Millionen betroffen
Haarausfall

Haarausfall (Alopezie) bleibt rätselhaft. Anlagebedingter Haarausfall, Alopecia Areata und diffuse Alopezie (bei Frauen) sind am häufigsten.

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Oft unwirksam?
Behandlung

Medizinisch bedeutsam gegen Alopezie sind Propecia (Finasterid), antiandrogene Hormone bei Frauen, Regaine (Minoxidil)

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Haarverpflanzung - schnelle Option
Haartransplantation

Mit einer Haarverpflanzung können die Folgen von Haarausfall schnell korrigiert werden. Techniken wie die FUE haben große Fortschritte gebracht. Eine gute Planung ist entscheidend.

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Der Sinn der Behaarung ist nicht völlig klar. Vielleicht dient ein Teil der Haare auch beim Menschen als Sinnesorgan. Haare im Gehörgang machen uns z.B. auf das Eindringen von Insekten aufmerksam. Das Kopfhaar schützt vor Sonnenstrahlen; Haare insgesamt isolieren ausgezeichnet gegen Wärmestrahlen.
Jeder Mensch besitzt ca. 100.000 bis 150.000 Einzelhaare. Die Anzahl der Haare hängt von der Haarfarbe ab: Beispielsweise haben Menschen, die rothaarig sind, weniger Haare als blondhaarige. Pro Quadratzentimeter sind bis zu 200 einzelne Haare möglich. Sie wachsen jeden Tag durchschnittlich etwa 0,35 mm.

Die Steuerung des Haarwuchses und Haarausfall

Die Grenzen zwischen natürlichem Haarausfall und therapiebedürftigem Haarausfall sind fließend. Tatsächlich wird das Haar ständig erneuert. Neben den altersbedingten Veränderungen (nach der Geburt, Pubertät, Alter) spielt der Haarwuchszyklus eine zentrale Rolle. Die Frage nach den Ursachen des Haarausfallshängt daher ganz wesentlich von zwei Faktoren ab:

    Wie wird der Haarwuchszyklus gesteuert?
    Welche Zellen werden durch den Haarwuchszyklus beeinflusst und führen zu der Erscheinung Haarausfall?

In der Praxis gibt es wechselseitige Beziehungen. Beispielsweise ist die Bildung von Blutgefäßen (Angiogenese) mit dem Haarwuchszyklus, der durch einen komplizierten Mechanismus geregelt wird, eng verbunden. Steuerungsfaktoren zur Bildung von Blutgefäßen, wie der "Vascular endothelial growth factor" (VEGF), spielen eine wichtige Rolle bei bestimmten Behandlungskonzepten.

Bis heute sind wesentliche Mechanismen des Haarwuchses und -ausfalls unklar. Eine aktuelle wissenschaftliche Arbeit von JAHODA über die zellulären Zusammenhänge bietet tiefgreifende Erläuterungen; stellt aber auch die zahlreichen offenen Fragen dar.

Wichtig ist aber auch, dass jedes Haar ein einzelnes, autonomes Haar mit einem eigenen Lebenszyklus ist. Ein jüngst durchgeführtes Experiment einer Haarverpflanzung, bei dem Haare von einer Person auf eine andere übertragen wurde, zeigte keinerlei Abstoßungsreaktion. Diese Erkenntnis könnte eine wichtige Rolle bei der Suche nach den Ursachen und Heilungsmöglichkeiten des Haarausfalls spielen.

Die Entwicklung der Haare mit dem Lebensalter

Der Mensch hat in den verschiedenen Phasen seiner Entwicklung eine unterschiedliche Behaarung. Man unterscheidet die embryonale
Primärbehaarung etwa bis zum 6. Monat und die anschließende Sekundärbehaarung.
Auf dem Kopf fallen die bei Geburt meist schwarzen, langen Haare zugunsten feinerer und anders gefärbter Haare nach einem bestimmten Muster aus. Dieses Muster lässt bereits die Gebiete erkennen, die auch später bei der anlagebedingten Glatzenbildung betroffen sind.

Das Lanugohaar ist das Haar des Ungeborenen. Nach der Geburt wird es durch das Vellushaar (Flaumhaar) ersetzt; auf dem Kopf durch Haare, die den Terminalhaaren weitgehend entsprechen. Zwischenstufen der einzelnen Haarformen kommen vor.

Bei der anlagebedingten Glatzenbildung werden statt Terminalhaare wieder Flaumhaare gebildet.

Haarpflege

Zum Glück ist Haar eines der wichtigsten Organe für den Menschen, und deshalb von Natur aus mit einer sehr hohen Stabilität und Sicherheit ausgestattet. Letztlich hat der Haarwuchszyklus keine andere Funktion, als durch das ständige Erneuern der Haare den Erhalt der Schutzfunktion sicherzustellen.

Umgekehrt gilt aber natürlich auch, dass dieses Wunderwerk für das einwandfreie Funktionieren geeignete Rahmenbedingungen vorfinden muss.
Wer also seine Haare regelmäßig durch aggressive Chemikalien in eine schöne Form bringt, riskiert dabei auch, dass die Haare und möglicherweise auch Haarwurzeln in ihrer Konsistenz und Stabilität belastet gestört werden. dies gilt natürlich auch für extreme mechanische Belastungen, wie sie bei manchen Frisuren entstehen. Sei es durch die mechanische Ausrichtung der Haare oder auch durch die beim Friseur angewendeten Temperaturen. Ein guter Friseur wird darauf achten, dass er hier vorsichtig mit den Haaren umgehend im Zweifel den Kunden entsprechend berät.
Einen Friseur finden Sie in Branchensuchmaschinen, beispielsweise Pointoo (Beispiel: Friseur in Köln ) oder in speziellen Seiten zum Thema Haarpflege (demnächst mehr dazu).

Der Haarwuchs-Zyklus ist der entscheidende Kreislauf im Leben des Haares. Er beinhaltet drei Phasen:

1. die Anagenphase (das Haar wird vom Gefäßnetz über die Wurzel ernährt);
2. die Katagenphase (das Haar wird nicht mehr versorgt);
3. die Telogenphase (das Haar wird abgestoßen).

Steuerung des Haarwuchses

Gezeigt werden die 3 bisher bekannten Steuerungsmechanismen von Haarwachstum und Haarausfall:

- lokale hormonelle Steuerung
- Wachstumsfaktoren zur zeitlichen und regionalen Steuerung
- genetische Faktoren

Haare sind in den verschiedenen Regionen des menschlichen Körpers (Kopfhaut, Gesicht, Beine usw.) unterschiedlich ausgebildet. Jedes einzelne Haar ist innerhalb dieser Regionen trotz anatomischer Entsprechung mit den anderen Haaren ein eigenständiges Gebilde. Männer haben dichtere Haare als Frauen, und ihre Haare wachsen schneller als Frauenhaare.

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