Was es auch gibt, ist eine total mangelhafte Aufklärung. Und da sehe ich uns vor einer Kopf-OP durchaus in der Eigenverantwortung. Ich erinnere mich daran, dass Predator auf die Doldrums, auf die Nervenverletzung durch den Donorschnitt, die zeitweise Taubheit, das Jucken und das Zeitfenster des Wachstums kaum vorbereitet war. Er hat für einen Durchgang (und da bleibe ich bei) ein schier sensationelles Ergebnis erhalten und war anfangs dennoch sehr negativ. Hätte er meine Haarcharakteristika wäre er blickdicht!
Die Erwartungen sind ergo schlicht zu hoch. Da hat NW5a sowas von Recht! Ich selbst werde oft per PM angeschrieben. Und dann finden es die Leute ach so toll, was Rahal mit meiner Hairline gemacht hat. Was dabei vergessen wird: 1.) Die Hattinger haben in einer ersten OP schonmal 1463 Grafts vorgeschoben; 2.) Ich habe sehr gewelltes, dickes, hellbraunes Haar, das hilft, mehr optisches Volumen zu erzeugen. Und dann bitte ich den betreffenden User um ein Bild von sich und sehe vor mir plötzlich einen sehr weißen Europäer mit pechschwarzem glatten Haar, der mein Ergebnis haben will. Ich frage Euch: Wie soll das funktionieren?
Die Erwartungen der User hier werden meist entweder geprägt von einzelnen Top-Fällen mit außergewöhnlichen Charakteristika (schwacher Haar-Haut-Kontrast, gewelltes Haar, viele Multis, Top-Laxity, kleine Flächen, mehrere OP's!), die sich nicht ohne weiteres übertragen lassen, oder von Hochglanz-Klinikfotos, trügerischen Patienten-Bildern unter irreführenden Lichtbedingungen oder solchen von Patienten, die sich erst haben operieren lassen und danach mit FIN begonnen haben (sehr häufig!).
Wir alle hier sind zu gutgläubig. Die wenigsten Patienten in Spe erkennen, was möglich ist - und vor allem, was in einem Durchgang möglich ist. Sie lassen sich vornehmlich von ihren Wünschen und Hoffnungen leiten. Aber der Haarschopf eines 16-Jährigen liegt nie unterm Weihnachtsbaum!
Dass ich aufgrund meiner persönlichen Erfahrung Rahal für extraklasse halte, ist ja klar. Er hat mir nicht nur eine Top-Haarlinie verpasst (was bei mir übrigens keinesfalls im Vordergrund stand), er hat vor allem meine Donornarbe stark verbessert. Aber was ich erlebt habe, muss für andere nicht gelten.
Gunter, bei dem ich nach wie vor nicht weiß, ob er am zu dichten Setzen leidet oder an den Folgen einer Entzündung (ich meine mich zu erinnern, dass es Letzteres war), würde ich raten, zunächst noch ein paar Monate ins Land gehen zu lassen (Siehe Zeitschiene!). Wenn er dann unzufrieden sein sollte, wovon ich ausgehe, würde ich ihm raten, entweder mit Rahal über eine kostenlose Repair zu sprechen oder aber (einer meiner Vorredner hat es gesagt) eine Klinik suchen, die mit Blades arbeitet und deshalb kleinere Wunden in der Haut verursacht. Meine persönliche Empfehlung: Hattingenhair! Wie hoch die Anwuchsrate auf Narbengewebe sein wird, kann aber leider niemand sagen. Gunters Haut sieht nach wie vor nicht wirklich nach einem Normalzustand aus.
Was Dakiha angeht: Er hatte schon vor dem Thema HT's mit einer extrem schlechten Wundheilung zu kämpfen. Dennoch hat er sich operieren lassen. Dennoch gab's ordentlich Minox und gemäß seinem ersten Thread ziemlich viel anderes Zeugs auf die Rübe. Ich habe ihm geraten, wegen der Nadelproblematik (größere Wunden) nicht (!!!!!!!) wieder zu Rahal zu fahren. Dennoch hat er sich der Prozedur mit Nadeln ein zweites Mal gestellt, die ohnehin ramponierte Haut wieder stärker als notwendig geschädigt, dennoch gab es nachher wieder Minox auf die Baustelle (egal mit welchem Inhaltsstoff). Ich kann das alles nicht verstehen, da bin ich ganz ehrlich.
[Aktualisiert am: Fr., 18 September 2009 11:01]





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