Abwarten müssen wir freilich, das ist erste Userpflicht! Allerdings werden wir kaum in den nächsten Monaten, möglicherweise auch nicht in einem Jahr erfahren, welche Auswirkungen eine Entnahme von Haarfolliken außerhalb der Safe-Zone haben wird, da man nicht weiß, wieviel und wo diese Grafts platziert wurden und die Miniaturisierung derselben ja nach Lebensdauer früher oder später erfolgen kann.
Kerimas hat es richtig formuliert, da kann man sich nur anschließen. Der Donor sah prä-operativ und auch post-operativ nicht nach Massenentnahme aus. 4600 Grafts für eine Fläche von Zone 1 bis 4 sind außerdem nicht mehr nur gewagt, sondern völlig unzureichend, auch wenn es 4600 Multis wären. Die Extraktionslinie an einer Seite läßt sehr deutlich befürchten, dass hier in einer Zone entnommen wurde, die nicht mehr safe ist. Bei einem Patienten von gerade einmal 32 Jahren ist das ein ziemliches Vabanque-Spiel, das professionelle Haarkliniken eigentlich nicht eingehen sollten.
Unabhängig davon fällt hier offensichtlich niemandem auf, wie undicht gesetzt wurde. Da der Ausgangszustand aber per se schlecht war und einen hohen NW-Grad prognostizierte, wird der erste Eindruck freilich wieder das eine oder andere Gemüt in Erstaunen versetzen, sofern wenigstens alles anwächst, weil ein Vorher-Nachher-Vergleich konstrastreich ausfällt. Eine Dichte, mit der man auch mit 40 oder 45 Jahren noch leben kann, kann man sich aber wirklich nur mit Grimms Märchenphantasie vorstellen. Das wird bei der Graftzahl auch nicht möglich sein. Auch die Übergänge wurden stark vernachlässigt, teilweise übersehen. Wieviele Bodygrafts sollen das denn substituieren? Das kostet jedenfalls ne Stange Geld und ist gewiss nicht beispielgebend. So eine Fläche beackert man gewöhnlich mit mehr als der doppelten Menge!
Es gibt User - daher mein Einwand - die ihre HT später rückgängig machen wollen. Die von Beginn andauernde Euphorie des TE weist augenblicklich nicht darauf hin. Ich wünsche ihm, dass er dieses Gemüt in ein paar Jahren noch beibehält.