Hey,
also generell habe ich keine Ausbildung, ich beschäftige mich aber seit 2009 intensiv mit dem Thema Haarausfall, da ich selbst betroffen bin. Ich habe jahrelange Erfahrungen mit Medikamenten gegen Haarausfall gemacht, schon eine Haartransplantation hinter mir, werde bald zu verschiedenen Beratungsterminen zu Ärzten gehen, welche auch Körperhaartransplantationen anbieten, da ich zukunftsorientiert mit meinem Spendehaar umgehen möchte und deswegen eine Probe-Körperhaartransplantation an der Tonsur durchführen lassen werde. Ich habe auch Erfahrung mit kosmethischen Hilfsmitteln wie Schütthaar. Desweiteren habe ich wie erwähnt im sommer 2015 eine Pigmentierung an meiner Tonsur machen lassen, welche 4 Sitzungen beinhaltete. In der Zeitspanne bis heute habe ich meine Haare komplett kurz (0,2 mm) und auch länger (ca.4-5 cm) getragen und gut beobachten können, wo die Stärken und Schwächen einer Haarpigmentierung liegen. In den letzten sieben Jahren habe ich viele Berater und Klniken kontaktiert und besucht (ich weiß jetzt nicht genau, ob ich Namen nennen darf) und mir Live-Ergebnisse angeschaut. Generell bin ich selber eher der Vorsichtige Patient und informiere mich lieber länger, als Hals über Kopf eine Verbesserungsmöglichkeit vorzunehmen, bei meiner HT habe ich 4 Jahre gewartet und auch hier im Forum sehr profitiert, danke anbei. Was macht mich also als beratende Person aus, obwohl ich doch gleichzeitig Kunde bin. Also erstens hat das eine mit dem anderen nichts zu tun, denn ein Berater kann auch nichts gegen seine Genetik machen und ich kenne mehrere Berater, die selber eine bis mehrere Haarpigmentierungen hinter sich haben und/oder eine bis mehrere Haartransplantationen. Ich denke, dass ein vom Haarausfall Betroffener von Natur aus sehr viel motivierter ist, zu beraten und zu helfen, da er sich in die Problematik reinfühlen kann. Also, was macht mich zu einem Fachmann? Ich kann durch meine Eigenerfahrung gut einschätzen, was für einen individuellen Patienten realistisch ist und würde versuchen einen Vorschlag basiert auf seinem Wunschziel und der Realität zu kommunizieren. Ich führe keine OP oder Pigmentierungssession durch. Manchmal macht eine Haartransplantation den meisten Sinn, Kriterien sind die Stufe des Haarausfalls in Relation zum Alter, Art des Haarausfalls, der Donor (wieviele Grafts sind zu ernten und wieviele Multigrafts hat der Patient), manchmal auch, das Entnehmen an sich, wie wird der Entnahmebereich aussehen (da kenne ich Horrorbilder), FUT oder FUE, potentieller Shockloss beim Verdichten, welche Frisuren man nach einer speziellen HT tragen kann, ohne, dass etwas auffallen könnte (das hängt aber auch mit der individuellen Narbenbildung und dem Unterschied zwischen Donorhaar und auf dem Kopf bestehendem Haar ab).
Manchmal ist die Pigmentierung am zufriedenstellendsten, optimale Kandidaten sind die, welche zufrieden mit einer Kahlrasur sind, da man dann mit der Pigmentation Haarstoppel imitieren kann, was trotzdem geduldige und sorgfältige Arbeit und seriöse Arbeitsmaterialien vorraussetzt. Die Pigmentierung verblasst und verschwindet in der ca. Zeitspanne von 1-5 Jahren, deswegen muss man es in Touch-Up-Sessions immer wieder nachfüllen. Sonnenstrahlen verstärken den Verblassungsprozess. Man tättowiert die Punkte nicht dauerhaft, da sich nach Jahren die Punkte etwas ausdehnen und verblassen und es dann nicht mehr wie 100% aussehende Haarstoppel aussehen, es aber dauerhaft bleiben würde. Gefahren könnten sein, dass wenn man zu eng und zuviel in einer Session pigmentiert, dass sich die pigmentierten Punkte vereinen und es einfach viel zu große Flecken auf dem Kopf sind, die einfach aussehen, als hätte man auf den Kopf gemahlt, deswegen immer mehrere Sitzungen, wo man grob anfängt, schaut welche Punkte gut von der Kopfhaut angenommen wurden und dann ins Detail verfeinert, bis der Patient zufriedengestellt ist. Ich kann hier auch technische Daten erklären, Information zur Farbe und Ihrer Verträglichkeit und der Geräte, dem Ablauf, dem Schmerzempfinden oder dem potentiellen Entfernen, dann würde ich euch aber auch gleich den FAQ kopieren können.