Tja,
grundsätzlich stimme ich dir zu.
Bei mir lässt sich das wirklich schön nachvollziehen:
1. Haarausfall (mit 12): mein Stiefvater schlägt meine Mutter krankenhausreif....ABER zuvor hatte ich auch irgendeine seltsame Erkrankung, die unser Hund übrigens auch hatte (hier grübel ich schon seit Jahren; welche Krankheiten teilen Tiere mit Menschen???)
2. Schub (mit 15): der erste Liebeskummer und mächtig Streß in der Schule, mein Stiefvater führt sich weiter so auf, ABER auch hier wieder ein Magen-Darm-Infekt nach dem anderen(nach Aussagen meiner Dermatologin gibt es eine bemerkenswerte Häufung zwischen Magen-Darm-Infekten in der Jugend und AA)
3. Schub (mit 18) : Streß in der Ausbildung, ABER auch eine Lungenentzündung, die mich für fast 4 Wochen aus den Puschen haut
4. Schub (mit 21): Trennung vom Freund, Auszug, neuer Arbeitsplatz, und auch hier wieder seltsame Ohnmachtsanfälle, Probleme mit der Wirbelsäule und wochenlange grippale Infekte
5. Schub (mit 24) : stressiges Leben mit einem Kleinkind, eine nicht funktionierende Ehe, keine Freunde mehr (die gehen ja alle arbeiten, keine hat mit mir zeitgleich ein Kind bekommen), und auch massig Infekte
6. Schub (mit 27): noch mehr Streß durch Kind und Beruf (und dann noch Messe, oft und lang von zu Hause weg), Ärger mit Ehemann und Schwiegereltern, und dann noch die Windpocken bei meinem Kind UND mir
7. und letzter Schub mit 30: (Verdacht auf M.Addison-aber endlich mal eine gesunde Hautfarbe-yeah!), ein einziger Lupus-Schub,
tja, das war's dann.
Mein Mann ist dann erst mal ausgezogen, da wuchs dann jede Menge weißer Wolle nach, dann kam er aber nach etwas mehr als einem Jahr wieder. Und die Haare blieben weg. Wahrscheinlich hab ich einfach nur eine Ehemann-Stiefvater-Chef-Allergie*grins*
Warum ich das jetzt so detailliert erzähle: ich denke, dass zwar die Seele eine große Rolle spielt, nämlich insofern auch, dass Probleme einfach infektanfälliger machen.
Ich sehe aber hier eher ein Zusammenhang zwischen der AA und den Infekten. Bei anderen Autoimmunkrankheiten sind ja auch die Infekte die Auslöser.
Z.B. beim rheumatischen Fieber. Dort bilden sozusagen die Zerfallstoxine aus den Bakterien das Problem. Sie haben eine ähnliche Struktur wie das Endokard, deswegen wird es angegriffen, weil der Körper ja bemüht ist, die vermeindlichen Feinde wegzuräumen, und schon hat der Mensch ein (Herz-) Problem.
Bei Diabetes gab es den Verdacht in bezug auf Streptokokken-Anginen (empfehlenswerte Lektüre von Dr. Kolb, der m.W. auch heute noch am Diabetes - Institut in Düsseldorf beschäftigt ist).
Bei M.Crohn denkt man an Coxsackie-Viren, bei AA übrigens an Rotaviren usw.
Fazit: die Psyche schwächt unseren Organismus, wir werden anfälliger für jegliche Viren, Bakterien, Pilze. Diese befallen uns dann, werden von unserer Abwehr beseitigt, aber irgendwie haben diese Organismen bzw. deren "Leichengifte" Strukturen, die unseren Körperstrukturen ähnlich sind. Unser Immunsystem ist leider ein bisschen zu dumm (oder es fehlt was, ein Protein, ein Enzym, was weiß ich) zu differenzieren, und so kommen wir zu unserem Problem.
Und wer's nicht glaubt: man kann es in jedem medizinischen Buch nachlesen.
So ist das mit der Autoimmunität*hoil*
LG
Alexandra-heute mal als Erklärbär