Hallo Leute,
Also ich bin euch noch einen kleinen Bericht über den Fortgang der Behandlung schuldig.
Nach dem ersten Tag war ich erstmal sehr enttäuscht, da wie gesagt nur die 150 eingesetzt wurden. Keser hat an den weiteren Tagen dann jeweils ca. 500 Grafts rausgeholt, sodass ich nach vier Tagen über 1600 in der Front hatte. Geplant waren ursprünglich 2500 an fünf Tagen. Alles in allem also deutlich weniger als erhofft, trotzdem deutlich mehr als am ersten Tag befürchtet. Ich bin mit dem Ausgang also erstmal zufrieden, zumal ich einen fünften Behandlungstag eh nicht ohne Pausentage gepackt hätte.
Die Kochsalzunterspritzung hat als extra Bonbon (ich fand sie schmerzhaft) am Ende eines jeden Behandlungstages stattgefunden und zwar in den Bereichen des Donors, die für die Entnahme am Folgetag vorgesehen waren. Soviel zu mir durchgedrungen ist, hat sie aber nur bedingt geholfen. Viel mehr hat Keser das rausgeholt, was ging. Auch weil ich mehrfach gesagt habe, dass ich die OP nicht abbrechen möchte. Dafür war es für mich zu viel Aufwand im Vorweg.
Ich musste dafür in Kauf nehmen, dass ich viele 1er Grafts bekommen habe und im gleichen Verhältnis weniger 3er als normal. Dies hat Keser auch mehrfach klar kommuniziert. Er macht weiter, aber mir muss klar sein, dass die Dichte nicht Top wird.
Die Extraktion hat mit der größten (1mm) seiner Nadeln stattgefunden. Das Hauptproblem lag darin, dass die einzelnen Haare eines Grafts zu weit auseinander lagen, sodass von einem 3er z. B. nur ein 1er abgespleist wurde. Mir wurde aber versichert, dass die verbleibenden Wurzeln als Spender wieder kommen und nicht beschädigt werden. Soweit ich Keser verstanden habe, verliefen die Haare bei mir "unterirdisch" nicht parallel, sondern kreuzen sich. So ist es schwerer, ein vollständiges Bündel heraus zu stanzen, da der Verlauf in der Kopfhaut unklar ist.
Meine persönliche Erklärung dazu ist folgende:
Zitat: "Rothaarige Menschen haben ca. 90.000 Haare, dunkelhaarige ca. 108.000, blonde und hellhäutige Menschen ca.140.000 Haare."
Dadurch, dass ich als rothaariger eine geringere Anzahl von Haaren habe, sind die einzelnen Haare dicker (dies wurde auch festgestellt). Um eine gleichmäßige Dichte des Kopfhaares zu erreichen, müssen die Abstände zwischen den einzelnen Haaren entsprechend größer sein, als z.B. bei blonden Menschen. Somit passen die Bündel eben schlechter in den Querschnitt der Extraktionsnadel. Wie ist eure Meinung?
Heute, ca. drei Wochen nach der OP kann ich zur Anwuchsrate usw. noch nichts sagen. Aber mit dem Ergebnis bin ich - unter Berücksichtigung der Probleme beim Entnehmen - zufrieden. Die Hairline, die Keser mir hingezaubert hat ist wirklich sehr gut. Auch bin ich ihm dankbar, dass er weiter gemacht hat und ich finde, er hat die richtigen Entsheidungen getroffen und alles klar kommuniziert.
Meine geheime Hoffnung ist noch, dass die Haardicke bei mir die geringe Dichte etwas kompensiert.
Grüße