ich habe es endlich getan!
Wie viele bestimmt nachvollziehen können, war dies anfangs kein einfacher Schritt, weil immer noch die Bedenken bestehen, zu früh zu handeln. ....von den Risiken bei einer schlechten Behandlung will ich erst nicht sprechen.
Deswegen ist dieses Forum so wichtig. Es hilft Ängste zu nehmen und aufzuklären. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden auch einen Bericht zu schreiben.
Ich bin 35 Jahre alt und seit ein paar Jahren haben mich die schwindenden Haare bzw die verbliebenden Kräusel (deswegen Krausi) im vorderen Stirnbereich immer mehr gestört. Besonders wenn sich bei Fotos die Sonne auf der Platte gespiegelt hat.
Letztes Jahr habe ich mich dann endlich etschlossen etwas dagegen zu tun, war aber beim Thema Haartransplantation noch sehr jungfräulich.
Nach einigene Recherchen im Internet über mögliche Kliniken, habe ich gleich einen Termin bei einem Arzt in Deutschland ausgemacht. Aus Reputationsgründen nenne ich lieber nicht den Namen. Das Gespräch verlief zu meinem jetzigen Kentnisstand eher ernüchternd. Ohne mich genauer zu untersuchen, wollte er gleich eine FUT Operation mit 800 Grafts machen.
Anfangs dachte ich noch, die Menge würde reichen, aber zum Glück bin ich dann auf dieses Forum gestossen und wurde eines Besseren belehrt.
Lange Rede kurzer Sinn; meine Wahl fiel dann auf Hattigen Hair. Es folgte ein Skype Termin und ich war gleich begeistert, dass die Vorbereitung für den Termin viel akribischer verlief (Bilder, Verwandschaft, Vorgeschichte etc.). Eigentlich normales Prozedere.
Am Vortag bin ich in die Pension an der deutschen Grenze (Gailingen) gefahren. Glaubt mir, eine Übernachtung in Deutschland ist sehr viel günstiger und die Fahrt nach Schaffhausen dauerte nur knapp 15 bis 20 Minuten.
Um 7 Uhr ging es los.
Ich wurde kahl rasiert und betäubt. Sie benutzen teilweise eine Massagerolle, damit die Schmerzen beim Spritzen nicht zu stark sind.
Die Behadlung hat Frau Muresanu und vier Helferinnen vorgenommen.
Vom Eingriff selber spürt man nichts, man hört es nur.
Die 3125 Grafts wurden an einem Tag gechafft. Wir waren so gegen 18 Uhr, mit kurzem Mittagessen zur Stärkung zwischendrin, fertig.
Achso fahren durfte ich selber. Direkt in der Nähre gibt es das Diana Parkhaus, von dem man zu Fuss sehr gut zur Praxis laufen kann.
Denkt nicht daran in der ersten Nacht gut schlafen zu können. Da ich sowieso immer wieder aufgewacht bin, konnte ich auch regelmäßig die Transplantate befeuchten.
Leider hatte ich trotz Sicherheitsvorkehrung auch ein bisschen das Laken und das Kissen vollgeblutet.
An Arzneimittlen hatte ich drei Schmerztabletten, eine Salbe für die Transis und eine Salbe für den Donor bekommen.
Am nächsten Tag hat mir Herr Muresanu den Kopf gewaschen und ich bin dann später am Tag heimgefahren.
Bezüglich Schwellungen muss ich sagen, dass ich im vorderen Bereich (wie manchmal beschrieben) nichts bemerkt habe. Aber hinten ging es richtig los....wie eine Melone.
Deswegen schreibe ich auch jetzt erst....brauchte die ersten Tage danach erstmal meine Ruhe und wollte mich sammeln.
So jetzt aber genug geschrieben; ihr wollt bestimmt die Bilder sehen.
Zuerst poste ich Bilder von vor der OP...hatte sie zu dem Zeitpunkt extra länger gehabt, da ich nicht wusste ob FUT oder FUE und da man damit die Dichte gut erkennen kann.
VG
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