Hallo Pino,
Dein Fall ist ehrlich gesagt sehr interessant. Ich weiß leider nicht, wie weit Du über Risiken einer Haartransplantation aufgeklärt bist. Ich werde Dir versuchen dein Blickwinkel zu verschärfen. Es ist einer Frage zwischen den Ethischen Werten einer Transplantation und deine Leidensdruck. Man muss vorher ganz klar wissen, was auf Ihm zukommen wird/kann.
Warum Ethisch?
Du hast unheimlich viele, auch wenn sie nicht ihre volle Haarstruktur besitzen Haare. Die Risiken sind einfach viel zu hoch für einen Arzt, dass bei der Behandlung der Fläche, die vorhandenen Haare für immer flöten gehen werden.
Haarchirurgie hat auch seine Grenzen und du befindest Dich in so einem Grenzfall. Wo soll man setzten ohne das vorhanden zu zerstören?
Was kann man machen?
Es gibt 2 Möglichkeiten.
1. Man verdichtet die Fläche mit ca. 1500-2000 Grafts(x 2,3 Haare = max 4600 Haare)
Auf dem rotmarkierten Bereich, und da muss noch was auf Haarline ran.. sind wie viel Fläche? Nehmen wir an 60 cm² x (keine Ahnung aber vielleicht hast du da ca. 50er, 60er dichte oder mehr, wären ca. 3500 Grafts x 2,3 Haare = 8000 Haare)
Wenn man beide zusammen addiert hättest Du in unserem fiktiven Beispiel 5500 Grafts and pro cm² wäre das einer Hammer Dichte von ca. 90 Grafts.
Das wäre aber leider nur der Theorie. Ich muss Dich leider entschäuschen aber, Du wirst in diesem Gebiet einen Schockloss haben, und die Haare werden sich sehr schnell miniaturisieren und sich verabschieden. Innerhalb kürzester Zeit, wird eine hässliche 1500-2000 Verdichtungsgrafts ohne ein vernünftiges Muster (weil man nur da gesetzt hat, wo eine Lücke war) verbleiben. Das heißt nach legen.. und wirst du den Tag bereuen, warum Du nicht auf Moses gehört hast.
2. unethischste Lösung wäre, dass man diese fläche (fiktiv 60 cm² angenommen) x50 = 3000 Grafts mit einem vernünftigen Muster zu bepflanzen, ob die vorhandene Haare nicht da wären. Die vorhandenen Haare würden bewusst geopfert, wegen der Annahme, dass sie sich sowieso in ein paar Jahren verabschiedet hätte.. Wenn dies ausdrücklich Patienten Wunsch ist, wären wiederum weniger Ärzte bereit dies zu verwirklichen.
Ist dir was aufgefallen? Egal welche weg Du gehst, erreichst Du von der Dichte her nicht mehr als das was Du gerade auf deinen Kopf hast. Allerdings würden die neuen Haare besseren Haarstruktur haben und ohne weiters länger werden, und bei nr2 wirst Du OPTISCH sogar besseren Status erlangen als jetzt. Bei der ersten Beispiel eher das Gegenteil.
Somit wären wir bei meiner Empfehlung:
Ich würde auf keinen Fall zurzeit Dir einen HT empfehlen.
Bei Dir geht ‘s die Rechung Kosten-Nutzen-Risiko-Abwägung leider nicht auf. Die Ziele sind bei Dir primär Verdichtung und bei unseren beiden Beispielen erreichst Du nicht viel. Deine Ziele werden nicht erreicht, es wird eine minimale Verbesserung stattfinden.
Denk drüber noch mal nach, bei deiner Antwort möchte ich noch lesen, ob Du bereits die oben genannten Beispiele selber durchgespielt hast, oder von Dr. Keser Dir auch erläutert wurde.
Lieben Gruß
Moses