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haarausfall und haartransplantation


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Es gibt eine ganze Reihe von Methoden der Haartransplantation, die zun sehr unterschiedlichen Preisen angeboten werden. Allerdings sind auch die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten der Haarverpflanzung sorgfältig abzuwägen, denn derzeit gibt es noch keine Möglichkeit Haare beliebig zu vermehren.

 

Sicherlich haben Sie auch schon festgestellt, dass Glatzenträger in der Regel immer einen Haarkranz behalten.Durch Veranlagung (Vererbung) und unter dem Einfluss männlicher Hormone können bestimmte Haarwurzeln geschädigt werden, so dass die Haare ausfallen – meist bilden sich zuerst "Geheimratsecken", dann ist auch der Haaransatz, der Oberkopf und der "Tonsurbereich" am Hinterkopf betroffen. Auch bei Frauen können diese Veränderungen stattfinden.Andere Haarwurzeln (Bart- und Körperhaare, Haare aus dem Haarkranz) sind für männliches Hormon unempfindlich und fallen deshalb niemals aus. Dieses Wissen nutzt man bei der Haartransplantation, indem unempfindliche Haarwurzeln aus dem Haarkranz entnommen und in kahle Stellen eingebracht werden. Dort wachsen sie dann lebenslang ganz normal weiter und produzieren gesundes Haar, das ganz normal gewaschen, gefönt, gefärbt oder dauergewellt werden kann.

1. Streifentechnik mit Einsetzung Mini-Micrografts

Aus dem Bereich des Hinterkopfes wird ein epilleptischer Streifen mit Skalpell entnommen. Dieser wird dann in mehrere kleine, sogenannte Micrografts und mehrere mittlere Grafts, sogenannte Minigrafts zerlegt. Man kann Micrografts auch als kleine Hautteile mit Haarwurzeln und Minigrafts bezeichnen. Dabei enthält

  •     ein Micrograft ca. 1- 4 Haarwurzeln und
  •     ein Minigraft ca. 4-7 Haarwurzeln.

Diese Grafts bzw. Hautteile mit Haarwurzeln werden dann in die vorbereiteten Empfangsöffnungen eingesetzt. Aus heutiger Sicht ist diese Methode veraltet, auch wenn viele Kliniken sie noch anwenden. Befürworter argumentieren mit einer hohen Ausnutzungsrate: 

 

2. Einsetzung einzelner Follikularischer Einheiten

Diese Technik stellt die Weiterentwicklung der Mini-Micrografts-Technik dar. Wenn wir unsere Haare unter dem Mikroskop genauer betrachten, stellen wir fest, dass es in natürlich angelegten kleinen Gruppen wächst. Jede einzelne Gruppe wird als als eine follikulare Einheit bezeichnet. Dabei kann jede Einheit 1 - 4 Follikel (Haare) enthalten. Eine follikulare Einheit wird auch als Graft bezeichnet.
Diese Grafts können durch 2 Methoden "geerntet" werden:

  • als Streifen mit Skalpell . Anschließend wird aus diesem Streifen mit Hilfe eines Mikrokopes jede einzelne follikulare Einheit entfernt (Strip- oder FUT - Technik genannt)
  • durch einzelne Entnahme der Bündel mit einer Hohlnadel (FUE - Technik)

und in die vorbereiteten Empfangsöffnungen eingesetzt.
Ein großer Unterschied zu der Mini-/Micrograft-Technik besteht darin, dass hier nicht der Chirurg willkürlich die Transplantations-/Graftgröße festlegt, sondern diese schon durch die Natur festgelegt ist. Ziel ist es die Haarnatur so gut wie möglich nachzuahmen. Somit kann der teilweise bei der Mini-Micrograft-Technik auftretente "Durchschimmer-Blick" vermieden werden.

Vorteile der Strip-Technik: Preisgünstige Methode, bei der eine große Zahl von Haaren gewonnen werden kann
Nachteil: Mehr oder weniger große Narbe am Hinterkopf

Vorteil der FUE-Technik: Praktisch unsichtbare Narben, keine tiefergreifende Gewebezerstörung
Nachteil: Arbeits- und kostenaufwendig

3. Mikromotor und andere automatisierte Verfahren

Es gibt verschiedene Geräte, mit denen die aufwendige FUE-Technik automatisiert udn damit deutlich biller angeboten wird. Nach heutigem Stand (7/2011) ist diese ZTechnologie der manuellen Entnahme unterlegen, weil die Gefahr der Zerstörung von Haarfollikeln gegeben ist. Je schnelle und billiger gearbeitet wird, desto größer wird dieses Risiko.