit bloßen Augen keine Punktnarben oder ähnliches feststellen.
Die erste Haare fallen mittlerweile aus (Ausfallphase), aber auch das dürfte nach 3-6 Monate vorüber sein.
Edit:
Eins noch: Ich weiß das deutsche Kliniken einen schlechten Ruf in diesem Forum haben.
ABER: Man sollte auch nicht alle über einen Kamm scheren. Kategorisch zu behaupten, dass grundsätzlich alles in Deutschland schlecht ist, halte ich für ziemlich daneben (auch wenn ich selbst einige negative Beratungsgespräche in Deutschland hinter mir habe).
Die Damen, welche den Eingriff vornehmen, haben übrigens - zumindest laut eigener Aussage - jahrelange Erfahrungen aus der Türkei (dort waren sie vorher tätig).
Ich hoffe ich konnte einen einigermaßen wertvollen Beitrag zu dieser Diskussion leisten und grüße meine (Ex-)Leidensgenossen.
Bei Fragen stehe ich euch gerne zur Verfügung.
Edit 2:
Was ich auch noch sagen wollte. Bei mir waren es ja nur 1700 Grafts in der Tonsur. Also halb so wild.
Der Herr, der parallel behandelt wurde, hat sich sehr große Geheimratsecken schließen lassen (inkl. neuer Haarlinie).
Ich habe ihn zwei Tage später (bei der ersten Waschung) wieder gesehen und mit ihm geredet. Das müsst ihr mir jetzt einfach glauben, da ich von ihm natürlich keine Fotos habe, aber: Das sah wirklich SEHR gut aus. Bei ihm waren es 4100 Grafts (und er hat das Selbe bezahlt wie ich, da kommt man ins Grübeln Mad )
Also, alles Gut Surprised