Hallo allerseits,
ich melde mich zurück, nachdem ich nun die HT mit ca. 4500 Grafts in Berlin hinter mir habe. Ich möchte in diesem Beitrag meine Erfahrung während der gesamten Behandlung vorstellen. Bei meiner Behandlung sind insgesamt drei Personen aktiv gewesen:
1. Dr. Tsounis
2. Maria (Assistentin)
3. Jacqueline (Assistentin)
Alle drei Personen können Englisch sprechen. Falls es zu Verständnisproblemen kommt, steht Hr. Saalfrank als Übersetzer bereit.
Vor Beginn der HT wurde nochmals ein Gespräch mit Herrn Saalfrank geführt, bei dem ich erneut über die möglichen Risiken, Nebenwirkungen und weiteren Hinweisen einer "Eigenhaartransplantation" im Allgemeinen aufgeklärt wurde.
Anschließend hat Dr. Tsounis die Haarlinie gezeichnet und ich hatte auch die Gelegenheit, diese anzupassen. Danach sind Fotos von der Haarlinie zu Dokumentationszwecken gemacht worden und ich konnte mich in den Behandlungsraum begeben.
Es finden mehrere Behandlungen parallel statt und die Behandlungsräume sind voneinander getrennt. Zunächst wurden meine Haare vollständig abrasiert. Es ist auch möglich gewesen, nur die notwendigen Stellen abzurasieren, jedoch war es mein eigener Wunsch, alle Haare abzurasieren. Nach der Rasur kam der unangenehmste Schritt: die Lokalanästhesie. Diese wurde mit einer Spritze (welche mehrfach in die Haut eingeführt wurde) zunächst auf einer Seite (rechts/links) des Spenderbereiches durchgeführt. Danach konnten die Grafts ohne jegliche Schmerzen entnommen werden. Anschließend wurde die entsprechend andere Seite (links/rechts) des Spenderbereiches betäubt und erneut die Grafts entnommen.
Der Transplantationsbereich wurde nun lokal betäubt (erneut sehr unangenehm). Für die zu transplantierenden Grafts wurden nun im Transplantationsbereich Löcher eingeschlitzt/gebohrt. Dies erfolgte mir einem besonderen elektronischen Gerät. Letztlich wurden die Grafts einzeln in die Löcher eingesetzt/verpflanzt und die Behandlung war vorbei.
Nach der Behandlung wurden die Medikamente und das zu verwendende Shampoo durch Hr. Saalfrank vorgestellt und die Anwendung erläutert. Die Einnahmezeiten der Medikamente, wie auch der frühestmögliche Zeitpunkt zum Waschen des Spenderbereiches/Transplantationsbereiches wurden schriftlich notiert.
Ich möchte nachfolgend noch ausführlich angeben, welche der zu Beginn angegebenen drei Personen welche Tätigkeiten durchgeführt haben.
- Rasur: Dr. Tsounis
- Lokalanästhesie Spenderbereich: Dr. Tsounis
- Entnahme der Grafts (rechts): Maria
- Entnahme der Grafts (links): Jacqueline
- Lokalanästhesie Transplantationsbereich: Dr. Tsounis
- Setzen der Löcher im Transplantationsbereich: Dr. Tsounis / Maria
- Einsetzen der Grafts: meistens Maria, z.T. auch Jacqueline
Anmerkung: Dass die Grafts hauptsächlich durch Maria eingesetzt worden sind und nicht durch Dr. Tsounis ist für mich überhaupt kein zu kritisierender Punkt. Man merkt wirklich sehr deutlich, dass Maria enorm viel Erfahrung hat und schnell, aber gründlich arbeitet.
Zusammenfassung:
Was ich lediglich kritisieren könnte ist, dass unmittelbar vor der Behandlung Dr. Tsounis sich zwar Zeit für die Haarlinie nimmt, aber während der Besprechung der Haarlinie er kaum Hinweise zum Design dieser gibt. Erst auf Nachfrage hat er erklärt, dass z.B. die Haardichte darunter leiden würde, wenn man die Haarlinie an der Stirn weiter nach unten setzt. Das ist zwar für meinen gesunden Menschenverstand völlig logisch, aber ich hätte mir gewünscht, dass er bei diesem Punkt einige Tipps gibt. Ich gebe zu, dass das ein wenig Meckern auf hohem Niveau ist...
Im Ganzen bin ich sehr zufrieden mit der Behandlung und den Vorgesprächen mit Hr. Saalfrank. Vor allem Dr. Tsounis und Maria sind sehr eingespielt; Jacqueline ist vermutlich noch relativ neu, macht ihre Aufgaben aber auch sehr gut und sauber.
Zum aktuellen Zeitpunkt kann ich natürlich das Ergebnis noch nicht beurteilen, lade hier aber ein paar Fotos (einen Tag nach der OP) hoch und bin aber auf eure Meinungen sehr gespannt.